Samstag, 14. Juli 2012

Geburtstagsgewinnspiel Leser fragen - Autoren antworten: Ulrike Bliefert


Vor ein paar Stunden sind die Fragen und Antworten von Mara Laue online gegangen und schon habe ich die nächste Autorin, die euch Rede und Antwort stehen wird. Dieses Mal dürfen wir Ulrike Bliefert Fragen stellen und ich hoffe, ihr nehmt wieder zahlreich teil. Erstmal möchte ich euch jedoch die Autorin und ihre Bücher vorstellen

Ulrike Bliefert, Jahrgang 1951, ist den Fernsehzuschauern u.a. als Darstellerin der Maximiliane in der Verfilmung von Christine Brückners Jauche und Levkojen / Nirgendwo ist Poenichen und als Ulla in der Comedyserie Das Amt bekannt. Sie schreibt zudem erfolgreich Drehbücher. Ulrike Bliefert ist mit einem Schauspielkollegen verheiratet, hat eine Tochter und lebt in Berlin. Lügenengel ist ihr erstes Jugendbuch.

Quelle Bild und Text: http://www.arena-verlag.de/helden/ulrike-bliefert

Neben einigen Kurzkrimis hat Ulrike Bliefert, bisher diese Bücher veröffentlicht (Bilder sind verlinkt):



Und dieses Buch könnt ihr von Ulrike Bliefert signiert gewinnen:

Ulrike Bliefert - Eisrosensommer
Pia, Richterin an einem Schülergericht, verliebt sich unsterblich in einen der Delinquenten - den charismatischen Jonas. Opfer einer Verleumdung sei er, behauptet Jonas, und Pia will ihm nur allzugern glauben. Doch es häufen sich unerklärliche, äußerst beunruhigende Vorfälle. Nach einem verheerenden Unfall beschleicht Pia ein furchtbarer Verdacht: Ist Jonas doch nicht so unschuldig, wie er behauptet? Was sie nicht ahnt: Je näher sie der schrecklichen Wahrheit kommt, desto mehr gerät sie selbst in tödliche Gefahr.

Auch diesmal könnt ihr ganz einfach gewinnen, indem ihr Ulrike Bliefert eure Fragen hier als Kommentar stellt. Was möchtet ihr über die Autorin und ihre Werke wissen? Zeit eure Fragen zu stellen, habt ihr bis Dienstag, den 17. Juli. Auch dieses Mal bin ich wieder sehr gespannt auf eure Fragen. Alles, was ihr über das Gewinnspiel und die Endpreise wissen müsst, könnt ihr nochmal in diesem Post nachlesen: Ankündigung: Geburtstagsgewinnspiel Leser fragen - Autoren antworten

Leser fragen - Mara Laue antwortet !


Die liebe Frau Laue war wirklich ganz besonders schnell und hat schon heute Nacht alle eure Fragen in den Kommentaren beantwortet, doch natürlich möchte ich auch für sie einen extra Post aufmachen, in dem ich nochmal alle Fragen und Antworten für euch aufliste.
Liebe Frau Laue, ich bedanke mich ganz herzlich bei Ihnen, für die Zeit, die Sie sich für uns genommen haben und für die ausführliche Beantwortung aller Fragen.
Los geht es mit dem kleinen Interview und am Schluß gebe ich wieder den Gewinner des signierten Exemplars von "Smaragdjungfer" bekannt.

Mara Laue
Liebe Leserinnen und Bücherfreundinnen,
ich bedanke mich bei Ihnen allen ganz herzlich für Ihr Interesse an meiner Arbeit. Ich habe mich darüber sehr gefreut und beantworte mit gleicher Freude alle Ihre Fragen. Sollten sich aus den Antworten weitere Fragen ergeben, beantworte ich im Anschluss auch die.

netty
Wie schafft man es, Bücher in so vielen unterschiedlichen Genres zu schreiben?
Mara Laue
Da ich zu den Autoren gehöre, die grundsätzlich das schreiben, was sie selbst gern lesen, und mein Leseinteresse sich auf entsprechend viele Genres verteilt, ist das für mich kein Problem. Denn abgesehen von dem jeweils zum Genre passenden Thema, ist das Handwerk des Schreibens, sind die angewandten Techniken, um einen Plot aufzubauen, Spannung zu erzeugen, Figuren zu charakterisieren usw. immer dieselben und vom Genre völlig unabhängig. Außerdem macht es mir sehr viel Spaß, mich in allen möglichen Genres „auszutoben“. Das Genre, das mir gegenwärtig am besten gefällt, ist der Okkult-Krimi. (Früher waren es Western- und Science-Fiction-Romane.)

Janika
Wie klappt das Arbeiten mit so vielen unterschiedlichen Verlagen?
Mara Laue
Hervorragend. Da wir alle Profis sind, gehen wir entsprechend miteinander um. Natürlich gibt es auch bei Kontakten mit Verlagen Leute, mit denen man besser oder weniger gut auskommt als mit anderen. Mit einigen Verlegern/Lektoren duze ich mich inzwischen und habe intensiveren Kontakt, bei anderen „hören“ wir nur voneinander, wenn ich das nächste Manuskript abliefere oder sich zwischendurch Fragen ergeben bzw. Lesungstermine abgesprochen werden. Bisher hatte ich nur einen einzigen Fall, in dem die „Chemie“ nicht stimmte. Mit diesem Verlag habe ich nicht noch einmal zusammengearbeitet.

Janika
Was sagen die Verlage dazu, dass Sie auch "für die Konkurrenz" schreiben? Gibt es da Probleme?
Mara Laue
Ich drücke es mal ganz ungeschminkt aus: Da ich freie Autorin und bei keinem Verlag angestellt bin, geht es keinen etwas an, ob und dass ich noch mit „Konkurrenten“ zusammenarbeite. Es interessiert die Verlage auch nicht. Dass ich in verschiedenen Verlagen veröffentlichen muss, ergibt sich allein schon aus den verschiedenen Genres, in denen ich schreibe. Fast kein Verlag veröffentlicht alle Genres. Selbst innerhalb desselben Genres, z. B. Krimis, haben sich einzelne Verlage auf Nischen spezialisiert. Ein Verlag veröffentlicht ausschließlich in Deutschland spielenden Regionalkrimis (Sutton), ein anderer ausschließlich solche, die Großbritannien angesiedelt sind (Goldfinch). Ein anderer (mit dem ich ab nächstem Jahr zusammenarbeite) nimmt nur „Genusskrimis“ ins Programm (das sind Krimis, in denen es in irgendeiner Form um kulinarische Genüsse geht).
Dazu kommt noch, dass nicht jedes Exposé, das ich einreiche, jedem Verlag gefällt. Was der eine ablehnt, ist deswegen nicht schlecht. Also reiche ich es anderen Verlagen ein, in deren Programm es passt. Bisher hat sich immer einer gefunden, der genau auf das, was ich anbiete, „gewartet“ hat.

Janika
Wie kriegen Sie Ihre verschiedenen Abgabetermine koordiniert?
Mara Laue
Mit einem Arbeitsplan, der aus einer Excel-Tabelle besteht, die für jedes Projekt 4 Spalten hat. In der 1. Spalte steht das fortlaufende Datum bis zum Termin, in der 2. die Seitenzahl, die ich bis ca. 4 Wochen vor dem Abgabetermin noch zu schreiben habe. Da die Verlage fast immer die Länge des Manuskripts vorgeben, weiß ich das im Voraus ziemlich genau und gebe noch 30 Seiten als maximale Karenz hinzu. In der 3. Spalte trage ich absteigend die Zahl der Tage ein, die bis zur 4. Woche vorm Termin noch bleiben. In der 4. Spalte rechnet Excel aus Seitenzahl und verbleibenden Tagen aus, wie viele Seiten ich theoretisch jeden Tag an einem Manuskript schreiben müsste, um die Deadline einhalten zu können. Wenn diese Zahl 2,5 erreicht hat, sollte ich langsam anfangen, an dem Manuskript zu arbeiten.
Hört sich vielleicht kompliziert an, ist es aber nicht. Da ich immer noch 1 – 2 Wochen Zeit für unvorhergesehene Zwischenfälle einplane (plus 1 Woche „Ruhe“ für das MS und 1 Woche für die Überarbeitung/Korrektur, bei längeren Werken auch 2 Wochen), klappt es perfekt. Ohne diesen Arbeitsplan würde ich bei den vielen Projekten, die ich jedes Jahr abarbeite, komplett den Überblick verlieren. ;-)

schlumeline
Was macht den entscheidenden Unterschied zwischen dem Schreiben eines Theaterstücks und dem eines Buches aus? Geht man da ganz unterschiedlich an Protagonisten und Charaktere heran?
Mara Laue
Es gibt 3 entscheidende Unterschiede.
1. Ein Theaterstück besteht ausschließlich aus Dialogen und einigen sehr knappen Regieanweisungen. Beispiel: „Ort: Ein heruntergekommenes Hotelzimmer. Im Off ist Musik zu hören.“ Dem Regisseur bleibt es nun überlassen, wie er das heruntergekommene Hotelzimmer einrichten und welche Musik er im Hintergrund spielen lassen will.
2. Alles, was ich im Roman beschreiben muss, sieht der Zuschauer auf der Bühne, als wenn er einen Film anschaut, also muss ich es im Textbuch nicht schreiben. (Bei der Endfassung eines Drehbuches ist das wieder viel ausführlicher.) Beispiel:

KALLE: (wühlt in der Schreibtischschublade) „Verdammt, der Brief muss doch hier irgendwo sein!“
GERD: (geht hinter seinem Rücken zu Lena und reicht ihr den Brief) „Bestimmt ist der ganz nach hinten gerutscht.“
LENA: (steckt den Brief hastig ein) „Vielleicht hast du ihn gar nicht in die Schublade gelegt, Kalle?“

Auf der Bühne sieht der Zuschauer, wie Kalle wühlt, Gerd den Brief überreicht und Lena ihn einsteckt. Im Roman muss ich das dem Leser beschreiben:
Kalle wühlte so hektisch in der Schublade, dass ein paar Briefe herausfielen. Einer landete im Papierkorb. „Verdammt, der Brief muss doch hier irgendwo sein!“ Ein Schlüsselbund fiel klirrend zu Boden. Kalle hob es auf, warf es auf den Tisch und wühlte weiter. Gerd ging zu Lena, wobei er Kalle nicht aus den Augen ließ. Er reichte ihr den Brief. „Bestimmt ist der ganz nach hinten gerutscht.“ Lena schnappte ihn mit einem erschrockenen Gesichtsausdruck und schob ihn in Ermangelung eines anderen Verstecks hastig unter ihren Pullover. „Vielleicht hast du ihn gar nicht in die Schublade gelegt, Kalle?“

Im Theaterstück bleibt die Darstellung dieser Details dem Regisseur und den Schauspielern überlassen. Darum sind sie im Textbuch überflüssig.

3. Im Theaterstück kann ich die Figuren nur durch ihre Dialoge charakterisieren. Im Roman kann ich dem Leser durch innere Monologe und Reflektionen beschreiben, was für ein Mensch der Protagonist ist, oder dadurch, wie andere ihn sehen. Im Theaterstück müssen die Schauspieler das, was an Charakter durch die Dialoge vermittelt wird, durch ihre Gestik, Mimik und den Tonfall ihrer Stimme darstellen. Natürlich kann ich auch einen Monolog einbauen, der dem Zuschauer diese Informationen liefert, aber Monologe passen für die meisten modernen Theaterstücke nicht.
Und ja, die Charakterisierung der Personen läuft für ein Theaterstück entsprechend anders ab als im Roman.

Aus all dem folgt, dass ein Roman erheblich mehr Text enthält als ein Theaterstück, das sich in der Regel auch in der Hälfte der Zeit schreiben lässt.
Es ist übrigens ein ganz tolles Gefühl zu sehen, wie die Figuren, die man sich ausgedacht hat, auf der Bühne zum Leben erwachen und zu realen Menschen werden.

EveDeFun
Schreiben Sie regelmäßig oder nur dann wenn Sie eine Idee/Vorstellung haben?
Mara Laue
Da ich Berufsautorin bin und vom Schreiben lebe, kann ich es mir nicht leisten, nur dann zu schreiben, wenn mich die Muse küsst (tut sie aber recht häufig), denn ich habe feste Abgabetermine, die ich einhalten muss. Deshalb muss ich jeden Tag ein gewisses Pensum schreiben, ob ich Lust habe oder keine (kommt extrem selten vor), ob ich eine Idee habe oder nicht (kommt noch seltener vor) und auch dann, wenn ich mal keine Vorstellung davon habe, wie die Szene weitergehen soll.
Wie man schreiben kann, ohne eine Idee zu haben? Da ich als Profi das Handwerk beherrsche und die Regeln kenne, wie ein Plot aufgebaut wird, brauche ich nicht zwangsläufig eine Idee, um aus dieser handwerklichen Routine heraus die Handlung fortführen oder eine neue beginnen zu können. Die durch solche „Durchhänger“ möglicherweise entstandenen kruden Stellen werden später beim Überarbeiten des Romans ausgemerzt und glattgeschliffen.

Für alle, die interessiert, wie der Alltag von Berufsschriftstellern aussieht:
Ich arbeite jeden Tag 8 – 9 Stunden an 7 Tagen in der Woche und ca. 350 Tagen im Jahr. Selbst die „Urlaubs“reisen sind Arbeit, weil ich immer an solchen Orten Urlaub mache, in denen einer meiner nächsten Romane spielt und ich die dafür erforderliche Recherche mit dem Urlaub verbinde. In der täglichen Arbeitszeit ist natürlich auch die Recherche enthalten, wenn ich z. B. in einem Buch oder mehreren Büchern einen Sachverhalt nachlesen muss oder einen Fachmenschen interviewe (z. B. Kriminalbeamte). Dazu kommen Lesungen und die Reisen dorthin und das Unterrichten von Schreibkursen.
Das süße Schriftstellerleben, das darin besteht, nur dann zu schreiben, wenn man inspiriert ist, könnten sich nur Bestsellerautoren leisten oder solche, die das Schreiben neben ihrem „Brotberuf“ als Hobby betreiben. Ich schreibe jedes Jahr ca. 6 – 8 Romane und ungefähr 10 Heftromane. – Wie ich das schaffe: Da ich in meiner mannigfaltigen Berufslaufbahn auch mal Sekretärin war, schaffe ich 360 Anschläge in der Minute = ca. 1 Buchseite in 5 – 10 Minuten, bei längerem Nachdenken in 15 Minuten.

EveDeFun
Macht Ihnen das Schreiben nach all den Jahren immer noch so viel Spaß wie anfangs?
Mara Laue
Oh ja! Sogar noch viel mehr. Am Anfang habe ich nur „für die Schublade“ geschrieben, und zwar buchstäblich Tausende von Seiten (und anfangs per Hand), weil sich (noch) kein Verlag für meine Werke interessierte. Ich gebe zu, die ersten ca. 20 Romane waren aus meine heutigen Sicht gesehen grauenhaft. Teilweise gute Ideen, aber mangels Fitness in Bezug auf das Handwerkszeug schlecht umgesetzt. Nachdem sich die ersten und zunehmend mehr Veröffentlichungen (Kurzgeschichten, Gedichte, Romane viel später) einstellten und in dem Zug meine Texte von den Lesern auch gut bewertet wurden, spornten diese Erfolge mich immer mehr an. Schreiben ist meine große Leidenschaft. Ich habe so viele Ideen, dass ein Leben nicht ausreicht, sie alle umzusetzen. Selbst wenn ich wüsste, dass nie wieder eins meiner Werke veröffentlicht würde, dann würde ich trotzdem nicht aufhören zu schreiben. Frei nach Luther: „Hier sitze ich, ich kann nicht anders.“

Yvonne
Wie schreiben Sie? Ein Buch von vorne nach hinten durch oder kapitelweise, sodass es auch vorkommen kann, dass das Ende schon vor dem Anfang fertig ist?
Mara Laue
Ich bin „Puzzle-Schreiberin“. Das heißt, ich schreibe immer die Szene/n, die mir gerade in den Kopf kommen, und zwar unabhängig von ihrer Reihenfolge. Das kann bedeuten, dass ich einen Roman mit einer Szene mittendrin beginne oder mit dem Ende anfange oder mit dem Anfang. Manchmal ist es auch nur ein einziger Satz, der mir spontan einfällt, der irgendwo in den Text gehört, ich aber noch nicht genau weiß, an welcher Stelle. Ein Roman hat sogar sein „Leben“ als ein Sammelsurium von Einzelszenen begonnen, bei denen ich erst im Nachhinein einen Anfang entworfen und die Lücken = die Übergänge zwischen den einzelnen Szenen gefüllt habe. In diesem Punkt folge ich der Inspiration. Bin ich nicht inspiriert, schreibe ich vom Anfang an ab der Stelle weiter, an der ich zuletzt aufgehört hatte.
Wenn ich im umgekehrten Fall gerade mittendrin bin, mir aber eine tolle Idee für das Ende oder eine spätere Szene einfällt, schreibe ich erst mal die, bevor sich die gute Idee „verflüchtigt“ (passiert manchmal schon nach einer Minute!), und schreibe erst danach wieder am ursprünglichen Punkt weiter.

Yvonne
Wie würden Sie es einschätzen: Kann jeder schreiben lernen? Wie viel ist Talent und wie viel ist Handwerk?
Mara Laue
Der folgende Spruch wird Mark Twain zugeschrieben (je nach Quelle auch anderen Leuten): „Schreiben ist zu 10 % Inspiration und zu 90 % Transpiration (= Schwitzen = Arbeit).“ Aus eigener Erfahrung und jahrelanger Erfahrung im Unterrichten von Schreibkursen kann ich das bestätigen. Was ein (künftiger) Schriftsteller braucht, ist eine Idee, die sich von der Masse abhebt. Kreativität ist das Einzige, was man nicht erlernen, wohl aber trainieren kann, wenn man sie hat. Alles andere ist Handwerk. Und wer das Handwerk beherrscht und weiß, wie er einen Plot aufzubauen hat, der kann sich allein durch diese handwerkliche Routine funktionierende und gute Geschichten ausdenken, ohne großartige Ideen zu haben. Bis man allerdings so weit ist und diese Kniffe beherrscht, braucht es Jahre der Übung.
Konkret: Grundsätzlich kann jeder belletristisches Schreiben lernen. Ebenso wie jeder mit entsprechendem Training gut bis sehr gut lernen kann, Klavier zu spielen und davon als Beruf zu leben. Für die Virtuosität, die aus der Masse herausragende Leistung, braucht es aber das eine Quäntchen Talent. Dieses Quäntchen wiederum braucht ein solides handwerkliches Können und kontinuierliches Training, um bestmöglich entfaltet zu werden.
Das Wichtigste, das ich am Schreiben Interessierten mit auf den Weg gebe, ist: Lernen Sie unbedingt das Handwerk! Ohne das geht es nicht und bleiben Ihre Texte dilettantisch, auch wenn Sie selbst und Ihre wohlmeinenden Verwandten und Freunde sie für den künftigen Bestseller halten.
Schreiben, wenn man es ernsthaft betreiben will – egal ob als Hobby oder später als Beruf – ist harte Arbeit und ein Metier, das man, wenn man darin gut sein will, wie jeden Beruf und jedes Hobby erlernen muss. Wie bei allen anderen Fähigkeiten auch, kann man das nicht in ein paar Tagen oder Wochen oder Monaten lernen, sondern braucht es wie bei jeder fundierten Ausbildung mehrere Jahre. Bei kontinuierlicher Arbeit und Training vergehen mindestens zwei Jahre, bis man die Grundlagen (!) beherrscht. Im Durchschnitt dauert es danach noch mindestens 5 Jahre (laut Umfrage unter erfolgreichen Autoren), bis man seinen ersten druckfähigen Roman fabriziert hat.
Ganz wichtig ist natürlich auch, dass man niemals aufgibt und so lange schreibend am Ball bleibt, bis man sein Ziel eines Tages erreicht hat.

lesenundmehr
Wer ist ihr härtester Kritiker?
Mara Laue
Ich selbst. Auch wenn der Verlag ein Manuskript längst angenommen und gedruckt hat, finde ich immer noch etwas, das ich besser machen könnte, ändern möchte, umschreiben möchte. Also verlasse ich mich auf das „Urteil“ meiner Leserschaft, ob ich was Vernünftiges abgeliefert habe oder nicht.

lesenundmehr
Wie gehen Sie mit Kritiken um (egal ob positiv oder negativ)?
Mara Laue
Ich nehme sie als das, was sie ist: Die persönliche Meinung eines einzelnen Menschen, die – positiv oder negativ – nicht allgemeingültig ist. Aber natürlich freue ich mich über jede positive. ;-)
Wenn negative Kritik jedoch von meinen Lektoren kommt, setzte ich mich sehr intensiv damit auseinander und versuche, so viel wie möglich daraus zu lernen. Denn egal wie langen man im „Geschäft“ ist, man lernt nie aus.

lesenundmehr
Was inspiriert / hemmt Sie im Schreibprozess ?
Mara Laue
Was mich hemmt: Müdigkeit. Wenn ich mal wieder bis vier Uhr morgens gearbeitet habe und am folgenden Tag entsprechend müde bin, fällt mir das Arbeiten schwer, als wenn das Gehirn „Sand im Getriebe“ hätte. Das kommt aber nicht allzu oft vor.
Was mich inspiriert: Die grundsätzliche Lust am Schreiben, der Kuss der Muse und als zusätzliche Anregung ein guter Tee.
Falls die Frage darauf abzielt, woher ich die Ideen nehmen, zitiere ich Marie von Ebner-Eschenbach: „Bücken Sie sich, und heben Sie ihn (= den Stoff, die Ideen) auf, er wächst überall aus dem Boden. So strecken Sie die Hand aus, wenn Sie sich nicht bücken wollen, Stoffe fliegen zu Hunderten in der Luft herum.“ Besser lässt es sich nicht ausdrücken. Mich hat schon sehr viel inspiriert, von einem einzigen Wort, das ich zufällig irgendwo aufgeschnappt habe, Dinge, die ich gesehen habe (z. B. eine zerschlissene Couch), Bilder, Erlebnisse, Begegnungen mit Menschen, gehörte Musik – und recht oft kommen die Ideen wie aus dem Nichts angeflogen und bestehen nachdrücklich darauf, zu einer Story oder einem Roman zu werden. Gegenwärtig stehen bis Anfang 2015 einundzwanzig Romane und ca. 30 Heftromane in der „Warteschlange“ zum Abarbeiten – alles Ideen, die raus ins Leben wollen. ;-)

Ich bedanke mich für Ihre Fragen und hoffe, dass ich sie alle zur Ihrer Zufriedenheit beantwortet habe. Wenn nicht, fragen Sie einfach noch mal nach!

Und jetzt drücke ich die Daumen für die Verlosung!

Es grüßt Sie ganz herzlich
Mara Laue

Ich bin wirklich begeistert von den tollen Fragen und ausführlichen, sehr interessanten und lehrreichen Antworten. Eine, wie ich finde, wirklich faszinierende Autorin. Die Gewinnerin des signierten Buches, beneide ich ehrlich gesagt schon ein bisschen ;) Und die Glückliche Gewinnerin der signierten Ausgabe von "Smaragdjungfer" ist:

EveDeFun

Herzlichen Glückwunsch! Bitte schicke mir doch deine Adresse an anja.josua@freenet.de, damit ich diese an Frau Laue weiterleiten kann.

Vielen Dank fürs Mitmachen. Unser nächster Autor wird heute im Laufe des Tages ebenfalls gepostet, also seid gespannt, wer sich als nächstes euren Fragen stellt.

Freitag, 13. Juli 2012

Leser fragen - Mechthild Gläser antwortet !


Es ist soweit, die liebe Mechthild Gläser hat mir ihre Antworten zu euren wirklich tollen Fragen zugeschickt und ich möchte mich ganz herzlich bei Mechthild bedanken, dass sie wirklich jede Frage so ausführlich beantwortet hat. Auch dem Loewe Verlag möchte ich gerne danken, für den Kontakt und die Bereitstellung eines Exemplars von "Stadt aus Trug und Schatten", welches eine glückliche Gewinnerin bald signiert in Händen halten wird. Wer das ist, verrate ich ganz am Ende des Interviews, damit die Überraschung größer ist ;) Kommen wir nun zu euren Fragen und den dazu gehörigen Antworten:

Selina und passionfruit
Wie alt warst Du, als Du zum ersten Mal den Entschluss gefasst hast, Autorin zu werden? In welchem Alter hast Du Deine erste Geschichte geschrieben?
Mechthild
Zum allerersten Mal selbst etwas geschrieben habe ich im Alter von 14 Jahren. Obwohl ich schon immer sehr gerne und maßlos gelesen hatte, war das der Zeitpunkt, an dem ich begriff, dass Geschichten von echten, ganz normalen Menschen erfunden werden. Das klingt ein wenig blöd, aber so war es. Vorher hatte ich mir nie großartige Gedanken darum gemacht, woher all die Bücher kamen, die ich mir aus der Bücherei auslieh. Es war eine Lehrerin, die mich damals auf die Idee brachte und als erstes schrieb ich ein Theaterstück für die AG meiner Schule, an der ich damals teilnahm. Mit fünfzehn dann wagte ich mich das erste Mal an einen längeren Text, ein Märchen, das ich als Buch bezeichnete, obwohl es viel zu kurz dafür war.

Jenny
Hast Du vor „Stadt aus Trug und Schatten“ schon an anderen Büchern geschrieben?
Mechthild
Ja, natürlich. Nach dem gerade erwähnten Märchen schrieb ich mit 16 Jahren den ersten wirklichen Roman. Das war ein Fantasy-Jugendbuch, mit dem ich mich bei meiner heutigen Agentur bewarb und dort auch unter Vertrag genommen wurde. Veröffentlicht worden ist diese Geschichte jedoch (bisher) nicht. Danach folgten noch anderthalb weitere Romane und mehrere Exposés, bevor ich mit 23 Jahren dann die Idee zu „Stadt aus Trug und Schatten“ hatte.

Helmut Barz
Das Fantasy-Genre, dem ich Dein Buch zuordnen würde, führt in Deutschland (zumindest was deutsche Autoren betrifft) ein mitunter stiefmütterliches Dasein. Wieso hast Du Dich für dieses Genre entschieden und welche sind Deine Vorbilder?
Mechthild
Ich glaube, als Schreibanfänger trifft man die Entscheidung für ein Genre unbewusst, indem man zunächst einfach das schreibt, was man selbst gerne liest. Ich jedenfalls habe als Jugendliche selbst überwiegend Fantasy gelesen, Harry Potter zum Beispiel, aber auch die Unendliche Geschichte und Momo und vieles mehr. Irgendwann kam dabei wohl automatisch der Wunsch in mir auf, auch so etwas zu schaffen. Meine literarischen Vorbilder sind Michael Ende, Astrid Lindgren und Jane Austen.

Nina
Wann ist Dir die Idee zu „Stadt aus Trug und Schatten“ gekommen? Man hört ja immer wieder Dinge wie z.b.: Stephanie Mayer kam die Idee für Twilight nach einem ähnlichen Traum, den sie dann auch auf Papier brachte.
Mechthild
Die erste Idee kam mir gegen Ende des Jahres 2009, als ich gerade mein Ideen-Notizbuch durchforstete und überlegte, worum es in meinem nächsten Roman gehen sollte. Dabei stieß ich auf ein paar merkwürdige Gedanken, die ich irgendwann einmal dort hinein gekritzelt hatte, und die sich damit beschäftigten, was eigentlich mit dem menschlichen Bewusstsein geschieht, wenn wir schlafen. Manchmal wache ich nämlich auf, ohne mich an meine Träume erinnern zu können. Das erschien mir merkwürdig und ich begann mich zu fragen, was in solchen Nächten mit mir passierte und ob es nicht möglich wäre, ein weiteres Leben in einer anderen Welt zu führen, ohne etwas davon mitzubekommen. Obwohl Träume in „Stadt aus Trug und Schatten“ eine große Rolle spielen, waren also nicht sie es, die mich auf die Idee zum Buch machten, sondern vielmehr ihre Abwesenheit.

Liuna und amarylie
Wie lange hast Du an Deinem ersten Roman geschrieben? Wie lange saßt Du pro Tag oder Woche am PC/ Laptop deswegen? Wie lange dauerten die Recherchen?
Mechthild
Insgesamt habe ich etwa sieben Monate am Manuskript von „Stadt aus Trug und Schatten“ gearbeitet, wobei man dazu sagen muss, dass ich parallel dazu auch meinen Bachelor-Abschluss an der Uni machte und deshalb zwischendurch immer wieder Pausen für Prüfungen etc. einlegen musste. Deshalb kann ich auch nicht genau sagen, wie lange ich pro Tag oder Woche am Rechner saß. Das war immer sehr unterschiedlich. Mal brachte ich wochenlang kein einziges Wort zu Papier, dann wieder 30 Seiten innerhalb von zwei Tagen. Bevor ich mit dem eigentlichen Schreiben begonnen habe, gab es eine Phase von etwa zwei Monaten, in der ich recherchierte, um Plot, Charaktere und Welt zu entwickeln.

EveDeFun
Schreibst Du immer am Laptop oder auch handschriftlich?
Mechthild
Ich schreibe grundsätzlich am Laptop, weil ich viel zu faul wäre, alles noch einmal abzutippen ( Lediglich Ideen sammle ich handschriftlich in einem kleinen Notizbuch, das ich immer bei mir trage.

EveDeFun
Hast Du Dein Buch geplant, z.B. mit einem Expose, oder einfach drauf los geschrieben?
Mechthild
Bevor ich mit dem Schreiben anfange, brauche ich immer einen detaillierten Plan, der mir den Verlauf der Geschichte bis in die einzelnen Kapitel und Szenen hinein zeigt. Das hat bei mir zwei Gründe: Erstens nimmt mir dieser Plan die Angst vor dem berühmten weißen Blatt, denn durch ihn weiß ich, dass ich die Geschichte nicht ruinieren kann, wenn ich die nächsten drei Seiten schreibe. Statt jeden Tag aufs Neue überlegen zu müssen, wie es jetzt weiter gehen könnte, hangele ich mich Szene für Szene an meinem Konzept entlang. Zweitens spielt auch meine bereits erwähnte Faulheit eine Rolle. Denn, wenn ich einen Kapitelplan habe, sehe ich schon vor dem Schreiben, wo zum Beispiel etwas noch nicht ganz rund ist oder der Spannungsbogen durchhängt, sodass ich dort sofort eingreifen kann. Dadurch erspare ich mir eine umfangreiche Überarbeitung am Ende und kann außerdem neue Ideen, die mir während des Schreibens kommen, gleich sinnvoll einbetten.

Selina und amarylie
Sind die Charaktere komplett frei erfunden oder ähneln sie in gewisser Hinsicht bestimmten Personen, wie z.B. Freunden oder Bekannten? Identifizierst Du Dich selber mit der Protagonistin?
Mechthild
Was ich definitiv nicht mache, ist Leute, die ich kenne, in meine Bücher hineinzuschreiben. Allerdings glaube ich, dass das „freie Erfinden“ von Charakteren auch nicht wirklich möglich ist, weil dabei sicherlich sehr vieles unterbewusst geschieht. Als Autorin kann ich schließlich nur über Dinge schreiben, die ich mir aufgrund meines Erfahrungshorizontes ausdenke. Bei Welten wie Figuren spielen dabei meine persönlichen Erlebnisse eine große Rolle, auch, wenn mir das beim Schreiben überhaupt nicht so vorkommen mag. Alle meine Figuren haben wohl irgendwo auch ein bisschen etwas von mir selbst mitbekommen. Und wenn es nur die Art zu gestikulieren ist. Mit Flora kann ich mich deshalb schon identifizieren. Allerdings ist sie zum Beispiel sehr viel mutiger und auch sonst ganz anders als ich.

passionfruit
Hast Du einen Lieblingsschreibort ?
Mechthild
Am liebsten habe ich früher auf der Couch oder draußen in der Sonne geschrieben. Allerdings sind das nicht die Orte, an denen ich dies am besten tun kann. Es hat sich herausgestellt, dass ich am produktivsten bin, wenn ich in einer Bibliothek sitze oder sonst irgendwo, wo ich nichts anderes tun kann, als zu schreiben. Ideal ist wohl ein fensterloser Raum mit einem harten Stuhl, einem Tisch und einem Laptop ohne Internetzugang (

amarylie
Hast Du eine Muse? Wenn ja, wer oder was ist es?
Mechthild
Eine richtige Muse habe ich nicht. Vielen Autoren hilft es ja, beim Schreiben Musik zu hören. Bei mir wirkt sich das allerdings eher kontraproduktiv aus, weil mich Musik meistens mehr stört als beflügelt, wenn ich gerade an einer Geschichte sitze. Ganz selten höre ich mir mal einen Soundtrack oder Ähnliches an, um mich in die richtige Stimmung für eine Szene zu bringen. Sobald ich dann aber mit dem Tippen anfange, herrscht wieder Stille. Die besten Ideen habe ich übrigens unter der Dusche, während S-Bahn-Fahrten oder wenn ich ganz in Ruhe eine Tasse Tee trinke.

amarylie
Saßt Du oft alleine in einem Zimmer ohne jegliche Kommunikation mit der Außenwelt? Wenn ja, wie fühlte es sich an? Ist das Arbeiten als Autorin eigentlich ein wenig einsam?
Mechthild
Mhm, das ist eine schwierige Frage. Natürlich sitze ich sehr, sehr oft allein vor meinem Rechner. Trotzdem fühle ich mich dabei nicht einsam, denn ich tauche ja in meine Geschichten ein und habe all meine Figuren um mich.

amarylie
Hast Du das Werk vor dem Einsenden an den Verlag, einem Freund oder einer Freundin gegeben, damit die Person es sich durchlesen kann, um bessere Vorschläge zu erhalten?
Mechthild
Ja. Zuerst hat eine gute Freundin von mir den Text gelesen und mir ein Feedback gegeben. Danach habe ich es an meine Agentin geschickt, deren Anmerkungen immer sehr hilfreich für mich sind. Grundsätzlich finde ich es übrigens überhaupt nicht schlimm, eine Geschichte zu überarbeiten, ob nun mit meiner Agentin oder der Verlagslektorin. Denn ich möchte ja das Bestmögliche aus meinem Text herausholen.

Jenny, his + her books und Liuna
Mich würde auch interessieren, ob das Manuskript gleich angenommen wurde oder wie viele Manuskripte verschickt wurden, bis es geklappt hat. Hat es lange gedauert bis Dein Roman „Stadt aus Trug und Schatten“ angenommen und veröffentlicht wurde? Oder hat es gleich beim Loewe Verlag geklappt?
Mechthild
Wie ich weiter oben schon geschrieben habe, ist „Stadt aus Trug und Schatten“ nicht mein erster Roman. Vorher habe ich schon etwa zweieinhalb Geschichten dieser Länge geschrieben, die nirgendwo veröffentlicht wurden. „Stadt aus Trug und Schatten“ hat meine Agentin im Oktober 2010 mit zur Frankfurter Buchmesse genommen und dort verschiedenen Verlagen vorgestellt. Mehr als zehn meldeten daraufhin ihr Interesse daran an und erhielten deshalb das Gesamtmanuskript. Im Januar 2011 bot mir der Loewe Verlag dann die Verträge für diesen und die beiden Folgebände an. Wenn man meinen Werdegang insgesamt betrachtet, hat es von der Idee, Schriftstellerin zu werden bis zum fertigen Buch im Laden ganze zehn Jahre gedauert, von denen ich fast acht bei meiner Agentur unter Vertrag war und dennoch einen ganzen Haufen Absagen kassierte.

MacBaylie
Mich interessiert immer, wie ein Werk in der Entstehungsphase heißt. Wie war der Arbeitstitel von "Stadt aus Trug und Schatten"? Und durftest Du den Namen selber wählen. Gab es vielleicht verschiedene Vorschläge?
Mechthild
Während ich an der Rohfassung arbeitete, hieß das Manuskript schlicht „Seelenwanderer“. Allerdings war das für mich von Anfang an kein richtiger Titel. Als es dann darum ging, einen solchen zu finden, machte ich meiner Lektorin verschiedene Vorschläge, die in eine ähnliche Richtung gingen wie der endgültige Titel. Meine Lektorin bastelte daraus die Titel für die drei Bände der Trilogie, die ich wunderschön finde, vor allem in Kombination. Leider darf ich diesbezüglich aber noch nichts weiter verraten.

Jenny und Buchrücken
Hast Du selbst auch Einfluss auf das Cover deines Buches gehabt?
Mechthild
Nein. Als Autorin bin ich für den Inhalt meines Buches verantwortlich, der Verlag kümmert sich um das Marketing und damit auch um die „Verpackung“. Da ich keine Ahnung davon habe, wie ein Buch aussehen muss, damit Leser es im Laden in die Hand nehmen und natürlich auch das Genre der Geschichte gleich vermittelt wird, ist das auch gut so, finde ich. Das Cover von „Stadt aus Trug und Schatten“ stammt von Philip Janta, der auch die weiteren Titelbilder zeichnet. Mir gefällt daran besonders die Schrift, die sich auch im Innern des Buchs bei den Kapitelanfängen wiederfinden lässt. Außerdem mag ich die Schlichtheit, ein zu romantisches Cover hätte meiner Meinung nach nicht so gut zu meiner „Schattenstadt“ gepasst.

amarylie
Wie fühlte es sich an, das Buch endlich in der Hand halten zu dürfen? Hast Du daraufhin einige Deiner Bücher an Verwandten geschenkt?
Mechthild
Das erste eigene Buch in den Händen zu halten ist unglaublich. Vor allem, wenn man wie ich so viele Jahre lang davon geträumt hat. Als das erste Exemplar bei mir ankam, konnte ich gar nicht aufhören, über den Umschlag zu streicheln. Ich habe es mit mir herumgetragen und untere Freunden und Familie herumgezeigt. Einige Wochen später kam dann eine Kiste mit den Belegen bei mir an, von denen ich natürlich auch einige verschenkt habe.

Jenny
Was sagen Deine Familie und Freunde zu deinem Buch?
Mechthild
Die Rückmeldungen von Leuten, die mich kennen, waren bisher sehr positiv. Allerdings sind meine Freunde und meine Familie vermutlich ein ganz klein wenig voreingenommen, was das betrifft, denke ich ;-) In meinem Umfeld freut man sich vor allem riesig für mich, weil es mit dem Veröffentlichen nun endlich geklappt hat.

netty
Hat ein Buch, was Du geschrieben hast, eine ganz bestimmte Bedeutung? Wenn ja Warum???
Mechthild
Ich glaube, jede Geschichte ist für denjenigen, der sie schreibt, ein bisschen wie ein Kind. Etwas Ureigenes, das man von der ersten Idee bis zum fertigen Buch wachsen sieht und in das man sehr viel Zeit, Mühe und Liebe investiert.

Buchrücken
Wirst Du als Autorin auf der Straße von Leuten erkannt?
Mechthild
Nein. Schriftsteller brauchen sich, anders als Schauspieler oder Sänger etc., über so etwas keine Gedanken machen. Selbst Bestsellerautoren werden nur selten erkannt, weil die Leute zwar die Bücher, aber kaum einmal die Gesichter der Leute kennen, die dahinter stehen. Mir ist es bisher einmal passiert, dass mich ein Fremder angesprochen hat. Allerdings stand ich da auch gerade neben einem Plakat für eine meiner Lesungen, auf dem mein Kopf in Lebensgröße abgebildet war…

Buchrücken
Was hältst Du von der Idee, dass Dein Buch "Stadt aus Trug und Schatten" verfilmt wird ? Gibt es bestimmte Schauspieler, die zu den Charakteren passen könnten?
Mechthild
Die Idee finde ich spannend, obwohl ich auch ein bisschen Angst davor hätte, wie filmische Interpretation der Geschichte ausfallen würde. Erzählt mit einem anderen Medium wäre das Ganze bestimmt ein wenig anders, was allerdings nicht unbedingt schlecht sein müsste. Generell ist es aber momentan ziemlich unwahrscheinlich, dass „Stadt aus Trug und Schatten“ verfilmt wird. Gerade Fantasyproduktionen sind unglaublich teuer. Mit der Wahl der Schauspieler tue ich mich ein wenig schwer. Bis jetzt habe ich noch keinen gefunden, der meiner Vorstellung von Flora und Marian entspricht. Hättet Ihr diesbezüglich Vorschläge?

Jenny
Ich habe gehört Du schreibst gerade an Band 2. Wie weit bist Du denn schon, gibt es einen Termin wann das Buch in etwa fertig sein wird?
Mechthild
Band II ist schon seit einigen Wochen fertig geschrieben und liegt momentan bei meiner Lektorin im Verlag. Es dauert ja immer eine ganze Weile, bis aus so einem Manuskript ein fertiges Buch wird, weshalb der voraussichtliche Erscheinungstermin leider erst im Januar ist.

Nini
Hast Du Dich auf das Genre Fantasy, das mit deutschen Autoren aktuell stark im Kommen ist, wie mir dieses Jahr scheint, für Dich festgelegt, oder könnte es sein, dass Dein nächstes Buch z. B. ein Krimi wird? Was macht für Dich das Besondere am Fantasy-Buch aus?
Mechthild
Bisher hatte ich überwiegend Ideen zu Fantasy-Geschichten. Ich liebe es einfach, meine ganz eigenen Welten zu erfinden und meine Kreativität voll auszuleben. Deshalb schätze ich das Genre sehr, denn es setzt meinem Erfindungsdrang keine Grenzen. Geschichten, die in eine andere Richtung gehen, könnte ich mir aber durchaus auch vorstellen. Mal sehen, was ich in den nächsten Jahren so fabrizieren werde.

Jenny
Was würdest Du Leuten raten, die selbst versuchen ein Buch zu schreiben?
Mechthild
Das Allerwichtigste ist, es auch zu tun. Das klingt banal, erscheint mir aber essentiell. Viele Leute träumen davon, Schriftsteller zu sein, und träumen ist ja auch schön und gut. Es beflügelt uns. Doch das einzige, was einen diesem Traum näher bringt, ist sich hinzusetzen und auch tatsächlich Geschichten zu erzählen. Eine Weile lang, so etwa zwischen meinem 18. und meinem 21. Lebensjahr, habe ich kaum etwas geschrieben, obwohl ich es immer wollte. In dieser Zeit habe ich mir sehr erfolgreich eingeredet, keine Zeit zum Schreiben zu haben, weil mich Führerschein, Abitur, Studium, Nebenjob usw. davon abhalten würden. Irgendwann erkannte ich allerdings, dass das nicht stimmt und meine Zeit wohl immer knapp bemessen sein würde. Das war der Punkt, an dem ich begann, trotzdem zu schreiben.

Wirklich ein spannendes Interview ist aus euren Fragen geworden. Ich freue mich wirklich, dass ihr euch so tolle Fragen habt einfallen lassen. Jetzt seid ihr sicher neugierig, wer denn nun das signierte Buch gewonnen hat... Die Gewinnerin ist

netty

Herzlichen Glückwunsch. Das Buch schickt dir Mechthild persönlich zu.

Ich würde mich sehr freuen, wenn noch ein paar von euch bei dem aktuellen Interview von Mara Laue mitmachen würden, denn sie ist - wie ich finde - ebenfalls eine wirklich interessante Autorin. Nur noch heute habt ihr Zeit dafür. Hier geht es lang: Mara Laue

Donnerstag, 12. Juli 2012

Rezension: Kerstin Schoene und Nina Grunetsreiner - Lullemu, wer bist DU?

Kerstin Schoene und Nina Gunetsreiner - Lullemu, wer bist DU? Eine Geschichte vom Freundefinden

Coppenrath
38 Seiten
Erscheinungsdatum: Juni 2012
ISBN: 978-3649612476


Über die Autorinnen:
Kerstin Schoene, geboren 1981, studierte Kommunikationsdesign an der Bergischen Universität Wuppertal. Schwerpunkt ihres Studiums war Illustration bei Wolf Erlbruch. Seit ihrem erfolgreichen Abschluss arbeitet sie selbstständig als Illustratorin und Grafikdesignerin. Sie lebt in Haan in der Nähe von Düsseldorf.
Nina Gunetsreiner,1980 geboren in Leverkusen, 2009 Diplom Kommunikationsdesign an der Bergischen Universität Wuppertal mit dem Schwerpunkt Illustration bei Wolf Erlbruch.Lebt und arbeitet in Wuppertal

Inhalt:
Lullemu hat ganz viele Spielsachen. Nur einen Freund hat er nicht. Also macht er sich auf die Suche und stellt fest, dass Freundefinden gar nicht so leicht ist.

Meine Meinung:
Lullemu ist ein kleiner, süßer Hund, der unbedingt einen Freund finden möchte. Auf seiner Suche trifft er auf die unterschiedlichsten Tiere, die er alle fragt, ob sie nicht sein Freund sein wollen. Doch jedes Tier möchte nur dann mit ihm befreundet sein, wenn Lullemu bestimmte Merkmale hat, die dieses Tier selbst hat (zb. der Hahn verlangt ein prächtiges Federkleid, der Hirsch ein starkes Geweih usw.). Natürlich kann Lullemu mit all dem gar nicht dienen. Und dann trifft er auf Mullewu...
Das allererste, was auffällt, wenn man das Buch öffnet, ist die wunderbare Gestaltung. Ich muss wirklich sagen, dass ich selten ein schöner bebildertes Kinderbuch gesehen habe (und wir haben wirklich so einiges im Regal stehen). Auch die Geschichte an sich finde ich wunderbar und so wertvoll, nicht nur für Kinder. Auch so mancher Erwachsene könnte sich davon doch nochmal inspirieren lassen. Hier lernen Kinder, dass man sich gar nicht verstellen muss, um einen echten Freund zu finden. Man muss genau der sein, der man eben ist: man selbst. Und das zu lernen und zu verstehen, finde ich unheimlich wichtig für Kinder. Deshalb wird dieses Buch ganz sicher noch so manches Mal vorgelesen und angeschaut.
Ich vergebe 5 von 5 Punkten!

Dienstag, 10. Juli 2012

Geburtstagsgewinnspiel Leser fragen - Autoren antworten: Mara Laue


Als erstes möchte ich mich bei euch für die lieben Geburtstagsgrüße bedanken. Darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut. Die erste Runde ist inzwischen um, die Fragen habe ich schon an Mechthild geschickt und bin sehr auf ihre Antworten gespannt. Ich bin wirklich begeistert, was für tolle Fragen dabei herausgekommen sind und freue mich sehr, dass ihr euch so toll daran beteiligt habt. Den Gewinner werde ich bekanntgeben, sobald Mechthild mir die Antworten geschickt hat, habt aber bitte Verständnis dafür, dass das ein wenig dauern kann. Kommen wir jetzt aber zu unserer nächsten Autorin: Mara Laue.

Mara Laue (Jahrgang 1958), begann im Alter von zwölf Jahren mit dem Schreiben. Auf erste Veröffentlichungen in Schülerzeitungen folgten ab 1980 Fantasy- und Science-Fiction-Storys, Kriminal- und andere Kurzgeschichten und Gedichte in Anthologien und Fanzines sowie verschiedene Sachartikel zu diversen Themen. Im Jahr 1999 wurde ihr erstes (inzwischen vergriffenes Lyrik-)Buch veröffentlicht. Seit 2005 arbeitet sie als Berufsschriftstellerin und schreibt hauptsächlich Krimi/Thriller, Science Fiction, Okkult-Krimis, Dark Romance, Fantasy und Lyrik. Sie ist Mitautorin der Science-Fiction-Serie "Sternenfaust" des Bastei-Verlages und arbeitet seit 2008 als Co-Autorin an der SF-Serie "Rex Corda" des Mohlberg-Verlages mit. Ebenfalls seit 2008 gehören auch Theaterstücke zu ihrem Repertoire. Sie hat zwei eigene Okkult-Krimi-Serien beim Online-Magazin "Geisterspiegel": "Sukkubus" (2008-2012), die ab 2013 mit dem zweiten Zyklus als Buchserie im Verlag Torsten Low fortgesetzt wird, und "Schattenwolf" ab Herbst 2012. Mara Laue ist Mitglied der “Mörderischen Schwestern – Vereinigung deutschsprachiger Krimiautorinnen” und im “Syndikat – Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur”. Nebenbei unterrichtet sie kreatives Schreiben in Workshops und Fernkursen und schreibt als Ghost- writerin Biografien und Firmenchroniken. Wenn ihr das Schreiben die Zeit dazu lässt, arbeitet sie im Nebenberuf als Künstlerin und Fotokünstlerin und hat gegenwärtig eine Ausstellung pro Jahr
Quelle: http://www.mara-laue.homepage.t-online.de/index.htm

Sehr faszinierend finde ich persönlich ja, dass Frau Laue sich in nicht nur auf ein Genre spezialisiert hat, sondern ganz unterschiedliche Bücher veröffentlicht hat. Hier mal ein kleiner Überblick (Bilder sind verlinkt):

Krimis/Thriller:


Okkult-Krimis


Dark Romance


Science Fiction


Fantasy


Wahnsinnig vielseitig, findet ihr nicht auch? Zu gewinnen gibt es dieses Mal für euch ein signiertes Exemplar von "Smaragdjunger":

Mara Laue - Smaragdjungfer
Kriminalkommissarin Paula Rauwolf hat einiges hinter sich. Und ihr neuer, strafversetzter Partner Lukas Rambacher ist auch kein Quell der Freude. Wenigstens ist ihr neuer Fall ziemlich eindeutig. Mit blutigen Händen neben der Leiche, da wird auch der trickreichste Rechtsverdreher diesem Jerome Kastor nicht helfen können.
Aber das ist gar nicht nötig. Mangel an Indizien, ermitteln Sie in eine andere Richtung! Ist der Staatsanwalt verrückt geworden? Wer hält seine schützende Hand über Kastor? Das wird Paula herausfinden, das muss sie herausfinden, ob es ihrem Chef und Lukas nun passt oder nicht.
Als sie eine Verbindung zwischen Kastor und dem mächtigen Reeder Witold Graf entdeckt, scheint alles klar. Über Graf gibt es ja schon lange Gerüchte, andererseits ist er mit den Spitzen von Politik und Gesellschaft auf Du und Du. Und als die Ermittler Graf und Kastor zu nahe kommen, gerät alles außer Kontrolle.

Ihr möchtet gerne dieses Buch als signiertes Exemplar gewinnen? Dann ran an die Tasten und stellt in den Kommentaren unter diesem Post eure Fragen. Was wollt ihr über Mara Laue und ihre Bücher wissen? Zeit, eure Fragen zu stellen, habt ihr bis zum Freitag, den 13. Ich bin wieder sehr gespannt auf eure Fragen. Hier könnt ihr nochmal alles über das Gewinnspiel und auch die Endpreise nachlesen: Ankündigung: Geburtstagsgewinnspiel Leser Fragen - Autoren antworten

Montag, 9. Juli 2012

Rezension: Elizabeth George - Whisper Island 1: Sturmwarnung

Elizabeth George - Whisper Island 1: Sturmwarnung

Egmont INK
448 Seiten
Erscheinungsdatum: 04. November 2011
ISBN: 978-3863960018


Über die Autorin:
Die Amerikanerin Elizabeth George hatte von Jugend an ein ausgeprägtes Faible für die britische Krimitradition. Psychologische Raffinesse, präziser Spannungsaufbau und ein unfehlbarer Sinn für Dramatik charakterisieren ihre Bücher. Ausgezeichnet mit dem Anthony Award, dem Agatha Award und dem Grand Prix de Litérature Policière. Die Autorin lebt in Huntington Beach/Kalifornien.

Inhalt:
Becca King hat eine Gabe, die gleichzeitig ein Fluch ist. Sie kann die Gedanken anderer Menschen hören. Sie umgeben sie wie ein ständiges Rauschen, dem sie nicht entrinnen kann. Jetzt ist Becca auf der Flucht, weil ihr Stiefvater ihre Fähigkeiten skrupellos ausnutzen wollte. Sie hat eine neue Haarfarbe und eine neue Identität. Auf einer geheimnisvollen, abgeschiedenen Insel hofft Becca, Unterschlupf bei einer Freundin ihrer Mutter zu finden. Doch als sie dort ankommt, erfährt sie, dass die Freundin drei Wochen zuvor gestorben ist. Verzweifelt versucht Becca, ihre Mutter zu erreichen ohne Erfolg: Das Handy ist tot

Meine Meinung:
Elizabeth George zählt zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen. Mit ihren Inspector Lynley-Romanen hat sie mich immer komplett in ihren Bann gezogen und ich liebe ihren Schreibstil. Deshalb war ich natürlich unheimlich gespannt auf ihren ersten Jugendroman. Ich muss gestehen, dass dieser nicht ganz mit ihren Krimis mithalten kann, wie ich finde. Doch trotzdem hat mir "Sturmwarnung" unheimlich gut gefallen. Wieder konnte ich das Buch kaum aus den Händen legen, einfach weil die Autorin mich mit ihrem flüssigen Schreibstil und dem spannenden Plot absolut gefesselt hat. Man spürt im kompletten Buch eine unterschwellige Bedrohung durch ihren Stiefvater (was sicher auch daran liegt, dass Becca sich sehr von dem Gedanken daran, von ihm gefunden zu werden, leiten lässt und deshalb schonmal Dinge tut, die vielleicht nicht ganz logisch oder sinnvoll erscheinen). Geht es anfangs noch sehr darum, wie Becca und ihre Mutter vor diesem Mann fliehen und wie Becca sich ganz allein auf dieser für sie fremden Insel durchschlägt, entwickelt sich das Ganze dann auch noch zu einem kleinen Kriminalfall, den Becca unbedingt lösen möchte. Dabei verdächtigt man wirklich jeden, nur mit der Lösung rechnet man so gar nicht. Auf Whidbey Island gibt es unheimlich viele Geheimnisse. Ein paar davon werden gelöst, andere kann man nur erahnen und darauf hoffen, dass Elizabeth George diese in den nächsten Teilen der Whisper Island-Reihe auflösen wird.
Die Vorstellung, Gedanken lesen zu können stellt man sich ja eigentlich recht spannend vor, doch für Becca ist das meistens eher eine Qual, jedoch kann das auch manchmal sehr hilfreich sein.
Die Charaktere sind größtenteils wirklich interessant, weil eben so geheimnisvoll. Ich denke, da steckt noch viel Potenzial dahinter und es gibt sicher noch einige Überraschungen. Einer meiner Lieblingsprotagonisten ist Seth. Obwohl er Becca gar nicht kennt, hilft er ihr von Anfang an. Die beiden freunden sich an und Seth versucht, zu helfen wo er nur kann. Dabei hat er selbst seine eigenen Probleme. Auch sein Großvater ist ein unheimlich sympathischer Charakter. Diana Kinsale ist einer der geheimnisvollsten Protagonisten in diesem Buch und ich bin gespannt, was wir über sie noch erfahren werden.
Das Buch ist meistens aus der Sicht von Becca geschrieben, doch ab und an auch aus Sicht von Seth oder Hayley.
Für mich ist "Whsiper Island: Sturmwarnung" ein toller Jugendroman, der zwar nicht ganz mit den Krimis der Autorin mithalten kann, mich aber trotzdem überzeugt hat, auch Teil 2 noch lesen zu wollen (was sicher auch an dem riesigen Cliffhanger am Ende des Buches liegt). Nun kann ich nur hoffen, dass Band 2 nicht zu lange auf sich warten lässt.
Ich vergebe 4 von 5 Punkten!

Sonntag, 8. Juli 2012

Buchpost KW 27

Diese Woche gab es wieder viel Zuwachs, was unter anderem an meinem Geburtstag lag, allerdings auch an meiner Tauschsucht ;) Hier alle meine Neuzugänge im Überblick:

Jackson Pearce - Blutrote Schwestern
DIE ZARTE HAND DES TODES Wenn es dunkel wird, ziehen zwei junge Frauen durch einsame Gassen und Wälder. Mit ihren blutroten Mänteln und süßen Parfüms locken sie Werwölfe an – aber wenn diese sich auf die vermeintlich hilflosen Opfer stürzen, ziehen Scarlett und Rosie ihre Äxte hervor und schlagen zu. Doch dann beginnt die jüngere Rosie zu ahnen, dass es noch mehr im Leben geben kann als die Jagd – und begeht einen Fehler, der sie und Scarlett in größte Gefahr bringt: Sie verliebt sich …

Rebecca Lim - Mercy 1: Gefangen
Mercy weiß nicht, wer sie ist. Sie hat nicht mal einen eigenen Körper. Manchmal wacht sie einfach in einem anderen Menschen auf und übernimmt für kurze Zeit sein Leben. "Souljacking" heißt dieser Fluch, dem sie willenlos ausgeliefert ist. Erst als sie Ryan trifft, wird alles anders: Mercy verliebt sich - zum allerersten Mal. Doch Ryan braucht mehr als ihre Liebe, er braucht Hilfe. Seine Schwester wurde entführt und nur Mercy kann sie finden. Denn in Mercy schlummert eine uralte Macht.

Patrick Ness - New World 3: Das brennende Messer
Achtung Spoilergefahr!
In der Kolonie New World herrscht Präsident Prentiss. Er kann die Gedanken aller Männer lesen und ihren Willen lenken. Die Gedanken der Frauen aber bleiben ihm verborgen. Weil er sie nicht beherrschen kann, sperrt er sie ein. Doch viele leisten Widerstand. Verzweifelt versuchen Todd und seine Freundin Viola, Frieden zu stiften. Da erscheint ein neuer Feind, der alle im Land bedroht. Ein Feind, dessen Stimme so alt ist wie die Erde von New World. Und diese Stimme ruft nach Rache.

Krystyna Kuhn - Das Tal 2.1.: Der Fluch
Das Tal ist zur Ruhe gekommen. So scheint es zumindest. Nur Robert ist der Einzige, der der Wahrheit über den versteckten Ort mitten in den Rocky Mountains ein Stück nähergekommen ist. Doch während er verzweifelt versucht, seine Erkenntnisse zu überprüfen, gerät Rose in große Gefahr. Wer ist der Unbekannte, der ständig in ihr Zimmer im College einbricht? Und was hat das mit Roses Vergangenheit zu tun? Während das sonst so ruhige Mädchen mehr und mehr außer sich gerät, entdeckt Robert das Unfassbare...

Josephine Angelini - Göttlich verloren
Achtung Spoilergefahr!
Helen muss die Hölle gleich zweifach durchstehen: Nachts schlägt sie sich durch die Unterwelt, noch schlimmer quält sie tags, dass Lucas und sie sich unmöglich lieben dürfen. In der Unterwelt trifft Helen auf Orion. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso näher kommen sie sich. Dann geschieht etwas völlig Unerwartetes, das ausgerechnet Orion und Lucas zum Zusammenhalten zwingt: Die vier Häuser Scion werden vereint und ein neuer Trojanischer Krieg scheint unausweichlich! Eine packende Saga um eine Liebe, die nicht sein darf! Nach Band eins »Göttlich verdammt« wurde der zweite Band der grandiosen "Göttlich"-Trilogie schon sehnlichst erwartet.

J.R. Rain - Vampire Detective: Die zauberhafte Mrs. Moon
Diese Frau hat Biss! Und ein Problem mit gutem Wetter. Es ist schwierig, die Kinder von der Schule abzuholen, wenn man kein Sonnenlicht verträgt. Und die Arbeit als Privatdetektivin wird auch nicht leichter, solange man nur nachts unterwegs sein kann. Das sind nur zwei der vielen Probleme von Samantha Moon, einer ehemaligen FBI-Agentin und Vampirin wider Willen. In ihrem neuesten Fall muss sie zeigen, was sie kann – ihr Auftraggeber hat fünf Kopfschüsse überlebt. Oder war er schon vorher nicht von dieser Welt?

Sven Böttcher - Götterdämmerung
Die Götter müssen verrückt sein. Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein. Vor allem, wenn kein Mensch an einen glaubt und die eigene unsterbliche Sippe Intrigen spinnt. Göttervater Zeus beschließt daher, die Weltgeschichte mal ordentlich durchzuschütteln, damit die Großmäuler der Neuzeit wieder an Wunder glauben. Ein paar geschickt geschleuderte Blitze bringen historisch alles aus dem Lot, und drei Menschen aus unterschiedlichen Epochen sind fortan dazu bestimmt, das Allerschlimmste zu verhindern: ein Magier vom Hofe König Artus’, ein amerikanischer Detektiv – und ein deutscher Salatbar-Techniker ...

Lisa Desrochers - Angel Eyes 2: Im Bann der Dunkelheit
Achtung Spoilergefahr !
Engel sind auch nur Männer. Nichts wünscht Frannie sich sehnlicher, als ein normales Leben zu führen. Stattdessen sind ihr die höllischen Mächte auf den Fersen, denn Frannie hat eine ganz besondere Gabe. Eine Gabe, die den uralten Kampf zwischen Licht und Dunkel ein für alle Mal entscheiden könnte. Dass es Frannie gelungen ist, ihre große Liebe, den Dämon Luc, in einen Menschen zu verwandeln, hat sie nur noch interessanter gemacht. Seitdem Luc seine magischen Kräfte verloren hat, kann er sie nicht mehr beschützen. Diese Aufgabe muss nun ihr Schutzengel Matt übernehmen, Frannies verstorbener Zwillingsbruder. Doch Engel sind auch nur Männer, und als die schöne Lili nebenan einzieht, gerät Matt ganz schön durcheinander. Damit bringt er seine Schwester in höchste Gefahr …

Simona Ahrnstedt - Ein ungezähmtes Mädchen
Im Dezember 1880 begegnen sie sich zum ersten Mal: Beatrice Löwenström, die nach dem Tod ihrer Eltern das biedere Heim des Onkels kaum verlassen hat, und der so wohlhabende wie charismatische Seth Hammerstaal werden einander in der Stockholmer Oper vorgestellt – zwischen ihnen knistert es auf Anhieb. Danach kreuzen sich ihre Wege immer wieder: auf Bällen, Jagdaus ügen und Landpartien. Bald erkennt Beatrice, dass sie und Seth mehr verbindet als bloße Leidenschaft. Dabei ahnt sie nicht, dass ihr Onkel sie längst dem hartherzigen Grafen Rosenschöld versprochen hat und dass dem jedes Mittel recht ist, seine Ansprüche an sie geltend zu machen und den rothaarigen Wirbelwind zu zähmen …

Silvia Stolzenburg - Töchter der Lagune
Erzählt wird die fiktive, spannende Liebes- und Leidens-Geschichte eines venezianischen Heerführers und der schönen Desdemona, Tochter eines reichen venezianischen Adeligen, die mit Intrigen von Neidern fertig werden müssen. Alles vor dem historischen Hintergrund der Kämpfe um die Insel Zypern und die Vorherrschaft der Venezianer im Mittelmeer. Für Liebhaber historischer Romane der Renaissance.


Amber Kizer - Meridian: Flüsternde Seelen
Achtung Spoilergefahr !
Das Mädchen Meridian schwebt in größter Gefahr: Als Fenestra ist es ihre Aufgabe, den Seelen der Verstorbenen den Weg in dem Himmel zu weisen – doch sie hat dunkle Gegenspieler, die dies verhindern wollen. Auf der Flucht vor den Aternocti gelangt Meridian in eine friedlich wirkende Kleinstadt, in der sie die Gegenwart einer anderen Fenestra spürt. Kann sie diese finden, bevor die Aternocti es tun?


Lili St. Crow - Strange Angels: Verraten
Achtung Spoilergefahr !
Dru und ihr bester Freund Graves tauchen in einer geheimen Schule unter, um sich vor ihren Verfolgern in Sicherheit zu bringen. Doch während der junge Werwolf mit offenen Armen empfangen wird, behandelt man Dru wie eine Gefangene. Noch dazu trachtet ihr auch hier jemand nach dem Leben. Als Vampire die Schule angreifen, gerät Dru in höchste Gefahr – und muss sich die schockierende Frage stellen, ob der Verräter ihr näher ist, als sie für möglich hielt …