Sonntag, 19. August 2012

Buchpost KW 32 + 33

Nach einer Woche Urlaub an der Ostsee bin ich wieder da und mich erwartete auch direkt ein schöner Haufen an Buchpost. Dabei sind zwei Bücher von Tauschticket, die schon lange auf meiner Wunschliste stehen, ausserdem habe ich meine Bestellung beim Club Bertelsmann gemacht und auch Überraschungspost hat mich erwartet. Hier mal alle meinen neuen Schätze im Überblick:

Petra Schier - Das Haus in der Löwengasse
Nur das Schicksal kennt ihren Weg. Pauline Schmitz ist Waise. Nach dem Tod ihres Onkels auf sich gestellt, findet die junge Frau eine Anstellung als Gouvernante in Bonn. Der Hausherr hat Hintergedanken: Als sich Pauline gegen seine Nachstellungen zur Wehr setzt, steht sie plötzlich auf der Straße – mit nicht mehr, als in einen Koffer passt. Mittellos und ohne Beziehungen droht Pauline das Schlimmste. Dann kommt ihr das Glück zu Hilfe: Der Kölner Textilfabrikant Reuther nimmt sie in seine Dienste. Und er verliebt sich in sie. Doch Julius Reuther braucht eine Frau mit Geld, will er sein Unternehmen retten. Und Pauline muss sich entscheiden: Folgt sie ihrem Herzen und lebt ein Leben als Mätresse im Verborgenen? Oder geht sie ihren eigenen Weg?

Robin LaFevers - Grave Mercy: Die Novizin des Todes
Die 17-jährige Ismae flüchtet vor einer Zwangsheirat und findet Zuflucht im Kloster von St. Mortain, wo die Schwestern noch den alten Gottheiten dienen. Doch um selbst ein neues Leben beginnen zu können, muss sie das Leben anderer zerstören: Der Gott des Todes hat ein Schicksal als Auftragsmörderin für sie vorgesehen …
Ismaes erster Auftrag führt sie an den Hof der bretonischen Herzogin, wo sie mit einem unlösbaren Gewissenskonflikt konfrontiert wird: Wie kann sie den Auftrag des Todes ausführen, wenn das Opfer ihr Herz gestohlen hat?

Fay Winterberg - Wien, Stadt der Vampire
2090, das Jahr, in dem der Krieg ausbrach. Die verborgene Welt der Vampire offenbart sich der Menschheit und führte auch einen Großteil anderer übersinnlicher Wesen mit ans Licht der Öffentlichkeit. Erst nach Jahren des Krieges gelang es den Nachtwesen, eine Co-Existenz mit den Menschen aufzubauen. Die Halb-Vampirin Lilith Avant-Garde arbeitet als Archäologin, spezialisiert auf übersinnliche Artefakte, und ist Verbindungsglied zwischen Menschen und Vampiren im Europa des Jahres 2207, einer Zeit, die als New-Steampunk-Age betitelt wird. Ihre Aufgabe führt die 26-Jährige nach Wien, denn die Stadt der Vampire hat nicht nur ein neues Oberhaupt, sondern auch ein Problem mit illegalen Werwolf-Fights. Band 1 der New-Steampunk-Age-Reihe von Fay Winterberg legt die Weichen in eine fantasievoll gestaltete Zukunft, deren Frieden jedoch sehr fragil ist.

Christina M. Fischer - Dämonenbraut
Vor 60 Jahren brach eine Virus-Epidemie aus. Was vorher nur vereinzelt auftrat, häuft sich nun: Menschen verwandeln sich in sich in Hexen, Vampire, Werwölfe oder Dämonenbräute, kurz: in A-Normalos. Die Agentin Sophie Bernd ist eine von ihnen, eine Dämonenbraut, die mit einem Tropfen ihres Blutes Dämonen aus einer anderen Dimension rufen kann, die ihr in kritischen Situationen zum Gehorsam verpflichtet sind. Mit dieser Gabe verdient sie ihr Geld und bekämpft diejenigen, die sich in der neuen Welt nicht an die Regeln halten. Gemeinsam mit ihrem Partner, dem werdenden Vampir Julius, macht sich Sophie auf die Jagd nach einem Psychopathen, der es auf Hexen und Magier abgesehen hat, um seine eigene Macht zu stärken. Kaum verwunderlich, dass sie dabei auch auf den charmanten Samuel trifft, den mächtigsten Hexenmeister der Stadt, und sich fragen muss: Hat er etwas mit den Morden zu tun? Christina M. Fischers Debüt-Roman mischt Urban Fantasy mit Mystik, abgerundet mit spannenden Thriller-Elementen und verfeinert mit einer Prise Erotik und viel Humor.

Robin Jarvis - Dancing Jax: Auftakt
Einige Bücher sind schädlich, sogar gefährlich. Sie verdrehen einem den Kopf und geben den dunkelsten Seiten der menschlichen Seele Nahrung. Sie sollten verbannt oder vernichtet werden. Diese Geschichte handelt von solch einem Buch. Ich hoffe, es gibt noch genug von euch da draußen, die das hier lesen und mir glauben und sich zur Wehr setzen können bevor es zu spät ist. Ein altertümlich wirkendes und zunächst harmlos erscheinendes Buch taucht in einer englischen Kleinstadt auf und ergreift Besitz von seinen Lesern. Immer mehr Menschen werden von dem Buch befallen und zu willenlosen Charakteren der Geschichte. Der diabolische Plan des Autors scheint aufzugehen. Dancing Jax Auftakt" ist der erste Band einer Trilogie.

Kiersten White - Flames ´n Roses: Lebe lieber übersinnlich
Hi, ich bin Evie und eigentlich total normal. Dachte ich zumindest immer. Also, mit Ausnahme von meiner besten Freundin, die eine Meerjungfrau ist, und von meinem Exfreund einer Fee. Und abgesehen davon, dass ich die einzige Person auf der Welt bin, die die Tarnung von paranormalen Wesen durchschauen kann. Deswegen arbeite ich für die Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler. So viel zum Thema normal.
Und dann ist Lend auf der Bildfläche erschienen. Lend ist supersüß, kann gut zuhören und ist ein Gestaltwandler. Und weil er in unsere Zentrale eingebrochen ist, steht nun meine ganze Welt auf dem Kopf und es ist die Rede von einer dunklen Prophezeiung, die leider bis ins Detail auf mich zutrifft.
Nee, böse bin ich nicht, das muss eine Verwechslung sein. Ich muss dem Ganzen auf den Grund gehen, denn ich will endlich wissen, wer ich wirklich bin, und: Ich will Lend nicht verlieren!
Rosa, gefährlich und romantisch:
Das Traumpaar Evie und Lend verwischt die Grenze zwischen Realität und Übersinnlichkeit!

Moira Young - Dustlands: Die Entführung
»Sie nennen mich den Todesengel. Weil ich noch nie einen Kampf verloren habe.« Sabas Zwillingsbruder wird von Soldaten verschleppt. Sie schwört, ihn zu finden und zu befreien. Mit dem Mut der Verzweiflung macht sie sich auf einen Weg voller Gefahren, Gewalt und Verrat. Sie kann niemandem vertrauen - auch nicht dem Mann, der ihr das Leben rettet.
Der erste Band einer epischen Endzeit-Fantasy, eine Geschichte, die dein Herz schneller schlagen lässt.

Cat Patrick - Die 5 Leben der Daisy West
Daisy ist fünfzehn - und schon mehr als ein Mal gestorben. Sie lebt waghalsig, denn sie weiß, dass es Revive gibt, ein Medikament, das ins Leben zurückhilft, wenn alle anderen Mittel versagt haben. Da diese Medizin hochgeheim ist, muss Daisy nach jedem Tod eine neue Identität annehmen und an einen anderen Ort ziehen. Bisher hat sie daher meist isoliert und ohne enge Freunde gelebt. Aber dann findet sie an ihrer neuen Schule nicht nur völlig unverhofft eine beste Freundin, sondern verliebt sich auch noch Hals über Kopf. Zum ersten Mal lässt Daisy sich wirklich auf das Leben ein. Da entdeckt Daisy, dass sie Teil eines großen Experiments ist. God, der zwielichtige Leiter des Revive-Programms, hat viele Menschen auf skrupellose Weise rekrutiert und behandelt sie wie Versuchskaninchen. Daisy begehrt auf. Und setzt damit ernsthaft und unwiederbringlich ihr Leben aufs Spiel ...

Ab morgen geht es dann auch mit dem Gewinnspiel weiter, es stehen noch 6 Rezensionen aus und natürlich poste ich auch noch die Antworten der Autoren auf eure Fragen.

Sonntag, 5. August 2012

Leser fragen - Helmut Barz antwortet !


Helmut Barz hat sich die Zeit genommen und alle eure Fragen beantwortet. Vielen Dank dafür, Herr Barz und natürlich auch vielen Dank an euch, dass ihr euch wieder so tolle Fragen ausgedacht habt. Der Gewinner des signierten Exemplares von "WestEnd Blues" wird wieder am Ende des Interviews bekannt gegeben. Viel Spaß beim Lesen wünsche ich euch.

Franzi
1. Wie sind Sie darauf gekommen, Krimis zu schreiben?

Helmut Barz
Das speist sich bei mir aus zwei Quellen: Ich lese selber gerne Krimis, wobei mein Geschmack eher bei der klassischen britischen Schule (Christie, Sayers, Rendell…) liegt, bzw. bei etwas schrägen Krimis (z. B. Fred Vargas) oder dem klassischen Noir-Krimi, weniger bei der "Wir umwickeln Sozialkritik mit einer mehr oder weniger spannenden Handlung"-Literatur.
Die andere Quelle lag in der Hauptfigur Katharina Klein, die aus dem Gespräch mit einer Schauspielerin mit koreanischer Mutter und deutschem Vater entstanden ist: Sie beklagte sich, dass ihr immer nur "asiatische Prostituierte mit Fistelstimme" angeboten werden und dass sie liebend gerne mal eine Kommissarin spielen wolle. Das hat bei mir einen Denkprozess in die Wege geleitet – und so hatte ich die Figur und damit auch das Genre.

Franzi
Wollten Sie schon immer eine Buchreihe schreiben?

Helmut Barz
"Schon immer" wäre übertrieben, aber die Katharina-Klein-Krimis waren von Anfang an als Reihe geplant.
Außerdem mag ich Buchreihen, zumindest einige wie etwa Jim Butchers "Dresden Files" – das weckt den Sammler und Jäger in mir.

Franzi
Haben Sie vielleicht vor, auch noch andere Bücher, in einem anderen Genre zu schreiben, oder wollen Sie den Krimis treu bleiben?

Helmut Barz
Katharina Klein und Andreas Amendt werden sicher weiter gemeinsame Fälle lösen (so ab dem 1. Oktober im dritten Band "Dolphin Dance"), aber langfristig habe ich auch Ideen für andere Genres. Mein erster Roman, "Weißes Blut" (www.weisses-blut.de), war übrigens ein klassischer Horrorroman. Mir schwebt zurzeit aber eine Art Cross-Over aus Krimi und Horror/Urban Fantasy vor.

Sinkana
Meine Frage ist: Woher nehmen Sie die Ideen für ihre Krimis? Ist vieles davon erfunden und nehmen Sie auch Teile von wahren Begebenheiten?

Helmut Barz
Ideen waren für mich glücklicherweise noch nie ein Problem. Einiges kommt aus meiner Umgebung, manches aus Zeitungsausschnitten oder anderen Nachrichtenquellen, allerdings sind die Geschichten letztlich komplett erfunden.
Ein Beispiel: Die Idee zu "African Boogie" entstand aus einem Fernsehbericht über ein Ferienresort in Kenia während der Unruhen (2008). Dort waren die Urlauber zwar sicher, aber faktisch eingeschlossen. Daraus ist dann über viele Umwege das Resort "Golden Rock" entstanden.

NiliBine
Wie kommt es, dass alle Titel einen musikalischen Bezug haben? Ist das noch ein Bindeglied zu Ihrer "Theatervergangenheit"?

Helmut Barz
Nein, nicht unbedingt. Der musikalische Bezug stellte sich über die Hauptfigur Andreas Amendt her, der auch ein sehr talentierter Musiker ist. Und danach fand ich die Idee einfach gut, den musikalischen Bezug als "Marke" beizubehalten. Außerdem setzen die Titel gleich eine bestimmte Stimmung: Der melancholische "Westend Blues" passt gut zur eher zurückhaltenden Stimmung des Romans und "African Boogie" gibt einen ebenfalls passenden, heitereren, etwas quirligeren Ton für den zweiten Band vor.

NiliBine
Gibt es reale Personen, die Vorbild für Ihre Figuren sind und wenn ja, wissen diese davon?

Helmut Barz
Ja, die gibt es durchaus. Ein Beispiel habe ich oben schon genannt. Außerdem treten einige Bekannte von mir (mit deren Einverständnis) in den Büchern auf, allerdings sehr verschlüsselt.

NiliBine
Wer darf Ihre Manuskripte als Erstes lesen, also außerhalb des Lektorats?

Helmut Barz
Ich habe ein paar Testleser/innen: Menschen, denen ich vertraue. Außerdem bekommt natürlich auch mein Agent das Manuskript vorab. Dabei versuche ich immer Feedback sowohl von Leuten zu holen, die die jeweils anderen Bände schon kennen, als auch von solchen, die die Vorgängerbände nicht gelesen haben.

NiliBine
Was tun Sie bei einer Leseblockade?

Helmut Barz
Meinen Sie eine Lese- oder Schreibblockade?
Bei einer Leseblockade liegt es vermutlich am Buch, also nehme ich mir ein anderes.
Richtig echte Schreibblockaden kann ich mir nicht unbedingt leisten, da ich vom Schreiben (in der Werbung) lebe: Nicht schreiben = kein Geld. Das motiviert doch ungemein. Natürlich gibt es manchmal Probleme, dass ich etwa in der Handlung stecken bleibe oder die Worte nicht so elegant fließen, wie ich das will. Im zweiten Fall schreibe ich trotzdem bis zum geplanten Punkt und repariere dann in der Überarbeitungsphase. Im ersten Fall gibt die Regel: "Der Fehler passierte zehn Seiten vorher" – das heißt, ich gehe rückwärts durch den Text und versuche, herauszufinden, was das Problem verursacht hat.

Chrisy
Welche Bücher lesen sie privat gerne?

Helmut Barz
Oha. Ich bin ziemlich biblioman. Zurzeit auf meinem Nachttisch: "Plugged" von Eoin Colfer, "The Family Fang" von Kevin Wilson, "The Lucifer Effect" von P. Zimbardo sowie zwei Bücher zu Kameraarbeit und Filmbeleuchtung.

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Zu welcher Tageszeit schreiben Sie am liebsten?

Helmut Barz
Morgens oder nachts. Ich stehe in der Regel um 5.30 Uhr auf und sitze um 6 Uhr am Schreibtisch. Dann schreibe ich zwei Stunden für mich, dann ist eine Stunde Sport angesagt. Danach beginnt dann mein "Bürojob".

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Haben Sie einen Lieblings-Schreibplatz?

Helmut Barz
Das variiert. Hauptsächlich arbeite ich an meinem Schreibtisch in meinem Büro. Im Sommer schreibe ich gerne auf meinem Balkon. Außerdem habe ich in meinem Schlafzimmer einen kleinen Tisch, an dem ich manchmal mit meinem Notebook sitze. Gelegentlich wechsele ich auch in ein Café oder in eine Bibliothek – allerdings zumeist erst in der Überarbeitungsphase.

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Was inspiriert Sie?

Helmut Barz
Platt gesagt: das Leben. Ich versuche, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und zu schauen, was hängen bleibt. Eine Inspiration kann also aus ganz unterschiedlichen Quellen kommen: Ein Gespräch, eine Beobachtung, ein Erlebnis oder aus dem Versuch, einfach Zeit totzuschlagen. Wenn ich irgendwo warten muss, habe ich oft die besten Ideen.

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Was hemmt und was beflügelt Sie?

Helmut Barz
Das Schreiben selbst, die Zeit dazu zu haben, ist schon sehr beflügelnd. Ich fühle mich dann oft wie ein Kind in seiner Sandkiste: Ich kann mit meinen Figuren spielen, mir Abenteuer für sie ausdenken … Das ist auch der Grund, warum ich schreibe.
Hemmen tun mich häufige Unterbrechungen (etwa durch Telefon) oder Besserwisser, die selbst noch nichts geleistet haben, aber einem ganz genau erklären, wie es geht.

Iris
Waren Sie schon mal in Afrika?

Helmut Barz
Ja, mehrfach. Unter anderem in Kenia, Namibia und Südafrika. In Südafrika, genauer in Kapstadt, habe ich auch mal ein halbes Jahr gelebt.

Iris
Warum haben Sie eine Frau als Ermittlerin gewählt?

Helmut Barz
Das hatte etwas mit der Inspiration zu der Figur zu tun (siehe Frage 1). Dass ich hauptsächlich aus der Perspektive von Katharina Klein schreibe, hat vor allem technische Gründe: Ich habe mit verschiedenen Perspektiven experimentiert und Katharina Klein erwies sich als recht praktikabel durch ihre sehr klare Weltsicht und dadurch, dass sie permanent aktiv ist. Andreas Amendt lässt sich ja oft einfach mitziehen.

Iris
Lesen Sie gerne Krimis und wenn ja, von welchen Autoren?

Helmut Barz
Das habe ich unter Frage 1 schon beantwortet.

EveDeFun
Woher haben Sie Ihre Ideen und wie denken Sie sich die Namen Ihrer Figuren aus?

Helmut Barz
Die Frage nach den Ideen habe ich oben schon beantwortet. Die Namen entstehen sehr unterschiedlich: So wollte ich für meine "exotische Kommissarin" einen richtig handfest-deutschen Namen, außerdem mag ich den Namen Katharina. Die Alliterationen bei ihr, Andreas Amendt und Paul Polanski waren dann eher eine Spielerei.
Namen haben durch ihren Klang allein Macht: Dirk-Marjan (aus African Boogie) klingt für mich einfach nach künstlerisch angehauchtem Loser, Sandra Herbst (auch aus African Boogie) nach tougher, zupackender Urwaldärztin.
Manchmal sehe ich auch Namensschilder mit interessanten Namen, die ich mir notiere. Und wenn es gar nicht anders geht, schaue ich in Telefonbücher.

Timm
1988 machten bestanden Sie Ihr Abitur. In den nächsten zwei Jahren arbeiteten Sie in verschiedenen Berliner Theatern. Woher kommt dieses Interesse für das Theater? Wer oder was hat sie dazu verleitet, Theaterwissenschaften zu studieren und später Autor und Regisseur zu werden?

Helmut Barz
Ich bin zum Theater gekommen wie die Jungfrau zum Kind: Ich musste zwischen Schule und Studium etwas Zeit überbrücken und da ergab sich eine Praktikumsmöglichkeit an einem kleinen Berliner Theater bei einem ziemlich großartigen Regisseur. Ich mochte einfach das Arbeitsumfeld und die Denke – so bin ich dann dabei geblieben.
Das Schreiben ist eine andere Geschichte: Ich habe mir, seit ich denken kann, gerne Geschichten ausgedacht – und irgendwann war es dann mal Zeit, diese Geschichten auch aufzuschreiben.

Timm
Ist es die pure Lust am Schreiben, die Sie dazu bringt, neben Ihren weiteren beruflichen Aktivitäten, Bücher zu schreiben? Und warum gerade einen Krimi?

Helmut Barz
Kurz und knapp: Ja!
Warum einen Krimi? Die Antwort finden Sie bei Frage 1.

Timm
In der Katharina-Klein-Krimireihe verbinden Sie die klassischen Elemente eines "Whodunnit-Krimis" mit der Welt der forensischen Wissenschaft. Haben Sie sich durch den Erfolg aktueller Serien im Fernsehen, wie z. B: "C.S.I New York" dazu inspirieren lassen?

Helmut Barz
Es mag sich angeberisch anhören, aber die Idee zur Paarung Gerichtsmediziner/Kommissarin hatte ich schon viel früher, noch bevor diese Serien entstanden oder nach Deutschland kamen. Die ursprüngliche Idee entstand 1998 oder 1999 aus einem Zeitungsartikel darüber, dass in Deutschland zu wenig obduziert wird, weshalb viele Tötungsdelikte übersehen werden. Fred Sellin und Klaus Weber haben darüber ein Buch geschrieben: "Todesursache natürlich", das mir auch als Ideengeber diente.
Aber ich mag Fernsehserien wie CSI und CSI NY (CSI Miami finde ich aber furchtbar). Und, das ist mir aber erst später aufgefallen, es gibt ganz, ganz, ganz entfernte Parallelen zu "Crossing Jordan", einer Serie, die ich gleichfalls sehr mag.

Timm
Warum haben Sie sich bei der Katharina-Klein-Krimireihe Deutschland, genauer gesagt Frankfurt, als "Austragungsort" ausgesucht?

Helmut Barz
Ich wohne dort oder zumindest in erreichbarer Nähe. Das gibt mir die Möglichkeit, schnell und einfach vor Ort zu recherchieren. Außerdem ist Frankfurt soziologisch sehr interessant: Sie ist Banken-, aber auch Literaturstadt, sie hat fantastische Museen, aber auch ein Armutsproblem. Und sie ist sehr heterogen: Jedem Frankfurtbesucher empfehle ich einen Spaziergang über die ganze Berger Straße vom Nordend nach Bornheim – man kommt durch Reich und Arm, an Mietskasernen und Luxus-Läden vorbei, bis man endlich in einem fast dörflichen Teil mit windschiefen Fachwerkhäusern landet.

Timm
Wie viele Romane sind für die Katharina-Klein-Krimireihe vorgesehen? Gibt es ein Ende? Was wird dem Leser in zukünftigen Teilen dieser Reihe erwarten?

Helmut Barz
Der dritte Band wird erst einmal einen ganz wesentlichen Handlungsstrang zu Ende bringen. Danach geht es dann mit einem neuen Ansatz weiter, wenn auch mit den gleichen Hauptfiguren. Wie viele Bücher es sein werden, weiß ich nicht: Das hängt von meinen Ideen ab und natürlich auch von den Lesern. Allerdings habe ich mir mal vorgenommen, nicht mehr als sieben zu schreiben, da viele Serien, die ich kenne, nach dem siebten Band bös an Qualität einbüßen. Aber mal schauen, was die Zukunft bringt.

Timm
Wann kommt der nächste Teil der Katharina-Klein-Krimireihe heraus? Gibt es dazu schon einen bestimmten Termin?

Helmut Barz
Erster Oktober 2012. Das Buch mit dem Titel "Dolphin Dance" ist aber bereits vorbestellbar.

Timm
Der Katharina-Klein-Krimi "West-End-Blues" besitzt einen Plot, der sich gut verfilmen lassen könnte. Bekamen sie dahin gehend bereits Anfragen?

Helmut Barz
Nein, leider noch nicht. Aber ich gebe das Hoffen und Träumen nicht auf.

Timm
Wenn Ihre Bücher verfilmt werden, sind Sie bei den Dreharbeiten dabei und sorgen für eine größtmögliche Umsetzung Ihres Buches oder lassen Sie dem Regisseur "freien Lauf" in seiner Inszenierung?

Helmut Barz
So weit wage ich gar nicht zu denken. Natürlich möchte ich meine Bücher zumindest im Geiste verwirklicht sehen und es gibt ein paar Elemente (z. B. dass Katharina Klein Halbasiatin ist), die ich für essenziell halte. Andere Sachen funktionieren filmisch gar nicht. Ich würde mich sicher ins Drehbuch einmischen, wenn man mich lässt. Bei der Regie würde ich natürlich versuchen, den richtigen Regisseur durchzusetzen (wenn man mich lässt – was nicht sehr wahrscheinlich ist), aber mich dann raushalten.

Timm
Zum Schluss nur noch eine Frage: Könnten Sie sich vorstellen einen Fantasy-Roman zu schreiben?

Helmut Barz
Böse Zungen behaupten ja, meine Krimis seien reine Fantasy… ;-)
Zählt Horror auch als Fantasy? Dann habe ich das bereits getan: "Weißes Blut" (www.weisses-blut.de). Außerdem habe ich Pläne für zwei Bücher, die eher in den Bereich "Urban Fantasy" fallen (wenn auch eher parodistisch), und eines, das in den Bereich Science Fiction fällt.

Wieder ein wirklich interessantes Interview. Ich finde es toll, Autoren mal näher "kennenzulernen" und vor allem so ehrliche und ausführliche Antworten zu euren Fragen zu lesen. Kommen wir aber nun zum Gewinner von einem signierten Exemplar von "WestEnd Blues":

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Herzlichen Glückwunsch, liebe Tanja. Bitte schick mir doch deine Adresse an anja.josua@freenet.de.

Samstag, 4. August 2012

Rezension: Irene Stratenwerth - Im wilden Osten dieser Stadt

Irene Stratenwerth - Im wilden Osten dieser Stadt

rororo
240 Seiten
Erscheinungsdatum: 1. Februar 2012
ISBN: 978-3499256943


Über die Autorin:
Irene Stratenwerth, geboren 1954, ist freie Journalistin und Ausstellungskuratorin. Die Autorin lebt in Hamburg. «Im wilden Osten dieser Stadt» ist ihr zweiter Kriminalroman um die Anwältin Kristina Wolland.

Inhalt:
In der schönsten Stadt der Welt liegt das gefährlichste Pflaster. Am Badestrand eines Hamburger Sees wird eine Leiche gefunden: Anwältin Kristina Wolland hatte ihre Freundin Angie am Abend zuvor getroffen — die schien verängstigt, wollte aber nicht reden. Nun ist sie tot. Tags darauf meldet ein junger Mann das plötzliche Verschwinden seiner Verlobten: Die junge Alina aus der Ukraine, wohnhaft zuletzt bei Angie, glaubte verfolgt zu werden. Welche Verbindung bestand zwischen den beiden so ungleichen Frauen? Was versetzte sie in Angst und Schrecken? Kristina Wolland ist fest entschlossen, es herauszufinden ...

Meine Meinung:
"Im wilden Osten dieser Stadt" ist ein relativ dünner Krimi, den man ganz gut zwischendurch lesen kann. Wirklich darauf konzentrieren muss man sich nämlich nicht, um mithalten zu können und leider muss man auch sein Gehirn nicht wirklich einschalten, um vielleicht mögliche Täter erraten zu können. Bei mir war es im Gegenteil leider so, dass ich sofort die richtige Person in Verdacht hatte, nachdem sie aufgetaucht war. Zwar wusste ich nicht, wie und warum, aber ich lag mit meiner Vermutung direkt richtig. Eigentlich mag ich es lieber, lange im Dunkeln zu tappen und immer wieder einen falschen Verdacht zu hegen. Das macht für mich einen wirklich guten Krimi einfach aus. Auch fehlte mir hier ein wenig die Spannung. Zwar ließ sich das Buch schnell und locker weglesen, was auch an dem einfachen Schreibstil der Autorin lag, doch oft wurde man einfach vor vollendete Tatsachen gestellt, die plötzlich geschehen sind, obwohl gerade noch gar keine Rede davon war. Ich möchte hier nicht spoilern, deswegen kann ich natürlich nicht zuviel verraten.
Die Charaktere waren alle ziemlich lebensecht beschrieben, da gab es mehr oder weniger sympathische Menschen, wie das eben auch im normalen Leben so ist. Kristina Wolland, die Haupt-Protagonistin ist recht sympathisch, doch leider hat man bei ihr oft den Eindruck, dass sie keine Anwältin ist, da sie einfach nicht wirklich handelt, wie es eine Anwältin tun sollte. Sie ist ziemlich großherzig, was mir gut gefallen hat, doch lässt sie sich davon einfach viel zu sehr leiten und vernachlässigt schonmal ihre Kanzlei, um auf eigene Faust zu ermitteln, obwohl die Polizei schon längst dabei ist. Auch kommen mir manche Dinge dann doch etwas unlogisch vor, etwa wenn eine Polizistin ihr rät, doch ins Ausland zu reisen, um auf eigene Faust zu recherchieren, weil sie selbst das nur über lange Dienstwege dürfte. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sowas tatsächlich passieren würde. Oft waren mir Dinge zu schnell abgehandelt, zu einfach aufgelöst, was mir irgendwie total die Spannung genommen hat. Die einzige Stelle, die ich wirklich spannend fand und aus der man wirklich etwas tolles hätte machen können, war viel zu schnell vorbei und aus der kam man viel zu einfach heraus. Auch wieder etwas, was ich mir im echten Leben nicht vorstellen kann.

Fazit:
Ein Krimi für Zwischendurch, mehr aber leider auch nicht. Die Handlungen waren mir oft zu konstruiert, spannende Szenen zu schnell vorbei und von der Polizeiarbeit wurde leider viel zu viel vorenthalten. Ich möchte miträtseln können, doch hier war das nicht wirklich nötig, da man schnell ahnte, wer hinter allem steckt, auch wenn man die Beweggründe nicht direkt erahnen konnte.
Ich vergebe 3 von 5 Punkten!

Freitag, 3. August 2012

Geburtstagsgewinnspiel Leser fragen - Autoren antworten: Fredrika Gers

Weiter geht es heute mit der Autorin eines Alpen-Krimis, den sicher schon einige von euch kennen: Fredrika Gers. Auch sie wird sich euren Fragen stellen und ich bin gespannt, wie dieses Interview dann aussehen wird. Zuerst möchte ich euch die Autorin und ihr Buch vorstellen:

Fredrika Gers ist gebürtige Hamburgerin und schreibt, seit sie schreiben kann. Sie lernte Bankkaufrau und arbeitete als Schiffsmaklerin. Folgerichtig ging sie anschließend in die Werbung und textete für namhafte Agenturen in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München. Nebenher verfasste sie journalistische Beiträge und Romane. Der großen Liebe wegen zog sie im neuen Jahrtausend ins Berchtesgadener Land. Dort entdeckte sie ihre zweite große Liebe: die Berge. Und schon bald entstand die Idee zu einem Berchtesgaden-Krimi. «Die Holzhammer-Methode» ist der erste Band in der Reihe um Hauptwachtmeister Franz Holzhammer.

Fredrika Gers - Die Holzhammer-Methode
Gestatten: Franz Holzhammer, Hauptwachtmeister in Berchtesgaden.
Mitten in der sommerlichen Alpenidylle stürzt ein Gleitschirmflieger vom Himmel. Der junge Mann ist auf der Stelle tot. Hauptwachtmeister Franz Holzhammer hat ein ganz schlechtes Gefühl bei der Sache. Sein Vorgesetzter will die Angelegenheit als Unfall abtun, doch Holzhammer ist es egal, wer unter ihm Chef ist – er beginnt zu ermitteln. Kurz darauf kommt eine Patientin der örtlichen Reha-Klinik ums Leben. Christine, ihre Ärztin, will nicht an einen natürlichen Tod glauben. Und so wird die Zugereiste unvermutet Holzhammers wichtigste Verbündete.

Dieses Buch könnt ihr dieses Mal - von Fredrika Gers signiert - gewinnen. Dazu müsst ihr nur eure Frage/n an die Autorin hier unter diesem Post als Kommentar stellen. Zeit dafür habt ihr bis Montag, den 6. August. Alles, was ihr über das Gewinnspiel und die Endpreise wissen müsst, könnt ihr nochmal hier nachlesen: Ankündigung: Geburtstagsgewinnspiel Leser fragen - Autoren antworten.

Rezension: Michael Römling - Schattenspieler

Michael Römling - Schattenspieler

Coppenrath
352 Seiten
Erscheinungsdatum: Juni 2012
ISBN: 978-3815753071


Über den Autor:
Dr. Michael Römling, geboren 1973 in Soest, studierte Geschichte in Göttingen, Besançon und Rom. Nach einem Stipendium am dortigen Deutschen Historischen Institut promovierte er mit einer Arbeit über spanische Soldaten in Italien im 16. Jahrhundert. Er lebt inzwischen als freier Autor in Münster und schreibt unter anderem Stadtgeschichten.

Inhalt:
April 1945: Berlin liegt in Schutt und Asche, und die Rote Armee steht bereits vor den Toren der Hauptstadt. In den Wirren der letzten Kriegstage kreuzen sich die Wege von Friedrich und dem jüdischen Jungen Leo, der die Kriegszeit in dunklen Kellern überleben konnte. Beide sind auf der Jagd nach einem großen Geheimnis: Irgendwo in Berlin liegt ein unsagbar wertvoller Schatz verborgen, den ein hochrangiger Wehrmachts-Offizier vor Kriegsende noch schnell beiseiteschaffen will. Bald finden die Freunde eine heiße Spur. Doch die Zeit wird knapp, denn Friedrich und Leo sitzt ein mächtiger Gegner im Nacken, der vor nichts zurückschreckt.

Meine Meinung:
Ich kann mich noch erinnern, dass ich mich nicht wirklich für den 2. Weltkrieg interessiert habe, als wir diesen in der Schule durchgenommen hatten. Was vielleicht am Alter lag oder aber auch daran, wie wir das Thema durchgenommen hatten. Ich muss grundsätzlich sagen, dass ich kein Fan von trockenen politischen Romanen bin. "Schattenspieler" ist garantiert kein Buch, welches langweilt, ganz im Gegenteil. Michael Römling hat ein wirklich spannendes Buch über die letzten Kriegstage geschaffen, bei dem man sich stellenweise fühlte, als wäre man dabei. Seine Beschreibungen waren so gut geschrieben und recherchiert, dass man fast hören konnte, wie Bomben heulten oder Gewehre schossen. Ich habe ja immer ein recht beklemmendes Gefühl, wenn ich Bilder dieser Zeit sehe und vor allem, wenn ich die Geräuschkulisse dazu höre (z.B. in Dokumentationen dazu). Deshalb konnte ich mich sehr gut in Leo hineinversetzen, der durch Berlin flüchtet, kurz bevor der Krieg endlich endet. Auch schreibt der Autor die politischen Hintergründe (denn ganz ohne kommt so ein Buch natürlich nicht aus) so, dass sie einen nicht langweilen. Man wird nicht überfordert mit Einzelheiten, sondern diese Dinge fließen ganz wunderbar in die Geschichte ein, die das Buch erzählt. Man hat also nicht das Gefühl, dass man belehrt wird, lernt aber trotzdem etwas über diese Zeit. Deswegen könnte ich mir gut vorstellen, dass dieses Buch eine interessante Lektüre für Schüler ist, die gerade dieses Thema durchnehmen, denn es ist eine spannende Abenteuergeschichte, mit tollen Protagonisten, die jedoch nie zu brutal geschildert ist, weswegen ich mich der Altersempfehlung von 14 bis 17 Jahren durchaus anschließen würde. Außerdem gibt es am Ende des Buchs noch ein Glossar, in dem wichtige Begriffe, die in dem Roman auftauchen, noch einmal kurz erklärt werden.
Dieses Buch ist jedoch nicht nur gut recherchiert und bietet eine spannende Story, auch die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen. Da hätten wir Leo, ein sogenanntes U-Boot (ein jüdischer Junge, der von Wilhelm versteckt wurde), der wirklich mutig ist und nie aufgibt, auch wenn ihm seine Familie genommen wurde und er fast auf sich allein gestellt ist. Auch Friedrich, mit dem Leo sich anfreundet, ist immer bereit für ein Abenteuer und wahnsinnig neugierig. Auch einige Nebenfiguren waren einfach unheimlich sympathisch und kamen sehr natürlich und absolut glaubwürdig rüber. Unheimlich gut gefallen hat mir auch, dass man einfach merkte, dass es in dieser Zeit auch Menschen gab, die anderen geholfen haben, egal ob jüdisch oder nicht.Dieser Gegensatz von den Leuten, die andere verraten haben, um selbst besser dazustehen und denen, die helfen, wo sie nur können, hat Michael Römling wirklich gut dargestellt.

Fazit:
Für mich ist "Schattenspieler" ein absolut empfehlenswerter historischer Roman, für junge und ältere Leser, der nie langweilt und wunderbar recherchiert ist. Auch die Protagonisten sind toll ausgearbeitet, der Schreibstil ist flüssig und fesselnd und die historischen Fakten fließen in die Geschichte ein, ohne einen zu erschlagen. Absolute Leseempfehlung!
Ich vergebe 5 von 5 Punkten!




Für die Bereitstellung des Buches bedanke ich mich beim Coppenrath Verlag und bei Blogg dein Buch

Donnerstag, 2. August 2012

Trailer: "Linna singt" von Bettina Belitz

Script5 hat wieder eine tolle Blogger-Aktion, bei der 10 Vorab-Rezensionsexemplare von "Linna singt" von Bettina Belitz verlost werden. Alles, was man tun muss, ist den Trailer zum Buch auf seinem Blog zu posten. Da ich den Klappentext schon wahnsinnig interessant finde, versuche ich auch hier wieder mein Glück. Vorher möchte ich euch aber noch kurz das Buch vorstellen:

Bettina Belitz - Linna singt
Seit fünf Jahren hat Linna sie nicht mehr gesehen: Maggie, Simon, Jules und Falk, die ehemaligen Mitglieder ihrer Band. Nun treffen sie sich in einer Hütte in den Bergen wieder, um für einen Auftritt zu proben.
Linna hatte eigentlich keinen Grund, Maggies Einladung zu folgen, denn was die anderen nicht wissen: Seit damals hat sie keinen Ton gesungen. Doch etwas treibt sie an, sich ihrem alten Leben zu stellen: die Erinnerung an eine Nacht mit Falk, dem Gitarristen. Linna muss sagen, was vor fünf Jahren unausgesprochen blieb, und sie muss hören, ob Falk eine Antwort hat.
Bald beginnt die von Anfang an gespannte Atmosphäre zu kippen: Was als zwangloses Wiedersehen geplant war, wird zum zermürbenden Psychospiel, bei dem Linna immer mehr als Lügnerin dasteht. Sie gerät in einen Strudel aus Verdächtigungen, Abhängigkeiten und tragischen Missverständnissen, der sie schließlich zwingt, die Erinnerung an vergangenen Schmerz zuzulassen. Denn dort liegt der Schlüssel zu allem: der Grund dafür, dass Linna nicht mehr singt.

Und hier der Trailer zum Buch:



Wenn ihr ebenfalls diese tolle Chance nutzen wollt, dann schaut doch mal hier vorbei: Script5 auf Facebook

Mittwoch, 1. August 2012

Leser fragen - Jutta Wilke antwortet !


Die liebe Jutta hat eure Fragen alle beantwortet, was bei der Masse natürlich ein Weilchen dauern kann ;) Vielen Dank für eure tollen Fragen und natürlich auch ein großes Dankeschön an dich, Jutta für die ausführlichen Antworten. Herausgekommen ist wieder ein total interessantes Interview. Gleich unter dem Interview erfahrt ihr, wer das signierte Exemplar von "Wie ein Flügelschlag" gewonnen hat, doch hier erstmal eure Fragen und Jutta´s Antworten:

LiteraturFee
Wie rechtfertigen Sie sich selber gegenüber die privaten Einblicke, die Sie über Facebook usw. verbreiten? Immer mehr Autoren (so scheint es mir) haben ein Problem damit, wenn es "zu persönlich" wird und ziehen sich wieder dezent von den Social Media-Plattformen zurück. Haben Sie auch schon mal Zweifel gehabt und wollten den Umgang mit Lesern usw. unpersönlicher gestalten?

Jutta Wilke
Ich muss mich nicht gegenüber mir selbst rechtfertigen. So einfach ist das. Von mir persönlich gebe ich ohnehin nur das preis, was ohnehin jeder wissen darf. Ich möchte keinen Starkult um meine Person. Ich möchte meinen Lesern gerne zeigen, dass ich ein ganz normaler Mensch mit ganz alltäglichen Erlebnissen, Sorgen und Nöten bin. Ob es „zu persönlich“ wird, liegt doch alleine in meiner Hand. Und hier zieht jeder andere Grenzen, was auch das gute Recht eines jeden Einzelnen ist.

Leseengels Bücherblog
Ich habe "Holundermond" von Jutta Wilke gelesen, und ich frage mich, wie sie auf die tolle Idee mit der Kirche und dem Gemälde gekommen ist.

Jutta Wilke
Auf die Idee zu Holundermond bin ich anlässlich meiner vielen Besuche in der Kartause Mauerbach gekommen. Ich habe Freunde, die in der Kartause leben und arbeiten und die ich immer wieder gerne besuche. Das Kloster, das Altarbild und all die anderen Orte aus Holundermond habe ich nicht erfunden, sondern es gibt sie ja tatsächlich. Ich musste nur die Geschichte darum „spinnen“.

netty
Wenn jemand ein Buch liest hat er ja Erwartungen, wie gehen sie damit um? Also mit den wachsenden Erwartungen die man ja von Buch zu Buch hat.

Jutta Wilke
Den Erwartungen meiner Leser begegne ich relativ gelassen. Ich weiß, dass meine Bücher nie allen Menschen gleichermaßen gefallen werden. Schwieriger ist es mit den Erwartungen, die ich an mich selbst habe. Ich möchte mich verbessern, möchte dazu lernen und bleibe beim Schreiben manchmal hinter meinen eigenen Erwartungen zurück. Das wurmt mich dann und ich hadere mit mir. Aber letztendlich ist auch das eine Form des Lernens. Sich nicht nur Ziele zu stecken, sondern sie auch so zu stecken, dass man sie erreichen kann.

netty
Haben sie auch einen Lieblingsautor? Wenn ja welchen und warum.

Jutta Wilke
Nein, ich habe keinen Lieblingsautor. Ich lese so viel. Inhaliere Bücher quasi und es sind so viele wunderbare Autoren darunter, dass es unfair wäre, nur einen einzigen von ihnen herauszupicken und hier zu nennen.

NiliBine
Immer wieder sehe ich, dass im WWW über Cover diskutiert wird, auch vor Erscheinen eines Buches, bzw. vor Drucklegung.
Wie wichtig ist Ihnen Ihr Mitspracherecht, sofern es dieses denn gibt, beim Cover? Gehen sie mit konkreten Vorstellungen schon gleich auf den Verlag zu?

Jutta Wilke
Es gibt kein wirkliches Mitspracherecht bei der Covergestaltung. Das Cover ist – wie übrigens auch der Titel – eine Sache des Verlags. Klar habe ich eigene Vorstellungen und werde auch mal nach meiner Meinung gefragt, wenn dem Verlag verschiedene Entwürfe vorliegen. Aber im Grunde entscheiden hier die Marketing- und Vertriebsleute der Verlage und ganz ehrlich – sie haben auch einen wesentlich besseren Überblick darüber, was auf dem Markt gerade gefragt ist und was nicht. Ich sehe mich mit den Verlagsleuten als Team. Und in einem Team sollte jeder das machen, was er am besten kann. Bei mir ist das das Schreiben. Nicht die Covergestaltung.

NiliBine
Was tun Sie bei einer Schreibblockade?

Jutta Wilke
Ich behaupte mal: Es gibt keine wirkliche Schreibblockade. Es gibt Unlust, Müdigkeit, Faulheit. Es mag Hänger geben, Stolpersteine, Tage, an denen es mir weniger leicht fällt, kreativ zu sein. Aber das Wort „Schreibblockade“ habe ich bewusst aus meinem Wortschatz gestrichen. Wenn ich mal hänge, nicht so recht weiter weiß, dann hilft es oft, sich mit irgendetwas ganz anderem zu beschäftigen. Putzen, Gartenarbeit, Sport … das macht den Kopf frei und die Ideen können wieder fließen.

NiliBine
Wie sieht Ihr "Schreibplatz" aus, was braucht es, um für Sie die richtige, "kreative" Umgebung zu schaffen?

Jutta Wilke
Ich schreibe an meinem Küchentisch, umgeben von allem, was man halt sonst noch so auf einem Küchentisch findet. Was ich brauche, ist Kaffee. Und das Gefühl, mitten im Leben zu sein. Deshalb kann ich auch besonders gut in vollen Cafés oder auch mitten im Großraumwagen eines ICE schreiben. Absolute Ruhe und Stille sind für mein Schreiben eher hinderlich.

NiliBine
Wer sind Ihre ersten Testleser bei jedem Manuskript? Gibt es Unterschiede?

Jutta Wilke
Ich schreibe grundsätzlich ohne Testleser. Mein erster Leser ist stets meine Lektorin, manchmal meine Literaturagentin.

NiliBine
Haben die Figuren reale Vorbilder?

Jutta Wilke
Das ist ganz verschieden. Manchmal gibt es reale Vorbilder, manchmal entspringen die Figuren ganz meiner Fantasie. Und sehr häufig sind sie einfach ein Teil von mir.

Beate
Dass du mit den Social Medien ganz offen umgehst, wissen wir ja schon. Aber wie hältst du das bei deinen Kindern? Kontrollierst du genau, was sie wann und wo im WWW so tun? Und wie stehst du dazu wenn sie privates posten? Das ist ja heutzutage (zumindest in Deutschland) noch ein heikles Thema.

Jutta Wilke
Nein, ich kontrolliere meine Kinder nicht. Alle fünf können jederzeit ins Internet und dort auch surfen, wie sie wollen. Es gibt weder festgelegte Computerzeiten noch Internetsperren bei mir. Wobei die Kleinen sich noch nicht wirklich dafür interessieren. Meine Erfahrung ist aber auch eher: Dinge, die man reglementieren oder verbieten will, werden für Kinder erst recht interessant. Dadurch, dass ich sie einfach machen lasse, ist die Neugier und das Bedürfnis, das auszunutzen, gar nicht so groß.
Und nie würde ich meinen beiden Großen (21 und 18) reinreden bei dem, was sie auf FB oder anderenorts posten. Natürlich rede ich mit meinen Kindern über potentielle Gefahren, über den „richtigen“ Umgang mit privaten Daten, mit Chats und Co. Aber ihre Erfahrungen machen sie dann letztendlich selbst und völlig unbeeinflusst von mir. Und bisher bin ich damit nur gut gefahren.

Beate
Dein letzter Eintrag im Tagebuch eines Romans ist schon eine Weile her. Wann und wie geht es weiter?

Jutta Wilke
Da sprichst du einen heiklen Punkt an. Ich habe schon ein ganz schlechtes Gewissen, weil der letzte Eintrag so lange her ist. Was nur daran liegt, dass ich vor lauter arbeiten gar nicht mehr zum Bloggen komme. Ich versuche aber mal, in den nächsten Tagen zumindest eine Zusammenfassung dessen zu posten, was in den letzten Wochen an meinem Küchentisch so entstanden ist.

Steffi von Blossombooks
Wie schaffst du es bei 5 Kindern so viele tolle Bücher zu veröffentlichen? Schreibst du nur morgens wenn die Kids im Kindergarten/Schule sind oder abends wenn alle schon im Bett sind? Geben dir deine Kinder manchmal neue Ideen für deine Bücher?

Jutta Wilke
Ich schreibe in erster Linie morgens, wenn alle Kinder aus dem Haus sind. Das dann bis zum Mittagessen, das sind immerhin schon mal vier bis fünf Stunden täglich. Sobald der nächste Abgabetermin näher rückt, schreibe ich auch abends und sehr oft bis tief in die Nacht. Dafür gucke ich quasi überhaupt kein Fernsehen, was mir eine Menge zusätzlicher Zeit verschafft.

Yvonne
Ich würde gerne wissen, ob sie ihre Romane von vorne nach hinten durchschreiben, oder ob sie die Kapitel durcheinander schreiben und diese dann so später zusammenfügen, dass es passt.

Jutta Wilke
Ich plotte sehr gründlich, bevor ich mit dem Schreiben überhaupt anfange. D.h. ich habe schon vor dem ersten Satz eigentlich ein komplettes Drehbuch für meinen Roman nicht nur im Kopf sondern auch auf dem Papier. Wenn ich dann mit dem Schreiben anfange, schreibe ich tatsächlich chronologisch, d.h. ich fange bei dem ersten Satz in Kapitel eins an und höre erst mit dem Schlusssatz wieder auf.

EveDeFun
Was verbinden Sie mit Ihren Büchern? Was sind Ihre Bücher für sie?

Jutta Wilke
Meine Bücher sind viele verschiedene Dinge für mich. Zunächst mal sind sie ganz banal Produkte, mit denen ich mein Geld verdiene.
Dann sind sie immer auch ein Teil meiner selbst. Schließlich kann ich nichts komplett Neues erfinden, sondern meine Geschichten entstehen ja immer nur aus dem, was ich persönlich kenne oder erlebt habe. In ganz schlechten Zeiten waren sie auch schon mal Therapie für mich, aber das darf und sollte kein Dauerzustand werden.
Sie sind ein Medium, über das ich schon viele wunderbare Kontakte geknüpft haben und nicht zuletzt sind sie die Erfüllung meines Lebenstraums.

EveDeFun
Wann schreiben Sie, wenn sie so viele Kinder und Alltag haben?

Jutta Wilke
S.o.

lesenundmehr
Wie leicht oder schwer ist ihnen der Umstieg vom Beruf hin zur Familie gefallen ? Ich bin auch seit neun Jahren (fast) "nur" Mutter und recht glücklich damit. Das "fast" steht bei mir dafür, dass ich mich sehr viel ehrenamtlich engagiere, so es sich mit der Familie vereinbaren lässt.

Jutta Wilke
Es gab diesen Umstieg für mich gar nicht. Ich habe immer gearbeitet trotz Familie. Als mein erstes Kind geboren wurde, befand ich mich mitten im zweiten Staatsexamen, das ich dann mit einem Säugling im Arm abgeschlossen habe. Von da an habe ich 12 Jahre als Rechtsanwältin gearbeitet, meine Kinder habe ich im kompletten ersten Lebensjahr einfach mit in die Kanzlei genommen, ab dem ersten Geburtstag hatten sie dann einen Kindergartenplatz in einem KiGa, den ich vor 20 Jahren selbst mit gegründet habe. Als ich meine Anwaltsrobe an den Nagel hängte, habe ich mit dem Schreiben angefangen und gleichzeitig drei Jahre unsere Tageszeitung auszutragen, um weiter meinen Teil zum Familieneinkommen beitragen zu können. „Nur“ Mutter war ich also in all den Jahren nie.

lesenundmehr
Kommen Sie bei fünf Kindern und der Autorentätigkeit noch selbst zum lesen ? Wenn ja, welche Genre lesen Sie gerne?

Jutta Wilke
Oh ja – ich lese gerne und sehr viel, meistens zwei bis drei Bücher parallel. Ich lese mich kreuz und quer durch alle Genre, bevorzugt allerdings Kinder- und Jugendbuch.

lesenundmehr
Wann schreiben Sie? Und erhalten Sie Unterstützung?
Ich habe bei zwei Kindern schon manchmal anstrengende Tage, da möchte ich gar nicht wissen, wie das mit 5en aussieht^^

Jutta Wilke
Wann ich schreibe, habe ich weiter oben ja schon beantwortet. Unterstützung? Seit geraumer Zeit bin ich alleinerziehend. Aber ich glaube, man wächst einfach mit seinen Aufgaben. Und zwei meiner fünf Kinder sind ja auch bereits erwachsen (18 und 21). Überhaupt sind meine Kinder alle sehr selbstständig und wir sind ein prima Team. Vielleicht ist mein Anspruch aber auch einfach nicht so besonders hoch. Hier herrscht immer ein bisschen das Chaos, es ist nie wirklich komplett aufgeräumt und sauber, aber dafür lachen wir viel und ich habe eben die Zeit, meine Bücher zu schreiben.

Jessica Gläser
Hallo Frau Wilke,
meine Frage an Sie lautet: Können Sie sich noch an ihr erstes Buch erinnern, dass Sie so gefesselt hat, dass Sie es nicht zur Seite legen konnten?
Bei mir war es damals Harry Potter, obwohl ich erst angefangen habe die Bücher zu lesen, als ich im ersten Teil im Kino war. Vorher konnte ich den Hype um diese Reihe nicht verstehen.

Jutta Wilke
An mein erstes Buch kann ich mich nicht mehr erinnern, dafür bin ich schon zu alt ;-)
Aber eines der ersten Bücher, das ich mehrfach gelesen habe und nicht zur Seite legen konnte, war Pippi Langstrumpf und später natürlich alle anderen Bücher von der wunderbaren Astrid Lindgren.

Buchmenschlein Bianca
Liebe Jutta,
eine fantastische Vorstellung: eine liebe Person schenkt dir ein ganzes Jahr, was wirst du mit der gewonnenen Zeit tun?

Jutta Wilke
Schreiben, schreiben, schreiben und lesen. Und natürlich viel Zeit mit meinen Kindern verbringen. Und mit meinem neuen Lebenspartner, in den ich gerade unsterblich verliebt bin ;-)

Steffi
Haben Sie einen Schreibkurs belegt oder einfach drauf los geschrieben?

Jutta Wilke
Zunächst habe ich einfach drauf losgeschrieben. Später habe ich dann aber zwei Schreibseminare bei meinem sehr geschätzten Kollegen Reiner Wekwerth belegt, die mir unglaublich viel gebracht haben.

Steffi
Fällt ihnen das Schreiben leicht, oder hatten sie bei ihrem ersten Buch auch sogenannte Schreibblockaden?

Jutta Wilke
Im Grunde fällt mir das Schreiben leicht. Natürlich gibt es immer mal wieder Tage, an denen es nicht so läuft, aber dann habe ich genug anderes zu tun: neue Plots entwickeln, Exposés schreiben, Geschriebenes überarbeiten etc.

Chrisy
Warum haben sie mit dem Schreiben begonnen?

Jutta Wilke
Komische Frage ;-)
Weil ich gar nicht anders konnte. Schreiben ist für mich wie atmen.

his + her books
Als Mama würde mich natürlich interessieren, was Juttas Kinder von den Büchern halten. Haben sie die auch gelesen (wenn das Alter schon passt) oder bislang nur die Kinderbücher studiert?

Jutta Wilke
Meine Kinder interessieren sich nicht besonders für meine Schreiberei, für sie ist es (zum Glück) ein Job wie jeder andere auch. Die Großen haben meine Bücher gelesen, groß kommentiert wurden sie aber nicht.

Mabra Brama
Mich würde interessieren, ob Sie viele Hindernisse überwinden mussten, um das erste Buch zu veröffentlichen und wo haben Sie bezüglich der Veröffentlichung die besten Erfahrungen gemacht.

Jutta Wilke
Vor allem musste ich natürlich das erste Buch schreiben. Es fertig schreiben. Das war eigentlich schon das größte Hindernis. Natürlich habe ich auch ein paar Absagen kassiert, aber ich wusste auch, dass das dazu gehört. Im Grunde hatte ich viel Glück, dass ich Holundermond gleich in so einem wunderbaren Verlag unterbringen konnte.

Rica
Mich würde interessieren, was Sie davon halten, wenn die Bücher, vor allem die Titel, so falsch übersetzt werden?

Jutta Wilke
Das kann ich gar nicht wirklich beurteilen. Ich glaube aber, es geht nicht immer darum, eine „richtige“ Übersetzung zu finden, sondern der (deutsche) Titel muss ja auch in die deutschen Programme passen. Ich vertraue da den Marketingleuten, die wesentlich besser wissen, welche Titel gerade gefragt sind und welche nicht.

Rica
Und wie viel Einfluss nehmen Sie auf das Cover?

Jutta Wilke
Wenig bis gar keinen. Die Covergestaltung ist allein Sache des Verlags. Wobei ich bisher nur wunderbare Cover hatte und auch hier den Leuten vertraue, die vom Marketing wesentlich mehr verstehen als ich.

Rica
Wenn Ihr Buch verfilmt werden würde, würden Sie dem Regisseur die Zügel überlassen?

Jutta Wilke
Diese Frage stellt sich meines Wissens gar nicht, da die Filmrechte ja in der Regel nicht beim Autor sondern beim Verlag liegen. Aber ich würde mich natürlich freuen, wenn in einem solchen (Traum)fall der Regisseur mich an der Entstehung des Films beteiligen würde.

passionfruit
Haben Sie ein Ritual vor dem Schreiben?

Jutta Wilke
Kaffee, Kaffee und noch mal Kaffee. Mehr nicht.

passionfruit
Haben sie einen Lieblingsschreibeort?

Jutta Wilke
Ja, habe ich. Mein großer Küchentisch mitten in der Küche. Ich schreibe aber auch gerne in Cafes oder auch im Großraumwagen oder Bistro im ICE. Also kurz: Da wo das Leben tobt.

passionfruit
Wie lange haben sie gebraucht, um Holundermond fertig zu schreiben?

Jutta Wilke
Für Holundermond habe ich (mit Pausen) noch insgesamt 2 Jahre gebraucht.

passionfruit
Wann genau haben sie ihre erste Geschichte geschrieben ?

Jutta Wilke
Schon als Kind habe ich Gedichte geschrieben. Die erste Kurzgeschichte habe ich dann etwas später – so mit 15 – geschrieben. Sie hieß „Antigone“ und wurde von meinem Deutschlehrer in diversen VHS-Kursen vorgestellt.

Vielen Dank für die vielen vielen Fragen. Hat mir großen Spaß gemacht!!
LG
Jutta

Nun wollt ihr sicher wissen, wer denn der glückliche Gewinner des signierten Buches ist:

LiteraturFee

Herzlichen Glückwunsch! Bitte schicke mir doch deine Adresse an anja.josua@freenet.de