Donnerstag, 14. März 2013
Lesezeichen-Wichteln zu Ostern: letzte Chance
Rezension: Sabrina Qunaj - Elfenmagie
Sabrina Qunaj - Elfenmagie
Aufbau Taschenbuch
976 Seiten
ISBN 978-3746627380
Erscheinungsdatum: 20. Februar 2012
Über die Autorin:
Sabrina Qunaj, Jahrgang 1986, wuchs in einer Kleinstadt der Steiermark auf. Nach der Matura an der Handelsakademie arbeitete sie als Studentenbetreuerin in einem internationalen College für Tourismus, ehe sie eine Familie gründete und das Schreiben zum Beruf machte. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Steiermark. Mit „Elfenmagie“ legte sie ihren ersten Fantasy-Roman vor. Im August 2012 erscheint mit „Elfenkrieg“ der zweite Teil dieser Saga. www.sabrina-qunaj.at
Klappentext:
Die magische Elfenköngin. Jahrtausende nach der Teilung Elvions erreicht die Fehde der Licht- und Dunkelelfen einen Höhepunkt. Mit dem Blut der Halbelfe Vanora könnte das Reich wiedervereint werden und die Königin Alkariel ihre alte Macht zurück erhalten. Die Dunkelelfen versuchen dies zu verhindern, indem sie das Mädchen versteckt halten. Nichts ahnend wächst Vanora in der Welt der Menschen bei ihrem Vater auf, bis das Schicksal sie eines Nachts einholt und der geheimnisvolle Glendorfil erscheint. »Eine neue Stimme in der deutschsprachigen Fantasy – einfach zauberhaft!« Michael Peinkofer
Meine Meinung:
"Elfenmagie" ist für mich eines dieser Bücher, dass mich noch einige Zeit beschäftigt, nachdem ich es ausgelesen habe.
Mit viel Liebe zum Detail beschreibt Sabrina Qunaj das Leben von Vanora, die ohne ihre Mutter aufgewachsen ist und auf die noch eine große Aufgabe wartet. Von Anfang an konnte mich die Autorin mit ihrem schönen, detailreichen Schreibstil begeistern und hat direkt einen Film in meinem Kopfkino ablaufen lassen, bei dem ich immer wieder überlegt habe, wie das alles wohl verfilmt aussehen würde (und ich glaube, diese Geschichte hätte wirklich großes Potenzial für die große Leinwand, wenn sie denn von den richtigen Leuten verfilmt werden würde).
Die Ausarbeitung ihrer Figuren ist ihr wunderbar gelungen und jeden der Hauptcharaktere konnte ich in mein Herz schließen. Dabei wird die Geschichte immer im Wechsel aus Sicht dieser Protagonisten erzählt, so dass man einen wunderbaren Einblick in die Gefühlswelt jedes Einzelnen bekommt. Diese Gefühlswelt ändert sich im Laufe der Geschichte immer wieder und die Charaktere (ganz besonders Vanora, Nevliin und Eamon) entwickeln sich immer weiter. Was besonders auffällig ist: dabei kommt es immer wieder vor, dass diese Entwicklung nicht unbedingt Gefallen beim Leser findet (zumindest ging es mir stellenweise so) und die Protagonisten immer mal wieder in meiner Gunst fallen oder steigen, je nachdem, wie sie gerade handeln und fühlen. Dabei schafft die Autorin es, diese Protagonisten menschlich erscheinen zu lassen, auch wenn sie das teilweise gar nicht sind und schon gar nicht sein wollen. Abgründe tun sich auf und doch ist immer eine gewisse Opferbereitschaft vorhanden, die manchmal schon selbstzerstörerisch wirkt. Der Fokus liegt nicht immer auf nur einer Figur, sondern ändert sich im Laufe der Geschichte dann auch mal. Baut man anfangs noch eine Beziehung zu Vanora auf, so werden später auch die Gefühle von Eamon und Nevliin beleuchtet.
Sabrina Qunaj hat einige Szenen so gefühlvoll geschrieben, dass ich die Tränen nur schwer zurückhalten konnte (oder auch mal gar nicht), denn sie schreckt auch nicht davor zurück, beliebte Charaktere quasi aus dem Weg zu räumen, was jedoch immer zur Geschichte passt und dem Vorankommen in der Story hilft.
Mir persönlich ging es so, dass ich mich auf keiner einzigen Seite gelangweilt habe (und das soll bei fast 1000 Seiten schon was heißen), auch wenn mal gar nicht viel passiert.
Der Spannungsbogen baut sich immer mehr auf und gipfelt in einem riesen Finale, dass mich sprachlos zurückgelassen hat. Teil 2 "Elfenkrieg" liegt schon bereit und ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie es weitergeht.
Fazit:
Eine wunderbare Geschichte, mit wahnsinnig viel Gefühl erzählt, spannend bis zum Schluß, traurig und absolut magisch. Wieder mal ein Buch, welches es in die Riege meiner Lieblingsbücher geschafft hat. Absolute Leseempfehlung!
Ich vergebe 5 von 5 Punkten!
Aufbau Taschenbuch
976 Seiten
ISBN 978-3746627380
Erscheinungsdatum: 20. Februar 2012
Über die Autorin:
Sabrina Qunaj, Jahrgang 1986, wuchs in einer Kleinstadt der Steiermark auf. Nach der Matura an der Handelsakademie arbeitete sie als Studentenbetreuerin in einem internationalen College für Tourismus, ehe sie eine Familie gründete und das Schreiben zum Beruf machte. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Steiermark. Mit „Elfenmagie“ legte sie ihren ersten Fantasy-Roman vor. Im August 2012 erscheint mit „Elfenkrieg“ der zweite Teil dieser Saga. www.sabrina-qunaj.at
Klappentext:
Die magische Elfenköngin. Jahrtausende nach der Teilung Elvions erreicht die Fehde der Licht- und Dunkelelfen einen Höhepunkt. Mit dem Blut der Halbelfe Vanora könnte das Reich wiedervereint werden und die Königin Alkariel ihre alte Macht zurück erhalten. Die Dunkelelfen versuchen dies zu verhindern, indem sie das Mädchen versteckt halten. Nichts ahnend wächst Vanora in der Welt der Menschen bei ihrem Vater auf, bis das Schicksal sie eines Nachts einholt und der geheimnisvolle Glendorfil erscheint. »Eine neue Stimme in der deutschsprachigen Fantasy – einfach zauberhaft!« Michael Peinkofer
Meine Meinung:
"Elfenmagie" ist für mich eines dieser Bücher, dass mich noch einige Zeit beschäftigt, nachdem ich es ausgelesen habe.
Mit viel Liebe zum Detail beschreibt Sabrina Qunaj das Leben von Vanora, die ohne ihre Mutter aufgewachsen ist und auf die noch eine große Aufgabe wartet. Von Anfang an konnte mich die Autorin mit ihrem schönen, detailreichen Schreibstil begeistern und hat direkt einen Film in meinem Kopfkino ablaufen lassen, bei dem ich immer wieder überlegt habe, wie das alles wohl verfilmt aussehen würde (und ich glaube, diese Geschichte hätte wirklich großes Potenzial für die große Leinwand, wenn sie denn von den richtigen Leuten verfilmt werden würde).
Die Ausarbeitung ihrer Figuren ist ihr wunderbar gelungen und jeden der Hauptcharaktere konnte ich in mein Herz schließen. Dabei wird die Geschichte immer im Wechsel aus Sicht dieser Protagonisten erzählt, so dass man einen wunderbaren Einblick in die Gefühlswelt jedes Einzelnen bekommt. Diese Gefühlswelt ändert sich im Laufe der Geschichte immer wieder und die Charaktere (ganz besonders Vanora, Nevliin und Eamon) entwickeln sich immer weiter. Was besonders auffällig ist: dabei kommt es immer wieder vor, dass diese Entwicklung nicht unbedingt Gefallen beim Leser findet (zumindest ging es mir stellenweise so) und die Protagonisten immer mal wieder in meiner Gunst fallen oder steigen, je nachdem, wie sie gerade handeln und fühlen. Dabei schafft die Autorin es, diese Protagonisten menschlich erscheinen zu lassen, auch wenn sie das teilweise gar nicht sind und schon gar nicht sein wollen. Abgründe tun sich auf und doch ist immer eine gewisse Opferbereitschaft vorhanden, die manchmal schon selbstzerstörerisch wirkt. Der Fokus liegt nicht immer auf nur einer Figur, sondern ändert sich im Laufe der Geschichte dann auch mal. Baut man anfangs noch eine Beziehung zu Vanora auf, so werden später auch die Gefühle von Eamon und Nevliin beleuchtet.
Sabrina Qunaj hat einige Szenen so gefühlvoll geschrieben, dass ich die Tränen nur schwer zurückhalten konnte (oder auch mal gar nicht), denn sie schreckt auch nicht davor zurück, beliebte Charaktere quasi aus dem Weg zu räumen, was jedoch immer zur Geschichte passt und dem Vorankommen in der Story hilft.
Mir persönlich ging es so, dass ich mich auf keiner einzigen Seite gelangweilt habe (und das soll bei fast 1000 Seiten schon was heißen), auch wenn mal gar nicht viel passiert.
Der Spannungsbogen baut sich immer mehr auf und gipfelt in einem riesen Finale, dass mich sprachlos zurückgelassen hat. Teil 2 "Elfenkrieg" liegt schon bereit und ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie es weitergeht.
Fazit:
Eine wunderbare Geschichte, mit wahnsinnig viel Gefühl erzählt, spannend bis zum Schluß, traurig und absolut magisch. Wieder mal ein Buch, welches es in die Riege meiner Lieblingsbücher geschafft hat. Absolute Leseempfehlung!
Ich vergebe 5 von 5 Punkten!
Sonntag, 10. März 2013
Buchpost KW 10
Auch diese Woche gab es wieder ein Überraschungsbuch aus der Facebook-Gruppe (vielen Dank, liebe Franziska), der Solibro Verlag hat mir ebenfalls ein Überraschungsbuch geschickt und ein hoffentlich wirklich witziges Buch ist auch hier angekommen, auf das ich schon ganz besonders gespannt bin. Hier die Neuzugänge im Überblick:
Liz Jensen - Endzeit
In der Hitze eines gnadenlosen Sommers versucht die Psychotherapeutin Gabrielle, nach einem Autounfall wieder in ihrem Beruf Fuß zu fassen. Aber dann weist man ihr ausgerechnet die 16-jährige Bethany als Patientin zu. Bethany hat auf grausame Weise ihre Mutter umgebracht. Sie ist gewalttätig, manipulativ - und sie behauptet, sie könne Katastrophen vorhersehen. Gabrielle tut das als Symptom von Bethanys psychischer Erkrankung ab. Doch dann treten genau die Unglücksfälle ein, die Bethany prophezeit hat. Ist es möglich, dass tatsächlich die Apokalypse bevorsteht, eine letzte Katastrophe, die eine vom Konsumwahn verblendete Menschheit endgültig in den Abgrund stürzen wird?
Elke Schwab - Eisige Rache
Als im verschneiten Saarland aus dem Hinterhalt auf Autos geschossen wird, beginnt für die Kriminalkommissare Lukas Baccus und Theo Borg eine dramatische Tätersuche, deren Bezüge bis nach Afghanistan reichen.
In ihrem dritten Fall geraten sie selbst ins Fadenkreuz des Täters und müssen den Wahnsinnigen stoppen, ohne sein Motiv zu kennen. Je mehr dabei die Presse den Fall aufpeitscht, umso gefährlicher wird das Leben auch für die anderen Menschen in dem eingeschneiten Dorf. Es scheint fast so, als fühlte sich der Schütze dadurch angetrieben, weiter zu töten. So entwickelt sich ein eiskaltes Abenteuer mit kriegsähnlichen Zuständen. Die nur scheinbar beschaulichen Provinz offenbart dabei ungeahnte Abgründe.
Elke Schwab verknüpft geschickt einen klassischen Whodunit-Krimi in der Provinz mit dem aktuellen Thema der Kriegstraumata von aus Afghanistan heimgekehrten Bundeswehrsoldaten.
Der elfte Krimi der Saarländerin Elke Schwab ist der dritte Teil der Krimireihe mit Lukas Baccus und Theo Borg. Die beiden übermütigen Kriminalkommissare klären mit lockeren Sprüchen spektakuläre Fälle auf.
Dr. Josephine Chaos - Dann press doch selber, Frau Dokta!
Als Frauenärztin schon wieder ungeplant schwanger?! Eine wahre Geschichte, noch lustiger als die Schwarzwaldklinik …
»Ich schwöre: Ich bin lieb! Wirklich! Aber mit Nierenschalen zu werfen – das geht dann doch ein bisschen zu weit. Also schrei ich: ›Frau Pharma? FRAU PHARMA! Es reicht jetzt! Pressen Sie mal, statt hier so rumzufurien!‹ Frau Pharma ist das aber so was von egal!
›Ich press nich mehr, Frau Dokta! Ich will JETZT ´nen Kaiserschnitt! Abba sofoooort!‹
Dann wirft sie mir noch eine ganze Batterie von Schimpfwörtern an den Kopf, deren Bedeutung ich erst googlen muss, bevor sie – und JETZT wird es lustig – einfach aufsteht und davonstürmt …«
Ärzte sind auch nur Kollegen im Kittel: Erleben Sie die Klinik als verrücktes Großraumbüro mit strengen Oberschwestern, attraktiven Chefärzten und vielen tollen Geburten!
Liz Jensen - Endzeit
In der Hitze eines gnadenlosen Sommers versucht die Psychotherapeutin Gabrielle, nach einem Autounfall wieder in ihrem Beruf Fuß zu fassen. Aber dann weist man ihr ausgerechnet die 16-jährige Bethany als Patientin zu. Bethany hat auf grausame Weise ihre Mutter umgebracht. Sie ist gewalttätig, manipulativ - und sie behauptet, sie könne Katastrophen vorhersehen. Gabrielle tut das als Symptom von Bethanys psychischer Erkrankung ab. Doch dann treten genau die Unglücksfälle ein, die Bethany prophezeit hat. Ist es möglich, dass tatsächlich die Apokalypse bevorsteht, eine letzte Katastrophe, die eine vom Konsumwahn verblendete Menschheit endgültig in den Abgrund stürzen wird?
Elke Schwab - Eisige Rache
Als im verschneiten Saarland aus dem Hinterhalt auf Autos geschossen wird, beginnt für die Kriminalkommissare Lukas Baccus und Theo Borg eine dramatische Tätersuche, deren Bezüge bis nach Afghanistan reichen.
In ihrem dritten Fall geraten sie selbst ins Fadenkreuz des Täters und müssen den Wahnsinnigen stoppen, ohne sein Motiv zu kennen. Je mehr dabei die Presse den Fall aufpeitscht, umso gefährlicher wird das Leben auch für die anderen Menschen in dem eingeschneiten Dorf. Es scheint fast so, als fühlte sich der Schütze dadurch angetrieben, weiter zu töten. So entwickelt sich ein eiskaltes Abenteuer mit kriegsähnlichen Zuständen. Die nur scheinbar beschaulichen Provinz offenbart dabei ungeahnte Abgründe.
Elke Schwab verknüpft geschickt einen klassischen Whodunit-Krimi in der Provinz mit dem aktuellen Thema der Kriegstraumata von aus Afghanistan heimgekehrten Bundeswehrsoldaten.
Der elfte Krimi der Saarländerin Elke Schwab ist der dritte Teil der Krimireihe mit Lukas Baccus und Theo Borg. Die beiden übermütigen Kriminalkommissare klären mit lockeren Sprüchen spektakuläre Fälle auf.
Als Frauenärztin schon wieder ungeplant schwanger?! Eine wahre Geschichte, noch lustiger als die Schwarzwaldklinik …
»Ich schwöre: Ich bin lieb! Wirklich! Aber mit Nierenschalen zu werfen – das geht dann doch ein bisschen zu weit. Also schrei ich: ›Frau Pharma? FRAU PHARMA! Es reicht jetzt! Pressen Sie mal, statt hier so rumzufurien!‹ Frau Pharma ist das aber so was von egal!
›Ich press nich mehr, Frau Dokta! Ich will JETZT ´nen Kaiserschnitt! Abba sofoooort!‹
Dann wirft sie mir noch eine ganze Batterie von Schimpfwörtern an den Kopf, deren Bedeutung ich erst googlen muss, bevor sie – und JETZT wird es lustig – einfach aufsteht und davonstürmt …«
Ärzte sind auch nur Kollegen im Kittel: Erleben Sie die Klinik als verrücktes Großraumbüro mit strengen Oberschwestern, attraktiven Chefärzten und vielen tollen Geburten!
Montag, 4. März 2013
Rezension: Vina Jackson - 80 Days 1: Die Farbe der Lust
Vina Jackson - 80 Days 1: Die Farbe der Lust
carl´s books
400 Seiten
ISBN: 978-3570585221
Erscheinungsdatum: 22. Oktober 2012
Über die Autoren:
Vina Jackson ist ein Pseudonym hinter dem sich zwei etablierte Autoren verbergen, die bei diesem Buch zum ersten Mal zusammenarbeiten. Er ist ein bekannter Lektor, Radiojournalist, Kolumnist, der bereits neun Romane veröffentlicht hat und eine große Sammlung von Erotika besitzt. Sie hat ebenfalls bereits Bücher geschrieben, arbeitet im Finanzsektor und ist eine feste Größe in der Londoner Fetisch-Szene.
Klappentext:
Junge, urbane, moderne Erotikliteratur!
Frustriert von einer unbefriedigenden Beziehung findet die leidenschaftliche Violinistin Summer Erfüllung in der Musik. Sie spielt nachmittags in der Londoner U-Bahn auf ihrer ramponierten Violine Vivaldi. Als ihre Geige sich nicht mehr reparieren lässt, bekommt sie von Dominik, einem Uniprofessor mit ausschweifenden Fantasien, ein erstaunliches Angebot: Er möchte ihr eine wertvolle Violine schenken, wenn sie ihm ein privates Konzert gibt. Also spielt sie für ihn in der Krypta einer Kirche – doch muss sie dabei nackt sein, während Dominik den anderen Musikern die Augen verbunden hat. Summer spürt, wie sehr Dominik sie anzieht und in ihr bisher unbekannte Saiten zum Schwingen bringt: Sie beginnt eine intensive erotische Liaison mit ihm, in der sie ihre lange verleugnete dunkle Seite ausleben kann. Doch hat eine alles verschlingende Beziehung ohne Tabus Bestand? Berauschend, verführerisch, aufreizend kühn, ist »80 Days – Die Farbe der Lust«, eine Liebesgeschichte, die den Leser atemlos zurücklässt, mit dem Wunsch, so bald wie möglich mehr zu lesen.
Meine Meinung:
"80 Days: Die Farbe der Lust" ist der erste Roman dieses Genres, den ich bisher gelesen habe. Überzeugen konnte mich dieser leider nicht wirklich.
Die Story an sich ist relativ interessant und man lernt so einiges über die Fetisch-Szene. Man merkt, dass die Autoren sich damit tatsächlich gut auskennen und wissen, wovon sie da schreiben. Dabei nehmen sie kein Blatt vor den Mund, sondern erzählen, "wie ihnen der Schnabel gewachsen ist", um es mal so auszudrücken. Ziemlich detailliert beschreiben die Autoren, was ihre Protagonisten anziehen, jedoch den tatsächlichen Akt nicht immer komplett, so dass man gewisse Details einfach seiner Fantasie überlassen kann, wenn man das denn möchte. Oftmals gibt es allerdings auch Szenen, die schon recht vulgär beschrieben und sicher nichts für zart besaitete Leser sind. Dabei gibt es einige kleinere und größere Zeitsprünge, die den Lesefluss jedoch nicht beeinflussen. Erzählt wird die Geschichte mal in der Ich-Perspektive von Summer, mal aus der erzählenden Perspektive von Summer und Dominik, wobei ich die Ich-Perspektive von Summer fast überflüssig finde, da die Ich-Perspektive nicht konsequent durchgezogen wurde, sondern nur ab und an mal eingeworfen. Man hat halt nicht wirklich feststellen können, warum diese nun ausgerechnet in dem Moment gewählt wurde.
Die Protagonisten an sich sind relativ blass geblieben, ich konnte zu keinem von ihnen einen Zugang finden. Summer beschreibt sich selbst zwar als unabhängige, selbstbewusste Frau, die tut, was sie will, doch immer wieder benimmt sie sich devot und das ohne sich lange bitten zu lassen, selbst wenn sie es ja eigentlich gar nicht will. Sie denkt nur an Sex und Musik und viel mehr gibt es in ihrem Leben scheinbar auch gar nicht. Selbst ihre "Freunde", bis auf einen einzigen (der mir von allen Charakteren tatsächlich auch am sympathischsten war), haben wohl nur im Sinn, wie sie am besten ihre perversen Neigungen ausleben können. Dominik hat mich persönlich so gar nicht reizen können und ich verstehe absolut nicht, was Summer so anziehend an ihm findet. Ich jedenfalls konnte mich einfach nicht in die Charaktere hineinversetzen und habe keinen einzigen von ihnen ins Herz schließen können.
Das positive an dem Buch ist der flüssige Schreibstil und mir persönlich ging es so, dass ich schon wissen wollte, wie es jetzt weitergeht. Leider hatte ich allerdings das Gefühl, dass die Story immer mehr in den Hintergrund gerät, damit sich die Protagonisten mit allen zur Verfügung stehenden Personen vergnügen können. Das mag zwar dazu passen, dass Summer in den Sog ihrer "dunklen Seite" gerät, aber ich finde, man hätte sich da vielleicht mehr den Charakterzeichnungen widmen können, um den Protagonisten ein wenig mehr Tiefe zu verschaffen.
Fazit:
Eine viel zu dünne Story, die um die vielen Geschlechtsakte herumgebaut zu sein scheint, Charaktere in die ich mich überhaupt nicht hineinversetzen und deren Handlungen ich oft nicht nachvollziehen konnte - trotzdem hat dieser Roman etwas an sich, das einen weiterlesen lässt. Eine wirkliche Liebesgeschichte, wie im Klappentext beschrieben, war für mich leider nicht zu erkennen, doch trotzdem möchte ich dem zweiten Band noch eine Chance geben und hoffe, es wird besser.
Ich vergebe 3 von 5 Punkten!
carl´s books
400 Seiten
ISBN: 978-3570585221
Erscheinungsdatum: 22. Oktober 2012
Über die Autoren:
Vina Jackson ist ein Pseudonym hinter dem sich zwei etablierte Autoren verbergen, die bei diesem Buch zum ersten Mal zusammenarbeiten. Er ist ein bekannter Lektor, Radiojournalist, Kolumnist, der bereits neun Romane veröffentlicht hat und eine große Sammlung von Erotika besitzt. Sie hat ebenfalls bereits Bücher geschrieben, arbeitet im Finanzsektor und ist eine feste Größe in der Londoner Fetisch-Szene.
Klappentext:
Junge, urbane, moderne Erotikliteratur!
Frustriert von einer unbefriedigenden Beziehung findet die leidenschaftliche Violinistin Summer Erfüllung in der Musik. Sie spielt nachmittags in der Londoner U-Bahn auf ihrer ramponierten Violine Vivaldi. Als ihre Geige sich nicht mehr reparieren lässt, bekommt sie von Dominik, einem Uniprofessor mit ausschweifenden Fantasien, ein erstaunliches Angebot: Er möchte ihr eine wertvolle Violine schenken, wenn sie ihm ein privates Konzert gibt. Also spielt sie für ihn in der Krypta einer Kirche – doch muss sie dabei nackt sein, während Dominik den anderen Musikern die Augen verbunden hat. Summer spürt, wie sehr Dominik sie anzieht und in ihr bisher unbekannte Saiten zum Schwingen bringt: Sie beginnt eine intensive erotische Liaison mit ihm, in der sie ihre lange verleugnete dunkle Seite ausleben kann. Doch hat eine alles verschlingende Beziehung ohne Tabus Bestand? Berauschend, verführerisch, aufreizend kühn, ist »80 Days – Die Farbe der Lust«, eine Liebesgeschichte, die den Leser atemlos zurücklässt, mit dem Wunsch, so bald wie möglich mehr zu lesen.
Meine Meinung:
"80 Days: Die Farbe der Lust" ist der erste Roman dieses Genres, den ich bisher gelesen habe. Überzeugen konnte mich dieser leider nicht wirklich.
Die Story an sich ist relativ interessant und man lernt so einiges über die Fetisch-Szene. Man merkt, dass die Autoren sich damit tatsächlich gut auskennen und wissen, wovon sie da schreiben. Dabei nehmen sie kein Blatt vor den Mund, sondern erzählen, "wie ihnen der Schnabel gewachsen ist", um es mal so auszudrücken. Ziemlich detailliert beschreiben die Autoren, was ihre Protagonisten anziehen, jedoch den tatsächlichen Akt nicht immer komplett, so dass man gewisse Details einfach seiner Fantasie überlassen kann, wenn man das denn möchte. Oftmals gibt es allerdings auch Szenen, die schon recht vulgär beschrieben und sicher nichts für zart besaitete Leser sind. Dabei gibt es einige kleinere und größere Zeitsprünge, die den Lesefluss jedoch nicht beeinflussen. Erzählt wird die Geschichte mal in der Ich-Perspektive von Summer, mal aus der erzählenden Perspektive von Summer und Dominik, wobei ich die Ich-Perspektive von Summer fast überflüssig finde, da die Ich-Perspektive nicht konsequent durchgezogen wurde, sondern nur ab und an mal eingeworfen. Man hat halt nicht wirklich feststellen können, warum diese nun ausgerechnet in dem Moment gewählt wurde.
Die Protagonisten an sich sind relativ blass geblieben, ich konnte zu keinem von ihnen einen Zugang finden. Summer beschreibt sich selbst zwar als unabhängige, selbstbewusste Frau, die tut, was sie will, doch immer wieder benimmt sie sich devot und das ohne sich lange bitten zu lassen, selbst wenn sie es ja eigentlich gar nicht will. Sie denkt nur an Sex und Musik und viel mehr gibt es in ihrem Leben scheinbar auch gar nicht. Selbst ihre "Freunde", bis auf einen einzigen (der mir von allen Charakteren tatsächlich auch am sympathischsten war), haben wohl nur im Sinn, wie sie am besten ihre perversen Neigungen ausleben können. Dominik hat mich persönlich so gar nicht reizen können und ich verstehe absolut nicht, was Summer so anziehend an ihm findet. Ich jedenfalls konnte mich einfach nicht in die Charaktere hineinversetzen und habe keinen einzigen von ihnen ins Herz schließen können.
Das positive an dem Buch ist der flüssige Schreibstil und mir persönlich ging es so, dass ich schon wissen wollte, wie es jetzt weitergeht. Leider hatte ich allerdings das Gefühl, dass die Story immer mehr in den Hintergrund gerät, damit sich die Protagonisten mit allen zur Verfügung stehenden Personen vergnügen können. Das mag zwar dazu passen, dass Summer in den Sog ihrer "dunklen Seite" gerät, aber ich finde, man hätte sich da vielleicht mehr den Charakterzeichnungen widmen können, um den Protagonisten ein wenig mehr Tiefe zu verschaffen.
Fazit:
Eine viel zu dünne Story, die um die vielen Geschlechtsakte herumgebaut zu sein scheint, Charaktere in die ich mich überhaupt nicht hineinversetzen und deren Handlungen ich oft nicht nachvollziehen konnte - trotzdem hat dieser Roman etwas an sich, das einen weiterlesen lässt. Eine wirkliche Liebesgeschichte, wie im Klappentext beschrieben, war für mich leider nicht zu erkennen, doch trotzdem möchte ich dem zweiten Band noch eine Chance geben und hoffe, es wird besser.
Ich vergebe 3 von 5 Punkten!
Gastrezension: Brett McBean - Das Motel
Heute habe ich mal eine schöne Gastrezension von meinem besten Freund Sven Furmanczak für euch. Zum Geburtstag habe ich ihm "Das Motel" von Brett McBean geschenkt und ihn ermutigt, doch mal seine Gedanken dazu auf Papier zu bringen. Das hat er getan und ich muss sagen, dass er wirklich Talent zum Rezensionen schreiben hat. Wenn ich da so an meine ersten Rezensionen denke...
Brett McBean - Das Motel
Festa Verlag
380 Seiten
ISBN: 978-3865521477
Erscheinungsdatum: 9. April 2012
Über den Autor:
Brett McBean wurde 1978 in Melbourne, Australien, geboren. Dort lebt er mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter Vanessa. Er studierte Musik (Leistungskurs Schlagzeug/Percussion) am Box Hill College, widmet sich aber seit dem Abschluss ganz dem Schreiben von harten Thrillern.
Klappentext:
Ein Ehepaar … zwei Ganoven … ein junger Mann … ein perverser Serienmörder … Sie sind Fremde. Sie haben sich nie zuvor gesehen. Doch in einer Nacht des Grauens werden ihre Schicksale für ewig miteinander verflochten. Und jetzt wollen sie alle nur noch das Gleiche: Die Nacht im Lodgepole Pine Motel irgendwie überleben …
Svens Meinung:
Als ich zum Geburtstag von Anja das Buch "Das Motel" von Brett McBean geschenkt bekommen habe, habe ich mich wirklich gefreut.
Zugegeben, ich habe mir den Titel selbst ausgesucht, trotzdem ist und bleibt es ein Geschenk.
Überzeugt hatte mich im ersten Moment die Geschichte und die Gestaltung des Covers mit der blutigen Hand, die mich ein bisschen an A. Hitchcocks Film "Psycho" erinnert. Also, kurz überlegt und mich dafür entschieden, versprach der Verlag doch einen spannenden Thriller, bei dem ich im ersten Moment an den Film "Identität" dachte. Das wäre was gewesen, aber leider ...
Aufgeteilt in 2 Teile ("Das Zusammentreffen" und "Der Sturm") und kurze Kapitel, liest sich das Buch wirklich flüssig; man kann der Handlung gut folgen, denn der Autor findet zumeist passende Worte, um sie nicht einschlafen zu lassen. Auch die Idee, die Geschichte teilweise zweimal ablaufen zu lassen - aus der Sicht des Außenstehenden und im weiteren Verlauf noch einmal aus der Sicht der eigentlichen Personen - ist nett.
Werden im 1. Teil hauptsächlich die Personen eingeführt, kommen im 2. Teil mehr und mehr ihre Beweggründe zur Geltung; zugleich folgt der 2. Teil aber auch den gängigen Klischees im Psychothriller-Genre; das schließt sowohl Bücher als auch Filme ein.
Und genau das lässt das Buch nur ins Mittelmaß rutschen. Denn was uns der Autor hier präsentiert, ist nichts weiter als eine Reihe von - aus den Fingern gesogenen - Zufällen, die einen Großteil der Handlung völlig unglaubwürdig erscheinen lassen und zudem nicht sonderlich von menschlichem Verstand geprägt ist; so finde ich - beispielsweise - das Verhalten und die Handlungen des Ehepaars Judy und Morrie an den Haaren herbeigezogen und völlig absurd, sodass ich innerlich (und vielleicht auch sichtbar) mit dem Kopf schütteln musste.
Aber auch Als und Eddies Verhalten zeugt nicht immer von Cleverness.
Einzig Madge, die Hotelbesitzerin, kann zuweilen überzeugen.
Bei der Wortwahl hat sich Brett McBean nicht immer mit Ruhm bekleckert; zwar ist - wie bereits erwähnt - der Schreibstil flüssig und gut lesbar, fällt jedoch dann extrem negativ auf, wenn im Laufe der Geschichte sämtliche Personen "kichern" (allein auf den Seiten 270-300 in einem Abstand von 4-5 Seiten), sobald sie einen Satz beendet haben. Dieses Wort finde ich mittlerweile so penetrant, dass ich es nicht mehr lesen kann. Noch dazu kichern Bret McBeans Protagonisten an den unglaublichsten Stellen. Weniger wäre hier eindeutig mehr gewesen - zum Beispiel, um Wayne besser zu charakterisieren - denn zu ihm passt dieses Kichern am ehesten. Bei allen Anderen wirkt es unpassend.
Auch sonst sind sie Worte eher platt gewählt - raffinierte Be- oder Umschreibungen findet man selten bis gar nicht.
Dies ist vor allem in den Szenen zu merken, in denen gefoltert wird. Zwar detailiert blutig beschrieben, gleichzeitig aber auch so oberflächlich und ohne Sinn für Atmosphäre, geht auch dies schnell in Beliebigkeit unter und wirkt teilweise nur lächerlich.
Ebenso die "Erotik", die - vor allem zum Ende - ins Pornographische abgleitet; soll sie vermutlich den/die kranken Charakter/e näher darstellen, wirkt dies völlig aufgesetzt. Man fragt sich unweigerlich, ob der Autor damit seine eigenen Fantasien ausleben wollte.
Türmen sich zum Ende hin noch einmal die konstruiertesten Zufälle, wartet die Story dann jedoch noch mit einigen spannenden und überraschenden Phasen auf, mit denen ich nicht gerechnet hätte und die auch nicht so dem gängigen Klischee entsprechen. Das gefällt mir, bringt das Buch aber trotzdem nicht über das Mittelmaß hinaus. Das eigentliche Ende hingegen ist dann jedoch wieder etwas einfallslos.
Schade, kann ich da nur kichern ;)
2,5 von 5 Punkten.
Brett McBean - Das Motel
Festa Verlag
380 Seiten
ISBN: 978-3865521477
Erscheinungsdatum: 9. April 2012
Über den Autor:
Brett McBean wurde 1978 in Melbourne, Australien, geboren. Dort lebt er mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter Vanessa. Er studierte Musik (Leistungskurs Schlagzeug/Percussion) am Box Hill College, widmet sich aber seit dem Abschluss ganz dem Schreiben von harten Thrillern.
Klappentext:
Ein Ehepaar … zwei Ganoven … ein junger Mann … ein perverser Serienmörder … Sie sind Fremde. Sie haben sich nie zuvor gesehen. Doch in einer Nacht des Grauens werden ihre Schicksale für ewig miteinander verflochten. Und jetzt wollen sie alle nur noch das Gleiche: Die Nacht im Lodgepole Pine Motel irgendwie überleben …
Svens Meinung:
Als ich zum Geburtstag von Anja das Buch "Das Motel" von Brett McBean geschenkt bekommen habe, habe ich mich wirklich gefreut.
Zugegeben, ich habe mir den Titel selbst ausgesucht, trotzdem ist und bleibt es ein Geschenk.
Überzeugt hatte mich im ersten Moment die Geschichte und die Gestaltung des Covers mit der blutigen Hand, die mich ein bisschen an A. Hitchcocks Film "Psycho" erinnert. Also, kurz überlegt und mich dafür entschieden, versprach der Verlag doch einen spannenden Thriller, bei dem ich im ersten Moment an den Film "Identität" dachte. Das wäre was gewesen, aber leider ...
Aufgeteilt in 2 Teile ("Das Zusammentreffen" und "Der Sturm") und kurze Kapitel, liest sich das Buch wirklich flüssig; man kann der Handlung gut folgen, denn der Autor findet zumeist passende Worte, um sie nicht einschlafen zu lassen. Auch die Idee, die Geschichte teilweise zweimal ablaufen zu lassen - aus der Sicht des Außenstehenden und im weiteren Verlauf noch einmal aus der Sicht der eigentlichen Personen - ist nett.
Werden im 1. Teil hauptsächlich die Personen eingeführt, kommen im 2. Teil mehr und mehr ihre Beweggründe zur Geltung; zugleich folgt der 2. Teil aber auch den gängigen Klischees im Psychothriller-Genre; das schließt sowohl Bücher als auch Filme ein.
Und genau das lässt das Buch nur ins Mittelmaß rutschen. Denn was uns der Autor hier präsentiert, ist nichts weiter als eine Reihe von - aus den Fingern gesogenen - Zufällen, die einen Großteil der Handlung völlig unglaubwürdig erscheinen lassen und zudem nicht sonderlich von menschlichem Verstand geprägt ist; so finde ich - beispielsweise - das Verhalten und die Handlungen des Ehepaars Judy und Morrie an den Haaren herbeigezogen und völlig absurd, sodass ich innerlich (und vielleicht auch sichtbar) mit dem Kopf schütteln musste.
Aber auch Als und Eddies Verhalten zeugt nicht immer von Cleverness.
Einzig Madge, die Hotelbesitzerin, kann zuweilen überzeugen.
Bei der Wortwahl hat sich Brett McBean nicht immer mit Ruhm bekleckert; zwar ist - wie bereits erwähnt - der Schreibstil flüssig und gut lesbar, fällt jedoch dann extrem negativ auf, wenn im Laufe der Geschichte sämtliche Personen "kichern" (allein auf den Seiten 270-300 in einem Abstand von 4-5 Seiten), sobald sie einen Satz beendet haben. Dieses Wort finde ich mittlerweile so penetrant, dass ich es nicht mehr lesen kann. Noch dazu kichern Bret McBeans Protagonisten an den unglaublichsten Stellen. Weniger wäre hier eindeutig mehr gewesen - zum Beispiel, um Wayne besser zu charakterisieren - denn zu ihm passt dieses Kichern am ehesten. Bei allen Anderen wirkt es unpassend.
Auch sonst sind sie Worte eher platt gewählt - raffinierte Be- oder Umschreibungen findet man selten bis gar nicht.
Dies ist vor allem in den Szenen zu merken, in denen gefoltert wird. Zwar detailiert blutig beschrieben, gleichzeitig aber auch so oberflächlich und ohne Sinn für Atmosphäre, geht auch dies schnell in Beliebigkeit unter und wirkt teilweise nur lächerlich.
Ebenso die "Erotik", die - vor allem zum Ende - ins Pornographische abgleitet; soll sie vermutlich den/die kranken Charakter/e näher darstellen, wirkt dies völlig aufgesetzt. Man fragt sich unweigerlich, ob der Autor damit seine eigenen Fantasien ausleben wollte.
Türmen sich zum Ende hin noch einmal die konstruiertesten Zufälle, wartet die Story dann jedoch noch mit einigen spannenden und überraschenden Phasen auf, mit denen ich nicht gerechnet hätte und die auch nicht so dem gängigen Klischee entsprechen. Das gefällt mir, bringt das Buch aber trotzdem nicht über das Mittelmaß hinaus. Das eigentliche Ende hingegen ist dann jedoch wieder etwas einfallslos.
Schade, kann ich da nur kichern ;)
2,5 von 5 Punkten.
Sonntag, 3. März 2013
Buchpost KW 9
Diese Woche gab es "nur" zwei Neuzugänge, was meinem SuB mal ganz gut tut (auch wenn ich weiß, dass wieder ein paar Bücher für mich unterwegs sind...). "Breathe" habe ich mir beim Club bestellt, da die vierteljährliche Bestellung fällig war und das Buch gaaaaaaaaaanz weit oben auf meiner Wunschliste steht und "Serafina" habe ich neu und eingeschweißt bei Tauschticket ertauschen können. Hier die Neuzugänge der vergangenen Woche im Überblick
Rachel Hartman - Serafina: Das Königreich der Drachen
Die Drachen könnten die Menschen vernichten. Doch sie sind zu fasziniert von ihnen. Dies ist die Basis des fragilen Friedens zwischen beiden Völkern, die jäh brüchig wird, als der Thronanwärter ihres gemeinsamen Königreichs brutal ermordet wird – auf Drachenart. Die junge Serafina hat guten Grund, beide Parteien zu fürchten. Hütet doch das erst seit kurzem am Hofe lebende Mädchen selbst ein Geheimnis. Als sie in die Mordermittlungen verwickelt wird, kommt der scharfsinnige junge Hauptmann der Garde, Lucian Kiggs, ihm gefährlich nahe und droht, ihre Verstrickung mit der Welt der Drachen zu enthüllen und ihr ganzes Leben auf immer zu zerstören.
Sarah Crossan - Breathe: Gefangen unter Glas
Eine Welt ohne Sauerstoff. Alles scheint tot. Unter einer Glaskuppel gibt es nur wenige Überlebende:
Alina, hat sich schon vor Langem den Rebellen angeschlossen, die gegen die Allmacht von ›Breathe‹ kämpfen, und wurde nie gefasst. Bis jetzt ...
Quinn, will als Sohn eines ranghohen ›Breathe‹-Direktors eigentlich nur einen harmlosen Ausflug ins Ödland machen. Bis er dort auf Alina trifft.
Bea, Tochter eines Bürgers zweiter Klasse, wollte den Trip raus aus der Kuppel nutzen, um Quinn endlich für sich zu gewinnen. Doch dann taucht Alina auf ...
Die Begegnung mit Alina verändert für Bea und Quinn alles. Unversehens werden sie zu Gejagten ...
Rachel Hartman - Serafina: Das Königreich der Drachen
Die Drachen könnten die Menschen vernichten. Doch sie sind zu fasziniert von ihnen. Dies ist die Basis des fragilen Friedens zwischen beiden Völkern, die jäh brüchig wird, als der Thronanwärter ihres gemeinsamen Königreichs brutal ermordet wird – auf Drachenart. Die junge Serafina hat guten Grund, beide Parteien zu fürchten. Hütet doch das erst seit kurzem am Hofe lebende Mädchen selbst ein Geheimnis. Als sie in die Mordermittlungen verwickelt wird, kommt der scharfsinnige junge Hauptmann der Garde, Lucian Kiggs, ihm gefährlich nahe und droht, ihre Verstrickung mit der Welt der Drachen zu enthüllen und ihr ganzes Leben auf immer zu zerstören.
Sarah Crossan - Breathe: Gefangen unter Glas
Eine Welt ohne Sauerstoff. Alles scheint tot. Unter einer Glaskuppel gibt es nur wenige Überlebende:
Alina, hat sich schon vor Langem den Rebellen angeschlossen, die gegen die Allmacht von ›Breathe‹ kämpfen, und wurde nie gefasst. Bis jetzt ...
Quinn, will als Sohn eines ranghohen ›Breathe‹-Direktors eigentlich nur einen harmlosen Ausflug ins Ödland machen. Bis er dort auf Alina trifft.
Bea, Tochter eines Bürgers zweiter Klasse, wollte den Trip raus aus der Kuppel nutzen, um Quinn endlich für sich zu gewinnen. Doch dann taucht Alina auf ...
Die Begegnung mit Alina verändert für Bea und Quinn alles. Unversehens werden sie zu Gejagten ...
Freitag, 1. März 2013
Rezension: Maggie Stiefvater - Ruht das Licht
Maggie Stiefvater - Ruht das Licht
Script5
400 Seiten
ISBN: 978-3839001189
Erscheinungsdatum: 1. September 2011
Über die Autorin:
Maggie Stiefvater, geboren im November 1981 in Virginia, verlebte eine nach eigenen Worten sehr chaotische aber sehr kreative und musisch geprägte Kindheit und Jugend. Nach dem College versuchte sie u.a. als Kellnerin, Zeichenlehrerin beruflich Fuß zu fassen. Doch sehr bald schon meldeten sich ihre kreativen Talente und verlangten, ausgelebt zu werden - zunächst als Musikerin und Songwriterin, dann zunehmend als bildende Künstlerin. Für ihre künstlerischen Arbeiten wurde sie inzwischen mit einigen wichtigen Preisen ausgezeichnet. Seit 2007 hat sich Stiefvater aufs Schreiben konzentriert und zählt inzwischen zu den erfolgreichsten Autorinnen der Romantasy.
Klappentext:
Achtung! Enthält Spoiler, da es sich hierbei bereits um den zweiten Band der Reihe handelt!
Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr.
Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.
Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird
Meine Meinung:
Mehr als ein Jahr ist es nun her, dass ich den ersten Teil der Reihe "Nach dem Sommer" gelesen habe. Deswegen war es ein wenig schwierig für mich, noch alle Details zusammenzubekommen, allerdings wurden die wichtigsten Dinge, die passiert sind, nochmals kurz angesprochen, so dass diese Lücken doch recht schnell wieder gefüllt werden konnten. Nachdem ich nun "Ruht das Licht" beendet habe, weiß ich wieder, warum ich Band 1 so sehr geliebt habe, denn genauso ging es mir auch hier wieder.
Maggie Stiefvater hat einen wunderschönen Schreibstil, bei dem sich automatisch das Kopfkino anschaltet. Man fühlt sich, als wäre man direkt bei Sam, Grace, Isabel und Cole. Die Autorin legt viel Wert auf kleine Details, ohne je langweilig zu werden und diese Liebe zum Detail hat mir hier wieder wahnsinnig gut gefallen.
Wurde in "Nach dem Sommer" die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Sam und Grace erzählt, kommen diesmal noch Isabel und Cole hinzu. Diese beiden Charaktere sind wahnsinnig interessant und man lernt sie von Seite zu Seite besser kennen und lieben. Besonders Cole ist unglaublich vielschichtig und ich bin sehr neugierig, wie er sich noch entwickeln wird (was allerdings auch für Isabel gilt, die mich positiv überrascht hat).
Sam und Grace sind ein wunderbares Pärchen, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sie über bestimmte Probleme doch lieber reden sollten, anstatt einfach zu hoffen, dass diese sich von alleine erledigen.
Die Handlung ist dramatisch, wie schon in "Nach dem Sommer" und ganz besonders gegen Ende des Buches wird es wieder so spannend, dass man bloß nicht beim Lesen gestört werden will. Der Weg dahin ist gesäumt von überraschenden Ereignissen, die Maggie Stiefvater einfühlsam erzählt und mich so komplett an dieses Buch fesseln konnte. Band 3 "In deinen Augen" steht glücklicherweise schon in meinem Regal, so dass ich sicher ganz bald wieder mit Sam und Grace abtauchen kann.
Fazit:
Trotz kleiner Erinnerungslücken zum ersten Band, habe ich mich sofort wieder wohl gefühlt mit Sam und Grace. Durch neue interessante Ich-Erzähler erhält die Story noch mehr Auftrieb und Maggie Stiefvater hat mich durch ihren wunderbaren Erzählstil, ihre Charakterzeichnungen und die Atmosphäre, die sie in diesem Buch schafft, wieder absolut überzeugen können.
Ich vergebe 5 von 5 Punkten!
Script5
400 Seiten
ISBN: 978-3839001189
Erscheinungsdatum: 1. September 2011
Über die Autorin:
Maggie Stiefvater, geboren im November 1981 in Virginia, verlebte eine nach eigenen Worten sehr chaotische aber sehr kreative und musisch geprägte Kindheit und Jugend. Nach dem College versuchte sie u.a. als Kellnerin, Zeichenlehrerin beruflich Fuß zu fassen. Doch sehr bald schon meldeten sich ihre kreativen Talente und verlangten, ausgelebt zu werden - zunächst als Musikerin und Songwriterin, dann zunehmend als bildende Künstlerin. Für ihre künstlerischen Arbeiten wurde sie inzwischen mit einigen wichtigen Preisen ausgezeichnet. Seit 2007 hat sich Stiefvater aufs Schreiben konzentriert und zählt inzwischen zu den erfolgreichsten Autorinnen der Romantasy.
Klappentext:
Achtung! Enthält Spoiler, da es sich hierbei bereits um den zweiten Band der Reihe handelt!
Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr.
Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.
Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird
Meine Meinung:
Mehr als ein Jahr ist es nun her, dass ich den ersten Teil der Reihe "Nach dem Sommer" gelesen habe. Deswegen war es ein wenig schwierig für mich, noch alle Details zusammenzubekommen, allerdings wurden die wichtigsten Dinge, die passiert sind, nochmals kurz angesprochen, so dass diese Lücken doch recht schnell wieder gefüllt werden konnten. Nachdem ich nun "Ruht das Licht" beendet habe, weiß ich wieder, warum ich Band 1 so sehr geliebt habe, denn genauso ging es mir auch hier wieder.
Maggie Stiefvater hat einen wunderschönen Schreibstil, bei dem sich automatisch das Kopfkino anschaltet. Man fühlt sich, als wäre man direkt bei Sam, Grace, Isabel und Cole. Die Autorin legt viel Wert auf kleine Details, ohne je langweilig zu werden und diese Liebe zum Detail hat mir hier wieder wahnsinnig gut gefallen.
Wurde in "Nach dem Sommer" die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Sam und Grace erzählt, kommen diesmal noch Isabel und Cole hinzu. Diese beiden Charaktere sind wahnsinnig interessant und man lernt sie von Seite zu Seite besser kennen und lieben. Besonders Cole ist unglaublich vielschichtig und ich bin sehr neugierig, wie er sich noch entwickeln wird (was allerdings auch für Isabel gilt, die mich positiv überrascht hat).
Sam und Grace sind ein wunderbares Pärchen, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sie über bestimmte Probleme doch lieber reden sollten, anstatt einfach zu hoffen, dass diese sich von alleine erledigen.
Die Handlung ist dramatisch, wie schon in "Nach dem Sommer" und ganz besonders gegen Ende des Buches wird es wieder so spannend, dass man bloß nicht beim Lesen gestört werden will. Der Weg dahin ist gesäumt von überraschenden Ereignissen, die Maggie Stiefvater einfühlsam erzählt und mich so komplett an dieses Buch fesseln konnte. Band 3 "In deinen Augen" steht glücklicherweise schon in meinem Regal, so dass ich sicher ganz bald wieder mit Sam und Grace abtauchen kann.
Fazit:
Trotz kleiner Erinnerungslücken zum ersten Band, habe ich mich sofort wieder wohl gefühlt mit Sam und Grace. Durch neue interessante Ich-Erzähler erhält die Story noch mehr Auftrieb und Maggie Stiefvater hat mich durch ihren wunderbaren Erzählstil, ihre Charakterzeichnungen und die Atmosphäre, die sie in diesem Buch schafft, wieder absolut überzeugen können.
Ich vergebe 5 von 5 Punkten!
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