Freitag, 24. August 2012

Rezension: Jane Christo - Blanche 1: Der Erzdämon

Jane Christo - Blanche 1: Der Erzdämon

Sieben Verlag
200 Seiten
ISBN 978-3864430480
Erscheinungsdatum: April 2012


Über die Autorin:
Jane Christo arbeitet seit Mitte der 90er in der Medienindustrie. Dort ist sie zuständig für PR, Presse- und Werbetexte, sowie für die Redaktion von Kunden- und Mitarbeiterjournalen.
Mit dem Roman ,Blanche - Der Erzdämon' legt sie ihr Debüt als Urban Fantasy Autorin vor. Teil 2 der Trilogie, der diesen Herbst beim Sieben Verlag erscheinen wird, ist bereits in Vorbereitung.
Mehr über die Autorin unter facebook.com/JaneChristo oder auf ihrem Blog: JaneChristo.blogspot.com

Inhalt:
Es ist nicht einfach, bei einem Profikiller aufzuwachsen, der seine Seele an den Teufel verkauft hat. Doch als Blanches väterlicher Mentor stirbt, muss sie beweisen was in ihr steckt. Sie wird vom Erzdämon Beliar aufgesucht, der von ihr verlangt, dass sie die Schulden ihres Mentors bezahlt, denn dieser ist nach seinem Ableben nicht wie verabredet in der Hölle erschienen. Beliar übt eine starke erotische Anziehungskraft auf sie aus, und als sich der Dämon in sie verliebt, wird es kompliziert. Um Blanches Vertrauen zu gewinnen, wendet sich Beliar gegen Saetan und nimmt den Kampf mit dessen Höllenfürsten auf, während Blanche ihre eigene Schlacht schlagen muss. Die Welt, die sie kannte, existiert nicht länger, und sie muss sich entscheiden, ob sie leben, oder untergehen will. Ob sie aufgibt, oder sich ihren Gefühlen für den Dämon stellt.

Meine Meinung:
Der Klappentext zu "Blanche 1 - Der Erzdämon" hat mich absolut überzeugen können, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss und ich wurde glücklicherweise nicht enttäuscht. Die Autorin hat mich absolut in ihren Bann gezogen, denn in diesem Buch wimmelt es nur so von tollen Protagonisten, die allesamt wunderbar ausgearbeitet sind und denen es nicht an der nötigen Tiefe fehlt.
Blanche hat es bisher nie leicht in ihrem Leben gehabt, hatte eine schreckliche Kindheit und wurde von ihrem Mentor vor dem kompletten Absturz gerettet. Nun ist sie eine knallharte Killerin, die keine Gefühle zulassen will und das auch ziemlich gut schafft, bis sie Beliar begegnet. Beliar ist mein Lieblingscharakter in diesem Buch, denn er ist sexy, düster, geheimnisvoll und stark. Die Beiden machen innerhalb der Geschichte eine Wandlung durch und zwischen den beiden knistert es ganz gewaltig. Ich finde, gerade die Schlagabtäusche zwischen ihnen, waren immer wieder ein Highlight und haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.
Bösewicht Zoey ist endlich mal kein weichgespülter, leicht zu besiegender Gegner, denn natürlich geht es auch bei ihm nicht ganz ohne Hilfe von ganz unten.
Auch die Nebencharaktere sind toll ausgearbeitet, jeder hat seine Geschichte und keiner von ihnen hatte es leicht in seinem Leben. Das merkt man den Figuren an und sie handeln auch genau so.
Der Spannungsbogen ist im kompletten Buch stets gleichbleibend hoch und es fällt schwer, einmal von dem Buch abzulassen. Die Autorin hat einen schönen flüssigen Schreibstil und hier handelt es sich ganz klar um ein Buch für Erwachsene, denn stellenweise geht es schon ziemlich blutig und brutal zu. Außerdem hat die Autorin wirklich gut recherchiert, was man besonders daran merkt, wie sie die Mafiastrukturen beschreibt und das noch dazu, ohne zu langweilen.
Fazit:
Für mich ist "Blanche 1 - Der Erzdämon" ein fantastisches Debüt, welches knallharte Protagonisten, eine spannende Story und tolle Recherchearbeit in sich vereint. Absolut lesenswert!
Ich vergebe 5 von 5 Punkten!

Donnerstag, 23. August 2012

Rezension: Jennifer Jäger - Saphirtränen 1: Niamhs Reise (+ Gewinnspiel)

Jennifer Jäger - Saphirtränen 1: Niamhs Reise

Bookrix
ca. 145 Seiten
ASIN: B008DSQ762
Erscheinungsdatum: 22. Juni 2012


Über die Autorin:
Jennifer Jäger wurde am 16.11.1992 in Neustadt a.d. Weinstraße geboren, zog allerdings mit 6 Jahren nach Würzburg.
Schon in der ersten Klasse entdeckte sie ihre beiden Vorlieben: Tanzen und Schreiben. Im Sommer 2011 bestand sie erfolgreich ihr Abitur an einem Würzburger Gymnasium.

Inhalt:
Die Tränen der Göttin regneten auf die Erde herab, brachen sich im Sonnenlicht und ließen einen schillernden Regenbogen entstehen. Als seine Farben den Erdboden berührten, formten sich vier Schmuckstücke, jedes von ihnen mit einem einzigartigen Edelstein versehen.
Die junge Ilyea Niamh lernt früh, dass sie anders ist als die anderen Wald-Ilyea. Sie ist eine Ausgestoßene, Verachtete, Verspottete. Doch wer hätte auch wissen sollen, dass das Mädchen mit den saphirblauen Augen einmal das Schicksal ihrer Welt auf den Schultern tragen würde...

Meine Meinung:
"Niamhs Reise" ist ein wunderbarer - wenn auch recht kurzer - erster Teil der Saphirtränen-Reihe. Die junge Autorin Jennifer Jäger versteht es wunderbar, mit Worten umzugehen. Vor allem der Prolog ist da hervorzuheben, denn der hat mir besonders gut gefallen.
Endlich gibt es mal wieder Fantasy-Wesen, die ich so noch nicht kenne und die ich wahnsinnig interessant finde. Meiner Meinung nach hätte sich die Autorin gerne noch ein bisschen mehr Zeit lassen können, um das Volk der Ilyea ein bisschen genauer vorzustellen, doch ich hoffe, das ändert sich in den nächsten Teilen.
Die Charaktere finde ich durchweg gut gelungen. Die junge Wald-Ilyea Niamh ist eine sympathische, wenn auch etwas naiv anmutende Protagonistin, die hier die Ich-Erzählerin ist. Sie ist anders, als der Rest ihres Volkes und warum das so ist, erfährt man im Laufe der Geschichte. Edan ist ein ebenso interessanter, wie undurchsichtiger Charakter und ich bin gespannt, was denn nun seine wirklichen Ziele sind. Auch der Dämon Deargh ist ein Protagonist, über den ich unbedingt mehr erfahren möchte.
Gleich zu Beginn des Buches wird man direkt ins Geschehen gezogen, denn es geht sofort spannend los und so zieht sich der Spannungsbogen auch durch die gesamte Geschichte.
Wie schon oben geschrieben, finde ich nur, dass das Buch ein wenig länger hätte sein können. Denn gerade, wenn man richtig schön in die Geschichte reinkommt, ist sie auch schon wieder vorbei, was ich sehr schade finde. Auch würde ich mir wünschen, dass Niamh ein wenig mehr "Pfeffer im Hintern" hätte, denn sie agiert hier noch ein wenig unentschlossen. Zwar macht sie Pläne, führt diese jedoch nicht durch.Trotz dieser kleinen Kritikpunkte, habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt und möchte auf jeden Fall wissen, wie es weiter geht. Am Ende des Buches gibt es noch einen kleinen Ausschnitt aus dem nächsten Teil "Zeit der Begegnungen", bei dem man direkt wieder neue interessante Charaktere kennenlernt.
Fazit:
Ich habe eine neue Autorin für mich entdeckt. "Saphirtränen 1 - Niamhs Reise" ist ein toller Serienauftakt, der zwar noch ausbaufähig ist, aber in dem viel Potenzial steckt. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.
Ich vergebe 4 von 5 Punkten!


Gewinnspiel bei Jennifer Jäger

Wie in der Überschrift schon angekündigt, gibt es bei Jennifer Jäger ein kleines Gewinnspiel. Dort müsst ihr Fragen beantworten, um eins von drei tollen Lesezeichen zu gewinnen. Sollten mehr als 20 Teilnehmer mitmachen, gibt es sogar ein Plakat mit einem ihrer Buchcover zu gewinnen. Die Antwort zu einer dieser Fragen findet ihr hier in meiner Rezension und zwar folgende:

Wie lautet der Name des Dämons, über den ich gerne mehr erfahren möchte?

Wenn ihr gerne mitmachen möchtet, dann geht es hier entlang: Gewinnspiel bei Jennifer Jäger
Ich drücke euch die Daumen!

Mittwoch, 22. August 2012

Rezension: Sofie Cramer und Sven Ulrich - Herz an Herz

Sofie Cramer und Sven Ulrich - Herz an Herz

rororo
320 Seiten
ISBN: 978-3499256653
Erscheinungsdatum: 1. Februar 2012


Über die Autoren:
Sofie Cramer, geboren 1974 in Soltau, studierte Germanistik und Politik in Bonn und Hannover. Inzwischen lebt und arbeitet sie als freiberufliche Journalistin, Drehbuchautorin und Trainerin in Lüneburg und Hamburg. „SMS für dich“ ist ihr dritter Roman, den sie jedoch unter einem Pseudonym veröffentlicht – auch weil sie darin eigene Erfahrungen niedergeschrieben hat. Mehr über die Autorin unter www.sofie-cramer.de.
Sven Ulrich, geboren 1965 in Berlin, hat an der «Hochschule für Fernsehen und Film» in München studiert und für zahlreiche Fernsehsender und Produktionsgesellschaften gearbeitet. Heute schreibt er Drehbücher für verschiedene TV-Formate. Er lebt mit seiner Familie in Berlin. Mehr über den Autor unter www.svenulrich.com.

Inhalt:
Flaschenpost für dich. Eine romantische Hochzeit an der Ostsee? Für Sara eine Strafe. Frisch geschieden sitzt sie zwischen ­lauter Paaren. Glücklichen Paaren. Der einzige ­attraktive Single entpuppt sich als Nervtöter. Die albernen Hochzeitsspielchen geben ihr den Rest: Statt guter Wünsche fürs Brautpaar schreibt Sara sich ihren ganzen Frust von der Seele und schmeißt die Flaschenpost ins Meer. Mit einer Antwort rechnet sie nicht. Doch wenige Wochen später erhält Sara einen Brief. Die Worte des unbekannten Finders berühren ihr Herz. Als dem regen Briefwechsel und zahlreichen E-Mails endlich ein Kennenlernen folgen soll, zögert er. Und das aus gutem Grund …

Meine Meinung:
"Herz an Herz" hat mich wirklich positiv überrascht. Hatte ich anfangs noch die Befürchtung, dass es sich um eine sehr kitschige Liebesgeschichte handelt, so wurde ich eines besseren belehrt. Ich mag ja Bücher sehr gerne, die in Briefform geschrieben sind, einfach weil sie einem einen wunderbaren Einblick in die Gedanken und Gefühle der schreibenden Protagonisten geben. Sofie Cramer und Sven Ulrich haben es geschafft, mich damit so zu fesseln, dass ich das Buch innerhalb kurzer Zeit durchgelesen habe, denn es aus der Hand zu legen, fiel mir wirklich schwer. Die Briefe, Mails und SMS geben Einblick in den Seelenzustand, die Ängste, Wünsche und Hoffnungen zweier sich vollkommen fremder Personen. Durch diesen Briefkontakt lernen die beiden sich kennen, was ich eine wunderbare Art finde, jemandes Charakter kennenzulernen (wenn es denn so ehrlich passiert, wie in diesem Fall). Das Ganze passiert auf eine wunderbar romantische und doch nie kitschige Art und Weise, gewürzt mit viel Humor, Sarkasmus und Gefühl. Man lernt zwei recht unterschiedliche Menschen kennen und mögen, die Anfangs vielleicht noch ein wenig unsympathisch rüber kommen (zumindest ging es mir mit Sara so, da sie stellenweise recht zickig reagiert, wie ich finde), doch im Laufe ihres schriftlichen Kontaktes immer mehr über sich preisgeben und immer mehr Vertrauen zueinander aufbauen. Dabei kommen die beiden absolut glaubwürdig und echt rüber, was mir besonders gut gefallen hat. Man hatte den Eindruck, dass man diese beiden jederzeit irgendwo auf der Strasse treffen könnte.
Das Ende war für mich recht überraschend und ich habe wirklich sehr mit Sara und Berti mitgefiebert.
Fazit:
Eine wunderbar romantisches, jedoch nie kitschiges Buch, das auf sehr gefühlvolle Weise das Kennenlernen zweier so unterschiedlicher Charaktere erzählt und dabei Einblick in die Gefühlswelt der beiden Protagonisten gibt. Gerne mehr davon!
Ich vergebe 5 von 5 Punkten!


Dienstag, 21. August 2012

Rezension: Birgit Loistl - Abendkuss

Birgit Loistl - Abendkuss (eBook)

Bookrix
190 Seiten
ASIN: B008FK66PK


Inhalt:
Die Melodie hüllt mich ein und in diesem Moment wird es mir bewusst:
Ich habe mich nicht nur in Noah verliebt.
Ich habe mich hoffnungslos verloren!

Als die sechszehnjährige Mia bei einem Autounfall ihre Mutter verliert, bricht für sie eine Welt zusammen. Geplagt von Alpträumen hört sie jede Nacht ein altes Kinderlied in ihren Träumen und eine geheimnisvolle Stimme, die sie nicht kennt.
Eines Tages flieht ihr Vater mit Mia und ihrer Schwester Leah nach München. Dort trifft sie auf den geheimnisvollen Noah, der Mia zutiefst berührt. Vom ersten Moment spürt sie eine Anziehung, die sie sich nicht erklären kann. Bis sie seinem Geheimnis auf die Spur kommt und erkennt, dass sie und Noah in einen jahrtausendalten Kampf von Gut und Böse verwickelt sind.
Eine Verbotene Liebe. Eine göttliche Prophezeiung, ein Krieg zwischen Himmel und Hölle.

Meine Meinung:
Die Inhaltsangabe zu diesem eBook war es, die mich überzeugt hat, dass ich es einfach lesen muss. Schon von Anfang an war ich überrascht über die geringe Seitenzahl und war ziemlich neugierig darauf, wie man diesen Stoff auf so wenige Seiten bekommt. Dummerweise war genau das eins der Probleme, die ich mit dem Buch hatte. Ich finde die Idee zu der Geschichte toll, sie hat Potenzial, wurde nur meiner Meinung nach schlecht umgesetzt. Irgendwie ging mir hier einfach alles viel zu schnell. Man kann keinen richtigen Bezug zu den Charakteren aufbauen, auch wenn es durchaus interessante Protagonisten gibt, die mir jedoch viel zu oberflächlich geblieben sind. Auch hatte ich oft das Gefühl, dass die Handlung so Knall auf Fall vonstatten geht, dass es sich anfühlte, als wenn die Autorin alles auf diese paar Seiten quetschen musste oder fertig werden wollte (ein Beispiel: Noah fragt Mia, ob sie ihm vertraut, obwohl sie sich gerade mal ein paar Tage "kennen" und sie ja eigentlich Angst vor ihm hat - da kam ich aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr raus). Leider ging es mir mit diesem Buch genauso. Ich wollte einfach nur fertig werden. Das lag allerdings nicht nur an der Geschichte bzw. der Umsetzung an sich, sondern vor allem an den vielen Rechtschreibfehlern. Normalerweise habe ich gar kein Problem damit, wenn ich da mal ein paar Fehlerchen finde. Das passiert jedem, wir sind ja alle nur Menschen. Doch hier rollten sich mir stellenweise wirklich die Fußnägel hoch. Soviele Fehler habe ich bisher in keinem Buch gefunden. Es war leider irgendwann so, dass ich total genervt davon war und direkt auf die Fehler gelauert habe (um nur mal ein Beispiel zu nennen, das fast jedes Mal falsch geschrieben wurde: einem und einen oder aber dem und den). Das hat mir total den Lesespaß genommen, soweit er noch vorhanden war. Doch nicht nur Rechtschreibfehler gab es hier zuhauf, auch Namen wurden dann einfach mal vertauscht. Vermutlich wurden einige der Protagonisten vor der Veröffentlichung umbenannt, was ja an sich kein Problem ist. Nur sollte man dann nicht mitten im Buch plötzlich den alten Namen lesen und gar nicht mehr wissen, wer da jetzt gemeint ist.
Es kommt mir so vor, als wäre das Buch vor der Veröffentlichung nicht lektoriert worden, was allerdings dringend nötig wäre.
Offensichtlich ist zu diesem Buch noch eine Fortsetzung geplant, die ich ausnahmsweise mal nicht lesen möchte. Ich kann nur hoffen, dass dieses Mal jemand das Buch vor der Veröffentlichung nochmal auf Fehler prüft und dass die Autorin sich mehr Zeit nimmt, um ihre Protagonisten und deren Handlungen auszuarbeiten.
Ich vergebe 1 von 5 Punkten!


Geburtstagsgewinnspiel Leser fragen - Autoren antworten: Antje Szillat


Natürlich geht es auch hier nach der kleinen Urlaubspause weiter. Ein paar Autoren habe ich noch für euch, die sich euren Fragen stellen werden. Heute dürft ihr Antje Szillat Löcher in den Bauch fragen und ich bin schon sehr gespannt, was ihr euch diesmal einfallen lasst. Zuerst möchte ich euch aber die Autorin und einige ihrer Bücher vorstellen.

Schon als Kind waren Bücher die ständigen Begleiter von Antje Szillat und so arbeitete sie zielstrebig darauf hin, aus dieser Leidenschaft ihren Beruf zu machen, und somit die Begeisterung für Geschichten und Bücher weiterzugeben. Heute ist sie Autorin von Kinder- und Jugendbüchern sowie Ratgebern und Sachbüchern. Außerdem arbeite sie als freie Redakteurin für namhafte Printmagazine.Über dreißig Bücher sind bislang von Antje Szillat erschienen. Die Figur "Justine", die sich für die Rechte der Kinder stark macht, ist ebenfalls eine Erfindung der Autorin, die dazu auch das Kinderbuch "Justine und die Kinderrechte" geschrieben hat.Im Frühjahr 2011 ist ihre Kinderbuchreihe "RICK" mit großem Erfolg gestartet, die beim renommierten Coppenrath Verlag in Münster erscheint.Antje Szillat lebt mit ihrer Familie, vielen Haustieren und noch viel mehr Büchern in einer Kleinstadt vor den Toren Hannovers. Auf ihrer Webseite www.antjeszillat.de erfährt man mehr über sie und ihre Bücher.
Quelle: amazon.de
Kinderbücher
Jugendbücher
Zu gewinnen gibt es diesmal ein signiertes Exemplar dieses Buches:
So idyllisch das kleine Dorf Malhausen ist, die sechzehnjährige Anna fühlt sich dort alles andere als wohl. Doch dann trifft sie auf Jérome, der ebenso wie sie ein Außenseiter im Dorf ist, und plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Trotz zahlreicher Widerstände entwickelt sich zwischen den beiden eine zarte, bedingungslose Liebe. Eines Abends jedoch, nach einem Dorffest, verschwindet Jérome spurlos und wird am nächsten Tag mehr tot als lebendig auf einem nahe gelegenen Feld gefunden. Schnell verbreitet sich im Dorf das Gerücht, dass Jérome mit Drogen gedealt haben soll. Anna ist verzweifelt und will die Anschuldigungen gegen Jérome einfach nicht glauben. Doch dann hört sie mit einem Mal eine vertraute Stimme in ihrem Kopf und sieht Bilder, die nicht ihrer Erinnerung entstammen ?
Um dieses Buch zu gewinnen, müsst ihr nur eure Frage/n an die Autorin hier unter diesem Post als Kommentar stellen. Zeit dafür habt ihr bis Freitag, den 24. August. Alles, was ihr über das Gewinnspiel und die Endpreise wissen müsst, könnt ihr nochmal hier nachlesen: Ankündigung: Geburtstagsgewinnspiel Leser fragen - Autoren antworten.

Leser fragen - Fredrika Gers antwortet !


Durch meinen Urlaub hat sich jetzt alles ein bisschen verzögert, aber jetzt möchte ich euch die Antworten von Frau Gers natürlich auch posten. Vielen Dank dafür, dass Sie sich die Zeit dafür genommen haben (und das während Ihres Urlaubs), Frau Gers und ein großes Dankeschön geht auch an den Rowohlt Verlag für die Herstellung des Kontakts. Wie immer erfahrt ihr am Ende des Interviews, wer der Gewinner des signierten Exemplars von "Die Holzhammer-Methode" ist. Viel Spaß beim Lesen wünsche ich euch.

Jessica G.
Haben Sie ein Haustier und wenn ja welches?
Fredrika Gers
Ich habe leider kein Tier, hätte aber sehr gern eine Katze. Da ich jedoch oft spontan für ein paar Tage in den Bergen verschwinde, ist das nicht möglich.

PMelittaM
Da Sie als gebürtige Hamburgerin einen Krimi, der im Berchtesgadener Land spielt, geschrieben haben: Wie haben die Menschen aus der Gegend darauf reagiert, haben Sie viel positives Feedback erhalten oder gab es auch negative Stimmen?
Fredrika Gers
Die Aufnahme war sehr positiv. Offenbar fühlen die Einheimischen sich treffend dargestellt. Oft erzählt man mir Anekdoten, die zum Inhalt des Buches passen. Zum Beispiel hat mir eine junge Buchhändlerin in Berchtesgaden berichtet, dass sie selbst als Kind noch mit Murmeltierfett traktiert wurde.

Iris
Planen Sie auch einen oder mehrere Krimis, die in Ihrer Hamburger Heimat spielen?
Fredrika Gers
Was Hamburg betrifft, bin ich nicht mehr auf dem laufenden, immerhin lebe ich schon seit 25 Jahren nicht mehr in der Hansestadt. Da würde es keinen Sinn machen, dort einen Krimi anzusiedeln.

Iris
Da ich noch nichts von Holzhammer gelesen habe: Lassen Sie die Bayern Dialekt sprechen?
Fredrika Gers
Nein, das wäre für Norddeutsche zu schwer verständlich. Ich deute den Dialekt an, indem ich einzelne bayrische Wörter oder Wendungen einfließen lasse.

EveDeFun
Ist es schwer einen Krimi zu schreiben, bzw. ist es möglich einfach "drauf los zu schreiben" oder planen sie alle Tücken und Rätsel bis ins Detail?
Fredrika Gers
Es soll einige wenige Autoren geben, die auch bei einem Krimi einfach so drauflos schreiben. Aber ich kann das nicht und plane - wie die meisten Krimi-Autoren - den Handlungsverlauf recht genau. Natürlich fallen einem viele Details erst beim Schreiben ein, aber wer der Täter ist und durch welche Hinweise er schließlich überführt wird, das lege ich vorher fest.

netty
Wenn Sie schreiben, schreiben Sie das Buch von Anfang bis Ende also erst Kapitel 1 dann 2 usw, oder auch mal quer durcheinander?
Fredrika Gers
Grundsätzlich fange ich vorne an und schreibe die Szenen in der Reihenfolge, in der sie dann auch im Buch stehen. Aber wenn ich an einer Stelle hänge oder mir dort vielleicht noch Informationen fehlen, dann mache ich woanders weiter. Und wenn ich gerade etwas erlebt habe, was genau zu einer späteren Szene passt, dann schreibe ich das auch gleich auf, bevor es verloren geht.

netty
Lesen Sie auch gerne Krimis?
Fredrika Gers
Ja, selbstverständlich. Aber als Autorin lese ich vielleicht unter etwas anderen Gesichtspunkten. Zum Beispiel ist es mir inzwischen nicht mehr so wichtig, wer nun eigentlich der Täter ist. Ich achte mehr auf das Handwerkliche, den Spannungsaufbau, die Atmosphäre und wie sie geschaffen wird, die Charakterisierung der Personen oder nette Details am Rande.

netty
Wie entstand die Idee Krimis zuschreiben?
Fredrika Gers
Bei einem Krimi haben die Protagonisten automatisch eine Aufgabe, die sie handeln lässt - nämlich die Aufklärung des Falles. Das ist schon mal praktisch, dann sitzen sie nicht faul auf dem Sofa. Die Handlung kommt also fast von selbst in Gang und strebt einem klar definierten Ende zu. Und gerade deshalb kann man sich beim Schreiben - quasi im Vorbeigehen - all den Themen widmen, die einem am Herzen liegen.

lesenundmehr
Wie kamen sie ausgerechnet auf das Berchtesgadener Land ?
Fredrika Gers
Ganz einfach: Ich habe 2004 einen Berchtesgadener geheiratet und bin hierher gezogen.

lesenundmehr
Durften Sie das (ausgesprochen originelle) Cover mitgestalten ?
Fredrika Gers
Gestalten nun nicht gerade, ich bin ja keine ausgebildete Grafikdesignerin. Aber ich hatte ein Mitspracherecht, denn meiner Lektorin ist es wichtig, dass ihre Autoren mit dem Endergebnis rundum zufrieden sind. Und das finde ich toll.

lesenundmehr
Was werden wir als nächstes von Ihnen zu lesen bekommen ? Geben Sie uns einen kleinen Ausblick ?
Fredrika Gers
Ich bleibe Holzhammer bis auf weiteres treu, schon im nächsten Jahr löst er seinen zweiten Fall. Und am dritten Holzhammer schreibe ich gerade.

Fabella
Da mich dieses Cover immer wieder einfängt, muss ich doch mal mein Glück versuchen. Mich würde interessieren, wieviel Einfluß die Autorin auf die Gestaltung des Covers hatte oder ob sie dabei völlig unbeteiligt war.
Fredrika Gers
Das Murmeltier war auf jeden Fall von Anfang an dabei. Auf ein anderes Detail habe ich tatsächlich Einfluss genommen: Das Wappen in der Mitte war anfangs ein Herzchen. Und Herzigkeit hin oder her, das sah mir zu sehr nach Klohäuschen aus.

Wieder ein wirklich tolles Interview. Vielen Dank für eure Fragen, die wieder ausgesprochen interessant waren. Jetzt möchte ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen. Die Gewinnerin des signierten Exemplars ist:

Chrisy

Herlichen Glückwunsch, liebe Chrisy. Bitte schicke mir doch deine Adresse an anja.josua@freenet.de

Montag, 20. August 2012

Rezension: Franka Rubus - Die Blutgabe

Franka Rubus - Die Blutgabe

Aufbau Taschenbuch
480 Seiten
ISBN: 978-3746626840


Über die Autorin:
Franka Rubus, Jahrgang 1983, wuchs in einer kleinen Stadt am Teutoburger Wald auf. Sie hat Biologie studiert und legt nun ihren ersten Roman vor. Derzeit lebt Franka Rubus in Bielefeld.

Inhalt:
In einer nicht all zu fernen Zukunft ist die Menschheit beinahe ausgestorben. Seit im frühen 21. Jahrhundert eine rätselhafte neue Vampirrasse die Welt überschwemmte, ist die Zahl der Vampire enorm gestiegen. In den Machtkampf zwischen ursprünglichen und neuartigen Vampiren gerät der junge Mensch Red September, der loszieht, um seine verschollene Geliebte zu suchen. Er schließt sich einer Extremistengruppe an, die sich zum Ziel gesetzt hat, alle neuartigen Vampire wieder auszurotten. Von ihnen lässt er sich zu einem Vampirjäger ausbilden - doch dann muss Red feststellen, dass seine Geliebte längst selbst zum Vampir geworden ist ...

Meine Meinung:
"Die Blutgabe" ist ein Vampirroman, der mal so ganz anders daher kommt, als die "normalen" Vampirromane, denn es handelt sich hier um eine Dystopie, in dem die Vampire die Weltherrschaft übernommen haben. Die Menschen werden gezüchtet, um den Vampiren als Nahrungsquelle zu dienen. Sie haben keine Namen und werden nach dem Geburtsmonat, - jahr, fortlaufender Nummer und der Farbe des Wohnblocks benannt, in dem sie leben - kurz sie sind keine Individuen mehr und dürfen nicht einmal Haare haben. Die Vampire dagegen leben in der Stadt. Unter ihnen gibt es die sogenannten Bluter, die wie wilde Tiere sind, kein Gewissen haben und alles beißen, was ihnen unter die Beißer kommt. Erst nach einer Weile entwickeln sie ein soziales Gewissen und jeder Biss steckt Vampire wie auch Menschen an und macht sie ebenfalls zu Blutern. Diese Bluter werden von den "Bloodstalkers" gejagt - Menschen, die von einer kleinen Gruppe Vampire zu Vampirjägern ausgebildet werden.
Die Idee zu dieser Geschichte finde ich einfach genial. Franka Rubus hat eine düstere Welt geschaffen, in der die Menschen eigentlich nur noch Nahrungsquelle sind. Ihr Schreibstil ist flüssig und absolut fesselnd, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Im ersten Teil des Buches wird die Geschichte aus Sicht von Red September geschrieben, der sich auf die Suche nach der geflüchteten Blue macht. Etwa ab der Hälfte des Buches wird dann zeitgleich nochmal aus der Sicht der Vampire in der Forschungsstation erzählt, so dass man Zusammenhänge besser versteht, die sich im ersten Teil noch gar nicht offenbaren. Am Ende laufen alle Handlungsfäden zusammenund alle Ereignisse ergeben einen Sinn Ich muss zugeben, dass mir die Erzählung aus Vampirsicht wesentlich besser gefallen hat, denn sie ist einfach viel spannender, als Red´s Geschichte. Zwar kann man Red durchaus in sein Herz schließen, denn er würde alles tun, um Blue zu finden und lernt dabei seine eigenen Grenzen kennen und überschreiten, doch meiner Meinung nach sind die Vampire einfach die viel interessanteren Charaktere. Nichts ist wirklich, wie es anfangs scheint. Ganz besonders Kris verfolgt seine eigenen Ziele und ist anfangs ziemlich geheimnisvoll und undurchsichtig. Leider erfährt man recht wenig von Blue, doch ich vermute mal, dass man im zweiten Band "Die Blutgabe - Unberührbar", welcher im Mai diesen Jahres erschienen ist, mehr über sie und ihre Flucht erfahren wird.
Fazit:
Ein absolut lesenswerter, etwas anderer dystopischer Vampirroman, der definitiv Lust auf den zweiten Band macht.
Ich vergebe 5 von 5 Punkten!