Sonntag, 2. Februar 2014

Buchpost KW 5

In dieser Woche gab es wieder drei tolle Neuzugänge, über die ich mich sehr freue und ganz besonders auf "Wie Monde so silbern" bin ich sehr gespannt, denn ich habe schon viele begeisterte Rezensionen dazu gelesen. Hier die Neuzugänge der Woche im Überblick:

Kristen Simmons - Das Gesetz der Rache
Achtung! Spoilergefahr, da es sich hierbei bereits um den zweiten Band der Reihe handelt!
Die Regierung hat Ember und Chase für tot erklärt - endlich sind sie frei und schließen sich dem Widerstand an. Doch im Lager der Rebellen herrscht Aufregung: Der geheimnisvolle "Heckenschütze" erschüttert mit seinen Anschlägen die Moralmiliz. Wer ist er? Steht der aufseiten der Rebellen? Wird er dem Widerstand zum Durchbruch verhelfen? Um den Attentäter zu fassen, veröffentlicht das FBR eine Fahndungsliste - und zu den Hauptverdächtigen gehört Ember. Mit dem Wissen, von ihren neuen Freunden verraten worden zu sein, muss Ember eine Entscheidung treffen: Wird sie sich ihr Leben lang im Untergrund verstecken oder für ihre Freiheit kämpfen?

Marissa Meyer - Die Luna-Chroniken 1: Wie Monde so silbern
Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie während des großen Balls, auf den Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …

Sarah Beth Durst - Ivy: Steinerne Wächter
Die sechzehnjährige Lily hat einen Traum: Sie möchte auf die renommierte Princeton University gehen, die auch ihr Großvater schon besucht hat. Dazu muss sie einen geheimnisvollen Test bestehen und einen Schlüssel suchen, der ein Tor zu einer anderen, magischen Realität öffnet. Auf dem Campus begegnet Lily der gut aussehende Tye, der ihr seine Hilfe anbietet. Doch Tye ist nicht, was er zu sein scheint …

Samstag, 1. Februar 2014

Rezension: Charlotte Rogan - In einem Boot

Charlotte Rogan - In einem Boot

Script5
333 Seiten
ISBN: 978-3839001509
Erscheinungsdatum: 16. September 2013

Über die Autorin:
Charlotte Rogan arbeitete als Architektin, ehe sie anfing zu schreiben. Viele Sommerurlaube im Kreis einer Familie voller passionierter Segler inspirierten sie zu In einem Boot, ihrem ersten Roman. Nachdem sie mit ihrer Familie lange Zeit in Dallas gelebt hat, zog es sie wieder ans Meer. Heute wohnt sie mit ihrem Mann in Westport, Connecticut.
Die amerikanische Originalausgabe von In einem Boot erreichte auf Anhieb die New York Times Bestsellerliste.

Klappentext:
Damit die einen überleben, müssen die anderen sterben.
Grace ist frisch verheiratet mit Henry Winter, einem jungen Mann aus reichem Hause, als sie sich am Vorabend des ersten Weltkriegs auf der Zarin Alexandra einschifft. Doch nach einer mysteriösen Explosion sinkt der Ozeandampfer, und Henry erkauft seiner Frau einen Platz in einem Rettungsboot.
Den Naturgewalten schutzlos ausgeliefert, treibt das überladene Boot wochenlang auf offener See. In einer Atmosphäre aus Misstrauen und unterdrückter Aggression stellen sich existentielle Fragen.
Sollen die Stärkeren sich opfern, damit die Schwächeren überleben können? Oder besser umgekehrt? Wer darf das entscheiden? Und sitzt Grace überhaupt zu Recht in diesem Boot?
Grace überlebt die Katastrophe, findet sich aber Wochen später vor einem Gericht in New York wieder. Die Anklage lautet auf Mord.

Meine Meinung:
Seit ich den Klappentext zu "In einem Boot" gelesen hatte, war mir klar, dass ich dieses Buch einfach lesen muss. Ich wurde zwar nicht enttäuscht, aber einen kleinen Kritikpunkt gibt es von mir dennoch...
Grace schreibt die Ereignisse auf, die sich in dem Rettungsboot nach der Explosion des Ozeandampfers "Zarin Alexandra" ereignet haben. Dabei erfährt der Leser, was sich auf diesem Boot zugetragen hat und durch die Erzählung aus der Ich-Perspektive werden die Gefühle, die Grace bei dem Unglück ereilt haben, gut dargestellt. Leider fühlte sich das ganze oft an, als wäre Grace nur ein Beobachter am Rande, statt mittendrin zu sitzen. Sie erzählt häufig sehr emotionslos, als wäre ihr das meiste absolut egal, als hätte sie dabei keine großen Ängste auszustehen gehabt. Dabei ist der Leser nicht selten schockiert über die Abgründe der menschlichen Seele, die in dieser Situation nur zu gut deutlich werden und unweigerlich fragt man sich, wie man selbst wohl reagieren würde, wäre man ebenfalls in dieser Notlage. Grace ist eine Protagonistin, die nicht besonders sympathisch ist, was ich allerdings nicht schlimm finde, denn zu dieser Geschichte passt das sehr gut. Grace ist egoistisch, was in ihren Aufzeichnungen immer wieder deutlich wird. Zwar kümmert sie sich auch um andere an Bord, doch das eher deshalb, weil sie dadurch ihre eigenen Sorgen ein wenig in den Hintergrund drängen kann und nicht so allein ist.
Die Geschichte ist eher eine ruhige, die zwar mit spannenden Momenten aufwarten kann, die aber nicht vor Action strotzt. Trotzdem hat die Autorin es geschafft, mich zu fesseln, denn auch wenn das Ganze ein wenig emtionaler hätte erzählt werden können, so ist die Situation in der sich Grace und ihre Leidensgenossen befinden doch eine, die so ähnlich jeden Tag passieren kann. Die Charaktere entwickeln sich teilweise in Richtungen, die man so nicht erwartet hätte, was spannend zu beobachten war. Charlotte Rogan erzählt die Geschichte flüssig und nicht zu ausschweifend, es entstehen keine allzu großen Längen, auch wenn es immer wieder relativ ruhige Momente gibt.
Fazit:
"In einem Boot" ist ein Roman, der aufzeigt, wie Menschen sich in Extremsituationen verhalten könnten. Dabei gibt es einige Schockmomente, wirklich spannende Stellen und interessante Charaktere, die sich in überraschende Richtungen entwickeln, um ihr eigenes Leben zu retten. Ein wenig mehr Emotionen der Ich-Erzählerin hätte diesem Buch gut getan, doch trotzdem konnte Charlotte Rogan mich fesseln und hat mir spannende Lesestunden beschert.
Ich vergebe 4 von 5 Punkten!

Sonntag, 26. Januar 2014

Buchpost KW 4

In dieser Woche ist mein Wunschzettel wieder ein bisschen kleiner geworden und ich habe tolle Bücher erhalten. Nachdem "Plötzlich Prinz" bei mir ankam, musste ich mir natürlich auch noch den letzten Teil der "Plötzlich Fee"-Reihe kaufen, welcher noch in meiner Sammlung fehlte. Die liebe Katrin Lankers hat vor kurzem zu einer kleinen Tauschaktion aufgerufen (es sollten ihr Bücher vorgeschlagen werden, die man selbst schon gelesen hat und gut fand, welche man dann mit ihr gegen ein signiertes Wunschbuch tauschen konnte) und ich habe mir "Frozen Time" ausgesucht, welches nun signiert in meinem Regal steht. Vielen lieben Dank, Katrin!!! Hier alle Neuzugänge der vergangenen Woche im Überblick:

Julie Kagawa - Plötzlich Fee 5: Das Geheimnis von Nimmernie
Achtung, Spoilergefahr!
Meghan Chase, die unerschrockene Feenprinzessin, und Ash, ihr geliebter Winterprinz, dachten eigentlich, dass sie als erprobte Grenzgänger zwischen Nimmernie und der Menschenwelt nichts mehr aus der Fassung bringen könnte. Doch dann muss Meghan schmerzvoll erfahren, dass es nie ratsam ist, einer Fee ein Versprechen zu geben – denn sie wird es nicht vergessen und unter den unmöglichsten Umständen auf seiner Einhaltung beharren. Aber auch auf den stolzen Ash wartet erneut eine Prüfung, die ihm alles abverlangt: In der Stunde der höchsten Not muss er über seinen Schatten springen und sich mit seinem Rivalen Puck verbünden. Wird es Meghan und Ash am Ende gelingen, einer Herausforderung zu trotzen, die alles infrage stellt, was ihnen jemals etwas bedeutete?

Julie Kagawa - Plötzlich Prinz 1: Das Erbe der Feen
Der achtzehnjährige Ethan Chase wäre gern so wie alle anderen an seiner Highschool. Doch seit er denken kann, ist sein Leben alles andere als normal. Denn als Kind wurde er von den Feen nach Nimmernie verschleppt. Und wen die Feen einmal in ihrer Gewalt hatten, den lassen sie nicht mehr los. Ihre Macht reicht bis in den hintersten Winkel der Menschenwelt hinein. Ethan muss erkennen, dass es sinnlos ist, sich vor ihnen zu verstecken. Und so nimmt er sein Schicksal an und kehrt nach Nimmernie zurück.

Katrin Lankers - Frozen Time
Die 16-jährige Tessa Morton erwacht auf einer Intensivstation – und hat ihr Gedächtnis verloren. Bis auf eine immer wiederkehrende Erinnerung: Das hübsche Gesicht eines Jungen, mit dem sie sich innerlich tief verbunden fühlt. Als der junge Arzt Milo ihr helfen soll, ihre Amnesie zu überwinden, erfährt Tessa nach und nach mehr über die wahren Hintergründe ihrer vermeintlichen Krankheit. Das Bild des Jungen stammt aus der Vergangenheit, und Tessa war Teil des Projekts "Frozen Time" ...

Samstag, 25. Januar 2014

Rezension: Cathryn Constable - Wo Schneeflocken glitzern

Cathryn Constable - Wo Schneeflocken glitzern

Carlsen
336 Seiten
ISBN: 978-3551520517
Erscheinungsdatum: 25. Oktober 2013

Über die Autorin:
Cathryn Constable hat zunächst an der Cambridge University unterrichtet und war anschließend als Journalistin tätig, u.a. für Vogue, Elle und The Sunday Times.
Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Islington, London. ‚Wo Schneeflocken glitzern‘ ist ihr Debüt.

Klappentext:
Sophie ist überglücklich. Ihre Internatsklasse macht einen Schulausflug nach Russland. Dafür fälscht sie sogar die Unterschrift ihres Vormunds. Endlich wird sie das Land sehen, von dem sie schon ihr Leben lang träumt! Als aber ihre russische Betreuerin plötzlich aus dem Zug verschwindet, sind Sophie und ihre beiden Freundinnen auf sich allein gestellt, inmitten einer einsamen, tief verschneiten Winterlandschaft und ohne Verbindung zur Außenwelt. Doch Prinzessin Volkonskaja nimmt sie in ihrem Palast auf. Auch wenn Sophie rätselhaft ist, wieso sie die Mädchen bereits erwartet hat …

Meine Meinung:
"Wo Schneeflocken glitzern" ist Cathryn Constables erster Roman und stellenweise merkt man das leider auch. Die Idee zu der Geschichte hat mir gut gefallen, doch leider hapert es ein wenig an der Umsetzung. Zwar schreibt die Autorin grundsätzlich schön und beschreibt die Umgebung so gut, dass man direkt mal mitfriert, doch die Dialoge kamen mir teilweise recht abgehackt vor, was mich ab und an ein wenig gestört hat. Auch mit Protagonistin Sophie konnte ich mich nicht wirklich anfreunden, denn meiner Meinung nach hat sie einfach viel zu wenig Selbstvertrauen und macht sofort einen Rückzieher, wenn jemand sie nur schief anschaut und wundert sich nicht mal wirklich, dass eine russische Prinzessin sich unbedingt ausgerechnet mit ihr anfreunden will. Irgendwann ging mir das einfach nur noch auf die Nerven. Allerdings sollte man dabei nicht vergessen, dass die Protagonistinnen noch sehr jung sind (gerade mal 13 Jahre alt) und dementsprechend verhalten sie sich dann auch. Die Altersangabe von 11 - 14 Jahren kann ich nur so weiterempfehlen, denn Jugendliche in diesem Alter haben sicher ihren Spaß an der märchenhaft anmutenden Geschichte.
Der Roman lässt sich gut lesen und passt wunderbar in die kalte Winterzeit. Russland ist immer wieder ein tolles Setting und schon alleine dadurch wirkt die Geschichte märchenhaft. Es gibt einige Wendungen, die jedoch nicht wirklich überraschend sind. Das Ende ist zwar spannend, allerdings auch etwas einfach gehalten und es bleiben noch einige Fragen offen, die meiner Meinung nach einfach noch geklärt hätten sollen.
Fazit:
Trotz kleiner Kritikpunkte konnte mich "Wo Schneeflocken glitzern" durchaus gut unterhalten. Die Geschichte ist märchenhaft, genau wie das Setting. Der Schreibstil ist stellenweise noch ein wenig hölzern und die Charaktere hätten ein wenig Tiefe vertragen, doch die Ideen der Autorin gefielen mir sehr gut.
Ich vergebe 3 von 5 Punkten!

Donnerstag, 23. Januar 2014

Rezension: Britta Strauß - Sturmherz

Britta Strauß - Sturmherz

Drachenmond Verlag
352 Seiten
ISBN: 978-3931989774
Erscheinungsdatum: 19. Oktober 2012

Klappentext:
Maris Sehnsucht nach dem Meer wächst von Tag zu Tag. Immer wieder träumt sie sich in eine Welt voller Wunder und Freiheit, bis sie in einer eisigen Winternacht erkennt, welche Geheimnisse der Ozean tatsächlich verbirgt. Man sagt, es gäbe Seehunde, die ihre Tiergestalt ablegen und zu Menschen werden. Man sagt, sie seien ebenso kaltherzig wie verführerisch. Nur ein Märchen für kalte Winterabende? Während Mari die Wahrheit hinter einer uralten Legende aufdeckt, entspinnt sich eine Liebesgeschichte, wie sie magischer nicht sein könnte. Doch die Gier eines gnadenlosen Feindes droht alles zu zerstören.

Glück ist immer flüchtig. Es kommt und geht, wie es ihm gefällt. Auch wenn sich zwei Menschen finden, kann Liebe das Schlimmste bedeuten oder das Schönste. Sicherheit gibt es nie.
Seite 138

Meine Meinung:
Das Meer ist für mich schon immer absolut faszinierend gewesen, ebenso wie seine vielen Bewohner. Deshalb musste ich dieses Buch einfach lesen und ich habe es nicht bereut. Das Britta Strauß das Meer liebt, merkt man in jedem Wort, dass sie darüber schreibt.  Absolut detailverliebt beschreibt sie Szenen, die man sich so gut vorstellen kann, dass man sich fühlt, als würde man ebenfalls mit Walen schwimmen und die Freiheit des Meeres genießen.
Die Charaktere in diesem Buch sind wunderbar vielschichtig und gerade deswegen so liebenswert.
Die Sehnsucht nach dem Meer spielt für Mari eine große Rolle, denn sie möchte frei sein, ohne Ängste und Sorgen leben können. Als sie eines Nachts auf Louan trifft, wird diese Sehnsucht noch stärker als sie es schon voher war. Die Zerrissenheit dieser beiden Protagonisten, hat die Autorin sehr gut zum Ausdruck gebracht. Man kann sich in beide hineinversetzen und ihre Gefühle und Handlungen nachvollziehen. Besonders spannend waren für mich die Szenen, die sich in der Vergangenheit von Louan abspielen und die ihn immer wieder in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Mari und Louan und zwei Wissenschaftlern, die auf der Jagd nach einer ganz großen Entdeckung sind. So fällt es leicht, sich in alle Hauptpersonen hineinzuversetzen. Auch die Nebencharaktere sind allesamt toll ausgearbeitet und bleiben auch nach Beenden des Buches noch im Gedächtnis.
Spannung pur wechselt sich ab mit gefühlvollen Szenen, überraschenden Wendungen und wunderbaren Unterwassermomenten und so ergibt dieses Buch die perfekte Mischung aus Märchen und Realität. Denn nicht nur die Liebe zum Meer und die der Protagonisten steht hier im Mittelpunkt, sondern auch das skrupellose Abschlachten der Meeresbewohner wird angesprochen, so dass man immer wieder zum Nachdenken angeregt wird.
Der Schreibstil von Britta Strauß ist gefühlvoll und lässt sich flüssig lesen.
Für mich vollkommen neu und wirklich faszinierend ist die Geschichte der Selkies, die die Autorin in dieser Geschichte aufleben lässt. Konnte ich mir anfangs einfach nicht vorstellen, wie das funktionieren kann, so hat Britta Strauß mich eines besseren belehrt und vollkommen begeistert zurückgelassen.
Fazit:
Die Liebe zum Meer ist der Autorin hier deutlich anzumerken. Die Mischung aus Märchen und Realität ist spannend und unerwartet und passt doch so perfekt zusammen. Gefühlvoll erzählt Britta Strauß ihre Geschichte, lässt uns teilhaben an den Wundern des Meeres und überzeugt mit ihren wunderbar ausgearbeiteten Charakteren und einer spannenden Handlung.
Ich vergebe 5 von 5 Punkten!

Sonntag, 19. Januar 2014

Buchpost KW 1 - 3

Irgendwie kommt in letzter Zeit nur sehr wenig bei mir an, was aber gar nicht schlimm ist, denn momentan komme ich nur wenig zum Lesen (und rezensieren). Trotzdem hatte ich wieder mal bei Blogg dein Buch Glück und konnte "Seelenkuss" von Lynn Raven ergattern. Zwei weitere Wunschbücher sind dann diese Woche bei mir eingetrudelt. Hier die Neuzugänge der vergangenen drei Wochen im Überblick:

Lynn Raven - Seelenkuss
Prinzessin Darejan erkennt ihre Schwester nicht wieder. Die mitfühlende Königin Seloran scheint plötzlich eiskalt geworden zu sein, und den rätselhaften Gefangenen, den sie in ihrem tiefsten Kerker versteckt, behandelt sie ungewöhnlich grausam. Angeblich sei er ein Spion der Nordreiche. Doch dann entdeckt Darejan eine schreckliche Wahrheit: Der finstere Magier Ahoren hat Besitz von Königin Selorans Körper ergriffen und baut eine Armee von Schattenkriegern auf, um das Königreich zu unterwerfen. Und plötzlich ist Darejan selbst auf der Flucht, zusammen mit dem angeblichen Spion. Er gehört dem Geheimorden der DúnAnór an, die als Einzige in der Lage sind, Ahoren zu bannen. Doch der Gefangene hat sein Gedächtnis verloren. Und zudem scheint er Darejan zu hassen. Das ungleiche Paar begibt sich auf eine Suche voller tödlicher Gefahren ...

Emmy Laybourne - Monument 14
An dem Tag, als die Welt untergeht und ein Tsunami die Ostküste der USA trifft, stranden 14 Jugendliche in einem Einkaufszentrum. Schnell wird ihnen klar, dass sie völlig auf sich allein gestellt sind. Während der Strom ausfällt und die Zivilisation zusammenbricht, braut sich am Himmel etwas noch viel Furchtbareres zusammen. Eine Giftwolke aus einer nahen Chemiefabrik nähert sich dem Einkaufszentrum. Diejenigen, die die Chemikalien einatmen, verändern sich in völlig unerwarteter und beängstigender Weise. Der zurückhaltende Dean, bislang eher ein Außenseiter, muss sich mit den anderen verbünden und um sein Überleben kämpfen …

Ursula Poznanski - Fünf
Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. An der bezeichneten Stelle wartet ein grausiger Fund: eine Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel, dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. In einer besonders perfiden Form des Geocachings, der modernen Schnitzeljagd per GPS, jagt ein Mörder das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger von einem Leichenteil zum nächsten. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, und die Morde geschehen immer schneller. Den Ermittlern läuft die Zeit davon, sie ahnen, dass erst die letzte Station ihrer Rätselreise das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird ...

Samstag, 11. Januar 2014

Rezension: Rachel Ward - Drowning: Tödliches Element

Rachel Ward - Drowning: Tödliches Element

Carlsen
304 Seiten
ISBN: 978-3551520524
Erscheinungsdatum: 22. November 2013

Über die Autorin:
Rachel Ward, 1964 geboren, wuchs in der Grafschaft Surrey südlich von London auf und studierte Geografie in Durham. Erst mit 40 Jahren widmete sie sich dem Schreiben. Ihr Debüt "Numbers - Den Tod im Blick" ist international vielfach ausgezeichnet und 2011 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert worden. Die daraus entstandene "Numbers"-Trilogie wurde weltweit zum Bestseller. Rachel Ward lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Bath, England.

Klappentext:
Er kommt zu sich. Ein Tropfen trifft sein linkes Auge. Dann schießt Regen aus dem grauen Himmel. Er dreht den Kopf zur Seite, spuckt Schlamm und Kies aus, entdeckt ein Gesicht, wenige Meter entfernt. Haare kleben wie dünne Schlangen auf der Stirn. Aus dem Mundwinkel rinnt Wasser. Bleiche Haut, dreckverschmiert, geschlossene Augen. Es ist sein eigenes Gesicht! Als Carl aufwacht, ist Rob tot. Doch Carl kann sich an nichts erinnern. Nicht, wie sein Bruder ertrunken ist, oder warum sie an dem See waren und auch nicht, weshalb Neisha, die offensichtlich bei ihnen war, Todesangst vor ihm hat. Er weiß nur, dass er herausfinden muss, was passiert ist. Bevor vollendet wird, was an jenem Tag begann.

Meine Meinung:
"Drowning - Tödliches Element" ist ganz anders, als ich mir das aufgrund des Klappentextes vorgestellt hatte. Die Autorin konnte mich damit wirklich positiv überraschen, auch wenn ich mich erst an ihren Schreibstil gewöhnen musste. Dieser liest sich zwar flüssig, doch manche Sätze waren mir teilweise ein wenig zu abgehackt und wirkten zu sehr wie eine Aufzählung.
Carl, der Ich-Erzähler in dieser Geschichte hat durch die Ereignisse am See sein Gedächtnis verloren und so erfährt der Leser erst nach und nach, was überhaupt passiert ist. Genau wie Carl tappt man erstmal vollkommen im Dunklen. Rachel Ward hat das so gut beschrieben, dass man Carls Gefühle in dieser Situation gut nachvollziehen kann. Besonders wenn es darum geht, eine für ihn fast neue Welt kennenzulernen, da er ja alles vergessen hat. Was für ein seltsames Gefühl muss es sein, in ein Haus zu kommen, dass man eigentlich kennen müsste und es doch komplett neu entdecken muss. Schön fühlt sich das sicher nicht an und dieses beklemmende Gefühl hat die Autorin wunderbar transportieren können. Ebenso verhält es sich mit der Spannung, die von Seite zu Seite immer mehr steigt. Denn immer wieder gibt es Szenen, die teilweise wirklich unheimlich sind und den Leser dazu animieren, immer weiter zu lesen. Carls Vergangenheit wird hier ebenso aufgerollt, wie die Ereignisse am See und die Folgen davon. Er hat es nie leicht gehabt und ist auch jetzt kein typischer "Held". Seine Handlungen kann man gut nachvollziehen, denn sie passen einfach zu dem Bild, dass man sich von ihm machen kann. Neisha, die ebenfalls dabei war, als Carls Bruder starb ist eine Protagonistin, die ich nicht wirklich sympathisch finden konnte, die allerdings eine große Rolle in der ganzen Geschichte spielt. Die Idee, die die Autorin in ihrem Roman verwirklicht hat, ist ungewöhnlich und unheimlich spannend. Das Ende ist noch recht offen, so dass man nur hoffen kann, zu erfahren, wie es mit Carl und Neisha weiter geht.
Fazit:
Rachel Ward konnte mich mit diesem Buch wirklich überraschen. Auch wenn ich mich an ihren Schreibstil erst gewöhnen musste, konnte mich "Drowning - Tödliches Element" absolut fesseln. Die Spannungskurve steigt im Laufe der Geschichte ins Unermessliche, die Charaktere sind interessant und haben viele Ecken und Kanten und Wasser sieht man zum Schluß mit ganz anderen Augen.
Ich vergebe 5 von 5 Punkten!