Mittwoch, 6. Juni 2012

Rezension: Gesa Schwartz Grim 2: Das Erbe des Lichts

Gesa Schwartz - Grim 2: Das Erbe des Lichts

Egmont LYX
716 Seiten
ISBN 978-3802583049


Über die Autorin:
Gesa Schwartz wurde 1980 in Stade geboren. Sie hat Deutsche Philologie, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache studiert. Ihr besonderes Interesse galt seit jeher dem Genre der Phantastik. Nach ihrem Abschluss begab sie sich auf eine einjährige Reise durch Europa auf den Spuren der alten Geschichtenerzähler. Sie lebt in der Nähe von Hamburg.

Inhalt:
Achtung! Enthält Spoiler zu Teil 1!
Ein Jahr ist vergangen, seit der Gargoyle Grim und das Mädchen Mia den Magier Seraphin besiegten und die Welt vor der Vernichtung bewahrten. Da ereignen sich eine Reihe mysteriöser Morde in Paris, und alle Spuren deuten darauf hin, dass der Täter nicht aus der Oberwelt stammt. Mia wird von rätselhaften Schattenalben angegriffen und hat eine Vision von ihrem verstorbenen Bruder Jakob. Gemeinsam mit Grim will sie den Ereignissen auf den Grund gehen und gerät dabei schon bald in große Gefahr. Eine mächtige Fee hat es darauf abgesehen, in die Welt der Menschen einzudringen, und sie will sich dabei Mias Fähigkeiten zunutze machen.

Manche Rätsel müssen gelöst werden. Andere Geheimnisse rufen nach Entdeckung. Doch es gibt Mysterien, die nur in Schweigen und Dämmerung atmen können - in der stillen Verwunschenheit des ersten Morgenlichts, fern jeder Neugier und Entzauberung.
S. 502

Meine Meinung:
Gesa Schwartz konnte mich schon mit "Grim 1: Das Siegel des Feuers" absolut fesseln und begeistern. Mit "Das Erbe des Lichts" hat sie sich sogar noch steigern können. Mit ihrer wunderbaren bildhaften Sprache hat sie es geschafft, einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen zu lassen und mich zu bezaubern. Ich liebe ihren Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt und der so bildhaft ist, dass man sich durchaus vorstellen kann, diesen Stoff verfilmt zu sehen. Doch nicht nur ihre Figuren und die Umgebung beschreibt sie so wundervoll, auch die Gefühle der Protagonisten sind so beschrieben, dass man vollkommen mit ihnen mitfühlen kann. Gesa Schwartz hat mich ganz besonders mit einer Szene beeindruckt, über die ich allerdings nichts verraten kann und möchte, da sie einfach zu viel von der Handlung offenbaren würde. Bei ebendieser Szene hatte ich Gänsehaut und das ist mir bei einem Buch bisher (leider) noch nie passiert. Auch hatte ich ein ums andere Mal wirklich Tränen in den Augen und auch das passiert mir recht selten beim Lesen. Wieder konnte ich - wie schon bei Teil 1 - immer nur staunen, welch eine Fülle an Wesen, Legenden und sogar Märchen die Autorin in diesem Buch unterbringt. Dabei geht es direkt von Anfang an los, man wird mitten in die Handlung hineingeworfen, ohne großes Vorgeplänkel und ist somit sofort gefangen. In wirklich jedem Kapitel (die jetzt nicht unbedingt besonders lang sind, dafür aber zahlreich) passiert etwas neues, teils überraschendes und es wird den Protagonisten alles andere als leicht gemacht und es werden ihnen immer wieder neue Steine in den Weg gelegt. "Das Erbe des Lichts" bietet wieder viele neue interessante und gut ausgearbeitete Charaktere, wobei ich ganz besonders Theryon und Hortensius sehr in mein Herz geschlossen habe. Auch die bösen Charaktere sind wirklich gut gelungen und auch wirklich böse. Es kommen auch einige neue Details ans Licht, die genug Stoff für den dritten Band "Grim: Die Flamme der Nacht" bieten, welcher im Oktober diesen Jahres erscheinen soll und auf den ich schon wahnsinnig gespannt bin. Gesa Schwartz entwickelt sich immer mehr zu einer meiner Lieblingsautorinnen und Grim zu einem meiner Lieblingscharaktere. Innerlich ist er so zerrissen, er ist düster, stark und kann doch so sanft sein und ich bin wirklich gespannt, was die Autorin für ihn noch bereit hält.
Ich vergebe 5/5 Punkten!

Kommentare:

Angela hat gesagt…

das ist wieder eine sehr schöne rezension süsse :-)
wünsche dir einen schönen tag...
hdl angie

Bine hat gesagt…

Tolle Rezi - und wieder ein Buch, das ich unbedingt haben muss :-)
LG
Bine