Mittwoch, 21. September 2011

Rezension: Jutta Wilke - Holundermond

Jutta Wilke - Holundermond

Coppenrath Verlag
320 Seiten
ISBN 978-3815753057


Über die Autorin:
Über 12 Jahre war Jutta Wilke selbständige Anwältin für Familienrecht. Nach der Geburt ihre vierten Kindes hängte die heute fünffache Mutter ihre Robe an den Nagel, um sich ganz ihrer Großfamilie widmen zu können. Als dann auch der jüngste Spross einen Kindergartenplatz ergattern konnte, beschloss Jutta Wilke, noch einmal ganz neu durchzustarten und endlich das zu machen, wovon sie ihr Leben lang geträumt hatte: Kinderbuchautorin werden. "Holundermond" ist ihr erster Roman.

Inhalt:
Wie verwunschen wirkt das alte Kloster im sanften Licht des Mondes. Doch Nele ahnt, dass hinter seinen dicken Mauern ein Geheimnis lauert, das eng mit dem plötzlichen Verschwinden ihres Vaters verknüpft ist. Entschlossen, das Rätsel zu lösen, stellt sie sich zusammen mit ihrem Freund Flavio den dunklen Kräften des Klosters entgegen.

Alles fügte sich ineinander, alles ergab einen Sinn, wenn man nur mit offenen Augen durch die Welt ging.
Seite 54

Meine Meinung:
"Holundermond" ist ein wirklich wunderbares Jugendbuch. Von Anfang an hat mich Jutta Wilke´s Schreibstil begeistert. Ich liebe ihre schönen Umschreibungen. Ausserdem lässt sich das Buch sehr flüssig lesen, da es recht einfach geschrieben ist - kindgerecht eben. Gut gefallen hat mir, dass die Handlung nie zu kompliziert wurde, es nicht unnötig viele oder brutale Gewaltszenen gegeben hat, so dass ich dem empfohlenen Lesealter von 10 bis 12 Jahren nur zustimmen kann. Trotzdem heisst das nicht, dass dieses Buch nicht auch etwas für Erwachsene ist. Natürlich erscheint einem Nele mit ihren 12 Jahren noch etwas kindlich, aber ich finde, das ist für dieses Alter auch absolut angemessen. Ihre Gefühle in Bezug auf die Situation ihrer Eltern hat Jutta Wilke meiner Meinung nach besonders gut beschrieben und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, auch wenn ich sowas zum Glück nicht erleben musste. Flavio ist ein wirklich sympathischer Protagonist: mutig, ein wenig frech und nicht auf den Mund gefallen. So einen Jungen möchte eine 12jährige gerne an ihrer Seite haben, wenn sie so ein Abenteuer bestehen muss.
Ziemlich schnell wird klar, wer hier der Böse ist, was aber nichts daran ändert, dass die Story
immer wieder mit spannenden Wendungen überraschen kann. Sehr schön fand ich die kleinen Zeitsprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit und das Nele und Flavio so erfrischend normale Kinder sind. Mit Ängsten, Zweifeln und Hoffnungen, wie "Nicht-Roman-Helden" eben auch.
Das war mal wieder so ein Buch, was ich am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen wollte und welches ich auch relativ schnell durchgelesen habe.
Deshalb gibt es von mir die volle Punktzahl und eine Leseempfehlung für Kinder/Jugendliche und auch für Erwachsene.
Ein großes Dankeschön für das signierte Exemplar dieses wunderbaren Buches geht an Jutta Wilke.

Kommentare:

Thomas Elbel hat gesagt…

Liebe Anja, habe gerade gesehen, dass Du auch an der Debüt 2011/2012 Challenge, der Dystopie Challenge und der deutsche Autoren Challenge teilnimmst und wollte Dich auf mein Romandebüt "Asylon" aufmerksam machen, das im September bei Piper Fantasy erschienen ist. Ich bin ein deutscher Autor und Asylon ist eine Dystopie, die schon viele gute Rezensionen bei Amazon und anderswo eingeheimst hat. Du kannst also drei Mücken mit einem Sprühstoß erledigen ;-) Nähere Informationen findest Du unter www.asylon.de und www.facebook.com/Asylon oder auf meiner Autorenseite bei Piper-Fantasy auf der es auch eine Leseprobe und ein Blog zur Entstehung des Buches gibt: http://www.piper-fantasy.de/buch/thomas-elbel-asylon. Beste Grüße, Thomas Elbel

papillionisliest hat gesagt…

Ein tolles Buch! Vor allem diese Pension fand ich zauberhaft!